Springe zum Inhalt

Heimfahrt von Igouminitsa über Italien in die Heimat

Die Fährfahrt war für uns nicht sehr angenehm. Mit ca. 5 Stunden Verspätung kamen wir in Brindisi an.

Allein schon die Fährfahrt war ein Abenteuer für sich. Wir waren, wie verlangt, 2 Stunden vor Abfahrt am Hafen. Hatten es sogar noch vorher geschafft einen Covid-Schnelltest in einer Apotheke zu machen, der Gott sei Dank bei uns beiden negativ war. Sonst hätten sie uns nicht mitgenommen. Das hätte noch gefehlt. Es regnete in Strömen und war sehr kalt und wir standen in der Warteschlange, um auf die Fähre rauf gelassen zu werden. Leider war die Lüftung im Flip so laut und wenig wirksam, so dass wir sie meistens aus ließen. Da standen wir nun, saßen im Fahrerhaus und froren uns die Nasen ab, denn vom schönen warmen Griechenland war nichts zu sehen. Sicher weinte das Land, weil wir ausreisten. Irgendwann wurde mit dem Einschiffen begonnen. Ich schätzte dass vor uns etwa 500 riesige LKWs in den Bauch des Schiffes fuhren. Wie sollte es anders sein, wir waren bei den letzten dreien. Ein kleines Plätzchen, wo unser Flip Platz fand gab es wirklich noch. Jetzt nach 5-6 Stunden Wartezeit konnten wir endlich um 6 Uhr am Morgen unsere Kabine beziehen. Zuerst gingen wir heiß duschen und dann ab in die Koje. Um 9 Uhr gab es einen Höllenlärm auf dem Flur. An allen Türen wurde geklopft mit dem Befehl raus aus den Kabinen. Oh jeh.

Wir mussten schnellstmöglich auf Deck. Total verwirrt standen wir dort und erfuhren, um 14 Uhr kommen wir in Brindisi an, aber das Personal muss bis dahin alle Kabinen gereinigt haben. Unfassbar, und dann gab es auch noch nur schlechten Kaffee, den man natürlich selbst zahlen musste. Wir waren total erschöpft und sogar mir fehlten die Worte. Mit ca. 5 Stunden Verspätung kamen wir heil in Brindisi an und hatten jetzt den Vorteil, mit den ersten das Schiff verlassen zu können.

Brindisi

Froh wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, schlugen wir die Richtung Matera ein. Es ist nicht sehr warm, aber die Sonne scheint und kein Regen in Sicht. Matera gilt als erstbesiedeltes Gebiet der Welt und ist eine total faszinierende Stadt. 60 000 Menschen wohnten dort. Die Stadt steht auf einer felsigen Landzunge in der Region Basilicata im Süden Italiens. Der Komplex aus Höhlensiedlungen nennt man Sassi. Wegen schlechter Lebens- und Hygienebedingungen wurden die Wohnungen 1952 geräumt und heute sind u. a. Museen, Künstlerateliers und Cafés darin. Nur noch 2000 Menschen leben jetzt dort.

Matera "Sassi"
Kirche in Matera

Bei Trione della Chiesa fanden wir einen netten See und wunderten uns, dass wir ganz alleine an so einem schönen Fleck Erde standen. Der Lago di San Guilano liegt ca. 10 km hinter Matera. Achilles nutzte das schöne Wetter um ihre ersten Schwimmübungen zu machen.

Leider fing es in der Nacht an zu regnen und wir ignorierten es einfach aus Faulheit. Am Morgen hatten wir den Salat. Nur mit mühseligem Rückwärtsfahren schafften wir es bis auf den Zufahrtsweg. Doch dort war nach ca. 15m Schluß. Der kleine Hang nach oben wurde uns zum Verhängnis. Flip grub sich in der aus Lehmboden bestehenden Spur eine Riesenfurche. Und natürlich regnete es mittlerweile in Strömen und von den angenehmen Temperaturen vom Vortag war auch nichts mehr zu spüren. Jegliche Versuche, auch mit Unterlegen von viel Gestrüpp, Ästen und ähnlichem halfen nicht. Irgendwann fiel uns dann ein, es hilft nur noch Luft ablasen, das würde Wunder wirken. Stefan ließ die Luft bis auf 0,8 bar runter und das dauerte. Ihm fielen fast die Finger ab, wegen der Kälte, und die Nässe förderte seine Laune erst recht nicht.

dauert schon ne Weile das Luftablasen
ein wenig Flurschaden, jetzt aber nix wie weg

