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Heike und Markus

Über Heike und Markus

Heike und Markus sind seit Jahren "ufftour". Mit einem Buschtaxi und nun dem zweiten Allrad-LKW wollen wir die Welt und die Menschen entdecken. Unsere Reisen dauern meist mehrere Monate.

Sensation!!! Weltweit erster Gebirgswal (Orca carpatii) entdeckt.
Jahrelang wurde sein Vorkommen vermutet, doch selbst erfahrenste Karpatenwanderer wie Karpatenwilli (www.karpatenwilli.com) haben bisher keinen gesichtet. Erstmals konnte nun die frischgebackene Höhlen- und Schluchtengängerin Heike W. Fotos von dem versteckt lebenden Tier machen.

Orca1
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Bedingt durch die lange Trockenheit sind so ziemlich alle Wasserläufe und Quellen ausgetrocknet. Unser Wasservorrat geht langsam zur Neige. Bei einem freundlichen Rumänen in Wolkendorf (rum. Vulcan) dürfen wir Wasser aus seinem Brunnen holen (in den Dörfern gibt es kein fließendes Wasser).

Wasserfassen

Der Wasserspiegel liegt mehr als 4m unter dem Brunnenrand. Das schafft unsere Pumpe nicht. Also werden nach und nach 15 Eimer Wasser aus dem Brunnen hochgezogen, in einen anderen Eimer gefüllt und von diesem mt der Pumpe in den Bauch unseres "Schneggsches" befördert. Der Rumäne freut sich, dass er helfen konnte. So geht Solidarität.

Auf unserer Rundreise durch die alten ehemals deutschen Dörfer in Siebenbürgen, haben wir uns viele Kirchenburgen angeschaut. Manche toll restauriert und touristisch erschlossen, andere zerfallen und teilweise wild besiedelt. Am meisten beeindruckt hat uns jedoch der Besuch der Wehrkirche in Hetzeldorf (rum. Ațel). Weniger wegen der Kirchenburg an sich, sondern wegen dem Burgwächter. Aber der Reihe nach...

Hetzeldorf-13
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Wir sind unterwegs in Siebenbürgen in Rumänien. Auf Nebenstraßen und Feldwegen geht es über die Dörfer. Fast könnte man meinen J. R. R. Tolkien hätte eine Karte von Siebenbürgen zur Hand gehabt, als er die Namen für Mittelerde erfand. Hier fahren wir durch Landstriche mit den schönen Namen Burzenland, Weinland, Unterwald, Altland und Geisterwald. Durch Ortschaften wie Katzendorf, Leblang, Schönberg und Wurmloch. Fast jede Ortschaft hat eine mehr oder weniger gut erhaltene Kirchenburg. Befestigte Wehrkirchen, in denen die Bewohner Schutz vor den osmanischen Überfällen suchten. Auch Lebensmittel wurden in der Kirchenburg gelagert und manchmal gibt es einen Brunnen direkt vorm Altar. So konnten auch längere Belagerungen durchgestanden werden. Rund 200 dieser Kirchenburgen gibt es hier in Siebenbürgen. Irre. Die Kirchen sind alle evangelisch. Oft trifft man noch auf einen deutschen Burgwächter oder eine Burgwächterin mit dem/der man schwatzen kann. Ein tolles Erlebnis.

Kirchenburgen Cinsor / Kleinschenk
Kirchenburg in Cinsor / Kleinschenk
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Dem Ratschlag einer Freundin folgend, haben wir das kleine Kloster in Crasna, südlich des Hauptkarpaten-Kammes besucht. In dem Kloster leben nur wenige Mönche. Besuch gibt es selten. Wir wurden herzlich empfangen und haben eine Nacht mit unserem Auto direkt vor dem Kloster übernachtet. Morgens klopfte es und ein Mönch brachte uns frische - noch warme - Milch. Später saßen wir mit dem Abt Nifon zusammen, der darauf bestand, dass wir noch ein zweites Frühstück einnehmen und mit ihm leckeren Likör kosten. Später kam noch der Mönch Panteleimon, der für ein paar Tage unterwegs war. Auch mit ihm saßen wir noch eine Weile zusammen und zeigten auf der Karte, welche Strecke wir in Rumänien schon zurückgelegt hatten und wo uns unsere Reise noch hinführen sollte. Bei unserem Abschied versorgte uns Panteleimon noch mit Käse, Marmelade und Honig. Die Gastfreundschaft in Rumänien ist immer wieder beeindruckend.