Doch irgendwann war es geschafft und er startete den nächsten Versuch den Hang zu erklimmen. Wir saßen im Auto und redeten Flip gut zu. „Los das schaffst du, nur langsam aber stetig“. Flip ließ uns nicht im Stich. Zentimeter um Zentimeter kroch er den Hang nach oben. Jubelnd kamen wir oben an und lobten unseren geliebten Flip. Auf der befestigten Straße angekommen schnauften wir erst einmal durch und verstanden jetzt warum wir direkt am See alleine gestanden hatten. Sicher hatte alle Welt den Wetterbericht gehört. Egal, geschafft. Natürlich mussten jetzt wieder die Reifen aufgeblasen werden, aber das machten ja Gott sei Dank die Luftkessel. Achilles hatte die ganze Situation seelenruhig verschlafen.

Bei Regen kann man auch fahren, also fuhren wir nach "Craco" südwestlich von " Matera". Schon 540 bewohnt gehört der Ort heute zu den gefährdeten Kulturdenkmälern. Diese verlassene kleine Stadt wurde als Filmdrehort freigegeben, an dem unter anderem der Film „ein Quantum Trost“ gedreht wurde. 1980 nach einem Erdbeben wurde der Ort aufgegeben. Schon Ende den 50ern und 1972 hatte der Ort durch schwere Erdrutsche gelitten. Leider ist Craco total eingezäunt und man darf es nicht betreten. Auch bei unserem Besuch stand die „Policia Locale“ Wache. Die einzigen Besucher des Ortes waren Ziegen, die sich dort zwischen den Häusern gütlich taten. Aber auch wenn man nur aus der Entfernung gucken kann, ist der Ort ein Besuch wert.

Geisterstadt "Craco"
leider rundherum eingezäunt
die einzigen Bewohner die wir fanden
Ausblick von Craco

In Italien ist freistehen nicht gerne gesehen. Die Polizei von Craco fragte uns auch sofort, ob wir hier nächtigen wollten. Wir verneinten, denn wir hatten ja schon dort geschlafen. 🙂

Wir wollten die Stadt besichtigen, erklärte ich der netten Polizistin. Sie meinte das wäre erst noch einmal in einem Jahr möglich, wegen Bauschäden. Schade. Aber auch aus der Ferne war es sehr interessant.

Kontrolle damit niemand in "Craco" einbricht

Auch auf unserer Weiterfahrt hatten wir Plätze zum Freistehen gefunden. Meist kam die Polizei erst vorbei, als wir so und so weiterfahren wollten. So standen wir auch oft direkt am Strand. Wobei ich auch zugebe, oft waren diese Plätze nur mit schwieriger Anfahrt und engen Stellen zu erreichen. Vielleicht war es der Polizei zu mühselig diese Strecken zu nehmen. Wir trafen auf einem solcher Plätze, am Marina de Pisciotta, einen jungen Mann, der sich vor dem Ernst des Lebens eine kleine Auszeit gönnte. Er hat auf seinem Fahrzeug ein Bild eines Sängers, den unsere Generation sofort erkannte. Er wusste nicht einmal wer er war. So wurde an einem sehr netten Abend die Musikgeschichte auseinandergenommen und dabei auch ein paar Flaschen Wein.

Marina die Pisciotta

Unser nächstes Ziel war Pompeji, doch davor fuhren wir nach " Velina" zum Wäsche waschen. Dort vor dem Waschsalon war ein Italiener so begeistert von unserem Auto, dass er uns auf einen Espresso einlud. Er ist ein Einheimischer, der zur Zeit in Urlaub hier war. Er arbeitet in Deutschland und wird bald in Rente gehen und hierher zurückgehen. Er sagt heute schon: "danke Deutschland". Durch diesen verlängerten Aufenthalt in Velina kamen wir an diesem Tag nicht mehr weit. Wir entschieden uns nahe bei Marina di Casa Velino an den Strand zu fahren. Ei sowas, da stand unser netter junger Mann, von vor 4 Tagen. Er wollte doch Richtung Süden. Er erzählte uns, dass er Probleme mit der Schiebetür hatte und eine Werkstatt aufsuchen musste. Zufällig hier in der Nähe. Es wurde ein sehr schöner Abend, bei dem uns Philipp bekochte. Und auch jetzt läuft mir noch das Wasser im Munde zusammen. Schade das wir uns am nächsten Tag trennen mussten.

Marina di Casa del Velino

Die Amalfi-Küste ist sicher vielen bekannt. Wir fuhren dort eigentlich im Stück durch, denn wir konnten nirgends richtig Platz finden, nicht einmal um ein anständiges Bild zu machen. Auf dieser schmalen Küstenstraße waren wir so und so nur ein Hindernis und somit ein Ärgernis für die andern Autofahrer. Nur gehupe und erhobene Hände in allen Fahrzeugen. Niemand hat Zeit, oder Verständnis dass unser Flip nicht klein, schnell und wendig ist. Also auf weiter nach Pompeji. Am Abend finden wir auf einem Parkplatz eines Restaurants einen Platz für die Nacht. Wir essen dort und erkauften uns somit einen Nächtigungsplatz. Eine fantastische Aussicht auf Pompeji und den Vesuv. Da hat sich das Essengehen doppelt rentiert.

Pompeji bei Nacht

In großen Städten stehen wir immer auf Stell-oder Campingplätzen. Vor Pompeji in Ercolano fuhren wir auf einen Stellplatz, der sehr gepflegt war und sehr nette Betreiber hatte. Der Chef buchte uns für den nächsten Tag eine Bustour zum Vesuv. Mit Achilles auf dem Schoß konnten wir im Bus noch 2 Fußbodenplätze ergattern. Etwa eine halbe Stunde ging es bergauf, dafür war aber die Haltestelle direkt vor unserer Haustür. Zum Krater waren es noch 500m Fußweg. Groß ist der Krater nicht, aber er raucht und laut Geologen könnte er jederzeit ausbrechen. Wir hofften, dass er sich damit noch lange Zeit lassen würde. Denn richtig gesehen stand auch Flip auf dem Stellplatz am Fuße des Vulkans. Der letzte große Ausbruch war 79 n. Christus.

laut Geologen könnte der Vesuv jederzeit wieder ausbrechen

Mit dem Zug ging es dann am nächsten Tag nach Pompeji. Der letzte große Ausbruch 79 n. Chr. des Vesuvs begrub diese Stadt komplett. Schon damals eine fortschrittliche Stadt wurde unter Asche und Bimsstein begraben und konserviert. So blieben viele Details des antiken Lebens erhalten. Vergessen lag die Stadt unter Asche und Gestein. 1600 Jahre später wurden zufällig Ruinen entdeckt und die Ausgrabungen begannen und halten bis heute an. Heute läuft man Stunden durch die wiederentdeckte Stadt und kommt aus dem Staunen nicht raus. Wir haben nicht alle Teile gesehen, waren aber sehr beeindruckt von dem was wir gesehen haben.

alles ganz schön alt
Theater in Pompeji
Fußboden in einem der Häuser von Pompeji
Küche in einem Haus in Pompeji

Das Heraculaneum war 2 km von unserem Stellplatz entfernt. Wir marschierten dorthin um die 400 v. Christi gebaute Stadt anzuschauen. Die Schlammschicht war über Jahrhunderte der beste Schutz gegen Witterungseinflüsse und heimlichen Ausgräbern. Ca. 5000 Menschen lebten damals dort. Man konnte einen Teil auf dem Weg dorthin sehen. Den Baustil fanden wir ähnlich wie heute, es gab sogar 2 stöckige Häuser.

Heraculaneum in Ercolano
schon mehrstöckige Häuser

Wir hätten es uns gerne richtig angesehen, doch die Damen und Herren am Eintritt ließen uns nicht mit unserem 4,5 Monat alten Hund hinein. Es wären nur kleine Hunde zugelassen, so würde es im Internet stehen. Warum wir da nicht nachgesehen hätten. Fragte mich aber dann auch noch, was ist ein kleiner Hund?

kleiner Engel mit großen Ohren

Mit dem Zug fuhren wir nach Neapel. Vielen bekannt als gefährlichste Stadt Italiens. Ich hatte nicht das Gefühl. Lag es daran, dass es so aussah, als wäre bei uns sowie so nichts zu holen, oder an unserem „Riesenwachhund“? Gut so, so ging es unbehelligt durch die Straßen und Gassen Neapels. Eine laute, schmutzige Stadt. Hupende Autos mit wild gestikulierenden Fahrern auch in den kleinen Gassen. Viele Gassen so eng, dass man die Wäsche vom Nachbarn von der Leine mopsen kann, wenn die eigene nicht sauber wird. Natürlich wollten wir in der Stadt in der die Pizza erfunden wurde auch eine essen. In einer kleinen Gasse fanden wir einen Pizzaimbiss. Wir ließen uns auf dem letzten freien Tisch, von den 3 Tischen, nieder und bestellten Pizza. Beim Umschauen in dem kleinen Raum sahen wir große Plakate, auf denen die Bedienung abgebildet war. Und siehe da, sie war die Chefin, die 2015 und 2017 Weltmeisterin für eine bestimmte Pizza war. Das Essen war auch wirklich gut und auch zu einem annehmbaren Preis. Kurz nach unserer Ankunft kamen gefühlt hundert Menschen, die dort essen wollten. Kurzerhand wurden Tische und Stühle auf die Gasse gestellt und sie fanden alle Platz. Das fand ich typisch italienisch. Ansonsten blieb uns Neapel nicht sehr in Erinnerung.