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Es ist verrückt. Von Baile Herculane (Herkulesbad) kommend, fahren wir durch das Cerna-Tal. Das Tal ist recht eng und die meisten, die hier durchfahren, ahnen nicht, was sich drei- bis vierhundert Höhenmetern über ihnen abspielt. Hier haben sich etliche Bergbauernhöfe erhalten und werden nach wie vor bewohnt und bewirtschaftet. Einige davon ganzjährig. Sogar eine Schule und einen Friedhof gibt es hier oben. Zu erreichen ist das Ganze nur zu Fuß. Es gibt keine Straßen hier hoch, nicht mal Forstwege. Wir schallen den Rucksack auf und machen uns an den beschwerlichen Aufstieg.

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Während des Aufstieges sehen wir immer wieder oberhalb eine Felsbarriere. Beim Näherkommen erkennen wir die Holzleitern, die den Aufstieg erleichtern. Nicht für Touristen gebaut, sondern von den Anwohnern hier, die sich damit (noch) längere Fußmärsche ersparen...
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Nachdem wir in Lindenfeld unsere Zelte abgebrochen haben, geht es weiter Richtung Donau, die im Südwesten die Grenze zwischen Rumänien und Serbien bildet. Südlich von Anina liegt der Nationalpark "Cheile Nerei Beusnita" der ein paar Naturschönheiten zu bieten hat. Hier wollen wir hin. Auf der Nationalstraße 6 kommt man an einer etwas außergewöhnlichen Kirche vorbei, der Piatra Scrisa. Der Legende nach hat man hier beim Bau eines Eisenbahntunnels im Berg einen bemalten Felsen gefunden. Aus diesem Grund wurde der Tunnelausgang ein paar Meter verlegt und eine kleine Kirche am Fundort gebaut.

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Die Piatra Scrisa. Da sie von Norden kommend hinter einer Kurve liegt, muss man aufpassen, dass man nicht vorbeifährt...

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Schon im Beitrag über Wolfsberg haben wir uns kurz mit der Geschichte der böhmischen Dörfer Wolfsberg (heute Gărâna), Weidenthal, Wolfswiese und Lindenfeld beschäftigt. Diese Ortschaften wurden 1827/1828 gegründet und mit Deutschen aus dem Böhmerwald besiedelt. Heute sind noch Wolfsberg und Weidenthal besiedelt, Lindenfeld ist ein verlassenes Geisterdorf und Wolfswiese ist ganz verschwunden. In Lindenfeld wurden zunächst 35 Familien angesiedelt, doch schon nach wenigen Jahren zogen diese aus verschiedenen Gründen wieder weg in andere Gemeinden. Die Bewohner des noch höher gelegenen Wolfswiese ergriffen die Chance und übernahmen die verlassenen Häuser im Jahre 1833. Das Dorf mit Kirche, Schule und eigenem Stromerzeuger bestand bis in die 1960er Jahre. In den 1990er Jahren waren dann auch die letzten Bewohner weggezogen und hinterließen ein Geisterdorf. Einzig die Kirche ist einigermaßen erhalten geblieben. Doch das geht vor allem auf Helmuth Kierer zurück, der es sich zur Aufgabe gestellt hat, die Kirche in Lindenfeld zu sanieren.

Die Kirche von Lindenfeld
Die Kirche von Lindenfeld

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Auf unserer diesjährigen Tour durch Rumänien wollen wir uns - neben der wunderbaren Landschaft und Natur - auch mit der Geschichte beschäftigen. Und die ist in Rumänien wirklich interessant. Teile des heutigen Rumänien haben eine lange deutsche Vergangenheit. Rumänien in seiner heutigen Form entstand erst nach dem ersten Weltkrieg. Vorher waren die westlichen Landesteile Banat und Siebenbürgen entweder eigenständig oder gehörten zu Ungarn, bzw. zur Habsburger Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Die deutsche Besiedelung in Siebenbürgen geht bis auf die Kreuzzüge zurück, als sich hier deutsche Kreuzzügler auf dem Rückweg niederließen. Im Banat wurde speziell im 18. und 19. Jahrhundert durch das Haus Habsburg aktive Ansiedlungspolitik betrieben. Der Landstrich war praktisch unbesiedelt, bzw. ehemals besiedelte Teile wurden von den einfallenden Osmanen "entsiedelt", die alle Bewohner umbrachten. Das Banat liegt zum größten Teil im heutigen Rumänien, teilweise auch in Ungarn und Serbien. Um diese Landstriche wieder zu bevölkern und auch wehrhafte Bauern gegenüber den Osmanen zu haben, wurden durch die österreichische Krone Bewohner von der Mosel, aus Elsaß-Lothringen, Franken und anderen deutschen Regionen angeworben und im Banat angesiedelt. Eigentlich falsch ist die Sammelbezeichnung "Banater Schwaben", kamen doch nur wenige aus dem heutigen Schwaben. Allerdings wurden dort die meisten, die per Boot donauabwärts fuhren, auf sogenannten "Ulmer Schachteln" eingeschifft. Soviel als grober Überblick.

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