Napoli Mitte
Napoli Mitte

Wir fahren nur Richtung Rom, eigentlich drumherum. Für unseren Flip und auch die kleine Achilles ist diese Stadt nichts. Ich war vor vielen Jahren in Rom. Um einen touristischen Besuch zu machen ist es eine tolle Stadt. Sie hat unsagbaren Flair. Doch auf unserer Heimreise von Griechenland lassen wir sie aus. Denn langsam bekommen wir Heimweh und wollen doch zügig nach Hause. Auf der Strecke finden wir in Saturnia eine tolle Therme, die schon von weitem zum Verweilen einlädt. Wir entschließen uns hier 2 Tage zu bleiben. Von einem Stellplatz, den man dort anfahren muss, sind es nur 15 Minuten zur erhofften großen Entspannung. Leider ist der Platz bei vielen bekannt und somit auch gut besucht.

Therme Saturnia
Saturnia

Bevor wir nach Siena kommen stehen wir noch eine Nacht in einer freien Gemeinde, Nomadelfia. Eine kleine Welt für sich. Hier sind viele Sportplätze und lauter kleine Häusschen auf einem riesigen Areal, und alle Straßen haben Namen wie: Jesusstrasse, Petrusgasse u.s.w. Diese Gemeinde ist eine Gemeinschaft katholischer Freiwilligen, die die evangelische Bruderschaft zur Grundlage seines Lebens gemacht haben. Die Menschen, ob alt oder jung sind erschreckend freundlich und fröhlich. Ein paar Kinder geben uns bereitwillig Auskunft und freuen sich tierisch beim Spielen mit Achilles. Wir stehen in der Nacht nahe bei ihrem kleinen Friedhof, der wie alles hier total gepflegt und sauber ist. Man merkt direkt, dass man in einer eigenen Welt ist.

Nomadelfia

Siena ist eine schöne Stadt mit vielen Überraschungsplätzen. Die Stadt ist sauber und hat ihren eigenen Baustil. Wir machen hier sehr viele Kilometer und sind abends fix und foxi.

Marktplatz Siena

Florenz besuchen wir nicht zum Sightseeing. Stefan sucht ein Modellbaugeschäft, dass es hier geben soll. Trotz allem kommen wir gleich am Anfang an einem tollen Aussichstspunkt an, wo auch Flip Platz findet.

Florenz

Beim Durchlaufen finden wir natürlich auch Sehenswertes, was Florenz ausmacht.

Strassengalerie
Florenz
Achilles bestaunt Florenz

Nur zur Anmerkung. Als wir das Modellbaugeschäft gefunden hatten, war der Laden geschlossen. Und zwar endgültig. Hatten wir so lange gebraucht? Aber auch ohne Modellbaugeschäft ist Florenz eine tolle Stadt.

Bologna liegt auf der Strecke und hat für uns ein schönes Industriemuseum. Dort dürfen wir auch über Nacht stehen, da wir unseren Besuch für den nächsten Tag angekündigt haben. Das Museum ist neu renoviert, klein aber sehr interessant. Italienische Motorräder, Autos, Schreib- und Druckmaschinen, Pastamaschinen, und vieles mehr. Außerdem liegt das Museum an einem kleinen Fluss, wo man sehr schön spazieren gehen kann.

nahe des Industriemuseums in Bologna
Nutrias

In Bologna sahen wir auch eine neue Art von Haussicherung, ob das gegen Umfallen hilft?

Schon ab Höhe Rom sieht Italien sauberer und schicker aus. So sind auch die Kreisel oft sehenswert.

Modena hat schöne bunte Häuser und für uns heute extra einen schönen Flohmarkt aufgebaut.

Flohmarkt in Modena

An Parma fahren wir vorbei, da wir auf Anhieb keinen Parmaschinkenverkauf sehen. Wir landen in Fontanellato. Dort ist Italiens größtes Labyrinth, dass wie sollte es anders sein, zu dieser Jahreszeit noch geschlossen ist. Dafür stehen wir hier idyllisch und am Abend lernen wir eine neuen Beruf kennen. Den des Vogelverscheuchers. Am Labyrinth flogen am Abend tausende Stare Richtung Hecken, um sich dort niederzulassen. Doch sie haben die Rechnung ohne den „Vogelverscheucher“ gemacht. Dieser legte sich ins Zeug und schlug laut und unermüdlich auf seinen Topfdeckel, um die lieben Vögel zu verjagen. Sachen gibt’s.

Außerdem gibt es hier auch lebendige Ampelmänner. Anstatt einer Baustellenampel steht auf jeder Seite jemand mit der Kelle und zeigt Rot oder Grün an. Doch schlecht, wenn der eine nicht ausgeschlafen hat und auch Grün zeigt, wie sein Kollege am anderen Ende der Baustelle.

Mailand liegt vor der Haustür und Stefan als Autofan will natürlich das Alfa-Romeo Museum in Arese besuchen. So machen Achilles und ich uns einen schönen, ruhigen Vormittag mit ausgedehntem Spaziergang, während Stefan aus dem Staunen nicht mehr rauskommt.

Stefan hat das Museum gut gefallen. Ein Renault-Fan begeistert sich auch für andere.

Am Comer See kamen wir auf der Heimreise vorbei. So schauten wir uns hier an, wo Reiche wohnen und Urlaub machen. Wobei das Wetter sehr bescheiden war, und eigentlich war es für uns auch nicht möglich in die Nähe des Wassers zu gelangen. Viele Wege sind Privat, oder gehören zu Bootclubs, Restaurants und ähnlichem. Na dann einfach mal so rumgelaufen und dem ganzen nichts abgewinnen, außer dass wir näher an zu Hause sind.

hier wohnt sicher ein armer Schlucker
Comer See

Als wir in Brindisi ankamen, waren wir nicht sehr erbaut von Italien. Dieser Teil war sehr schmutzig und die Menschen unserem armen Flip, der sich nicht immer auskannte, sehr zickig gegenüber. Nach Norden wurde es besser, ab Rom alles sehr schick und auch toleranter. Sicher wird es nicht das letze Mal Italien sein. Reiseberichte vieler Womofahrer erzählen sehr positiv über das Land. Vielleicht müssen wir uns mehr Zeit nehmen und nicht mit Heimweh durch das Land fahren. Durch die Schweiz ging es weiter nach Hause. Ohne an der Grenze angehalten zu werden, durften wir in die Schweiz einreisen. Sicher weil wir so ehrliche, freundliche Gesichter haben. Quer durch den Zipfel der Schweiz über das Kleinwalsertal nach Oberstdorf. Ein bekannter Skiort, der auch total eingeschneit ist. Mit Müh' und Not kommen wir dorthin. Auf einem sehr teuren Stellplatz verbringen wir eine Nacht und hoffen am nächsten Tag aus dieser Winterlandschaft, die sehr schön ist, wieder wegzukommen.

Oberstdorf im Kleinwalsertal

Das Hymer Museum stand schon lange auf unserer Liste der Besuche in unserem Land. So war unser nächstes Ziel Bad Waldsee um das Museum zu besuchen. Und man kann wirklich sagen, daß sich der Besuch gelohnt hat. Immer neue Ausstellungen lassen das Museum nicht langweilig werden. Alle ausgestellten Fahrzeuge kann man von innen und außen begutachten. Toll zu sehen wie sich diese ganze Szene verändert hat im Laufe der Jahre. Aber auch die Ideen, die seit 1971 in deren Reisemobile verwirklicht wurden, sind interessant.

Die restliche Heimfahrt füllten wir mit Besuchen von Freunden und Bekannten, über Sigmaringen, Balingen, Gaggenau und landeten am letzen Abend von dem endgültigen Nachhausekommen in Bottenbach bei Zweibrücken. Im dortigen Schnapskeller verbrachten wir einen lustigen Abend mit den Dorfbewohnern, gutem Steak und leicht laufenden Schnäpsen. Einer der Dorfbewohner spielte an diesem Abend zusammen mit seinem ca. 10 Jahre alten Sohn auf der Geige lustige Lieder. Mit leichten Kopfschmerzen fuhren wir am Morgen nach ca. 7 Monaten zurück zur Familie, die sich wirklich richtig freute uns wieder zu haben.

Griechenland hat in unserem Herzen einen großen Platz eingenommen. Auch der Weg bis in dieses Land war voll mit tollen Menschen und Eindrücken. Es muss einfach wieder als Reiseland auf unsere Liste.

Ein Gedanke zu „Heimfahrt von Igouminitsa über Italien in die Heimat

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert