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Unsere Reise auf der Seidenstraße hat uns viele wunderbare Momente beschert. Neben tollen Landschaften und beeindruckender Kultur waren die Menschen, denen wir begegneten, das berühmte "Salz in der Suppe".
Sie haben die Reise zu dem tollen Erlebnis gemacht, das es für uns war. Ihnen allen ist dieses kurze Video gewidmet.
Besonders erwähnen möchten wir Andrea und Achim, sowie Christina und Sebastian mit Antonia, mit denen wir jeweils länger gemeinsam gereist sind.

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Über die Pistenverhältnisse in der Mongolei habe ich ja schon das ein oder andere Wort verloren. Das solche Strapazen nicht unbedingt spurlos am Material (sprich den Fahrzeugen) vorbeigeht, ist nicht unbedingt verwunderlich. Natürlich haben dazu sicher auch die vielen tausend Kilometer teils übelster Pisten in Zentralasien beigetragen. Und so hat es uns und unsere Mitreisenden in der Mongolei auch erwischt...


Gebrochene Feder an der Hinterachse
Gebrochene Feder an der Hinterachse


Eines schönen Tages in der Mittagspause fiel auf, dass Sebastian konzentiert unter sein Auto starrte und ihm die Freude etwas aus dem Gesicht gewichen war. Was hatte er entdeckt? Nun, ihm war beim Fahren aufgefallen, dass das Fahrerhaus seines Steyr sich seitlich deutlich mehr bewegte als üblich. Die Ursache dafür war dann bei der Kontrolle schnell gefunden: Die Führung, die die seitliche Bewegung des Fahrerhauses einschränkt war abgebrochen und verloren gegangen. Doch das war nur das eine. Beim Suchen dieser Ursache fiel auf, dass die vordere Quertraverse, die den Wohnaufbau trägt, komplett vom Längsrahmen abgerissen war. Das heißt der gesamte Wohnaufbau war nur noch am hinteren Ende mit dem Fahrzeugrahmen verbunden. Wäre dies unbemerkt geblieben, wäre das Herabstürzen des Wohnkoffers vom Fahrzeug ein durchaus realistisches Szenario gewesen. Hier bestand also dringendst Handlungsbedarf. Aber wir standen ja mal wieder am A... der Welt. Es musste also eine Lösung her, um wenigstens bis zum nächsten Dorf zu fahren, in der Hoffnung, dort einen Schweißer zu finden. Das Provisorium bestand - wie so oft - aus starken Spanngurten, mit denen wir versuchen wollten, die Quertraverse an den Fahrzeugrahmen zu zwingen. Während wir noch dabei waren, die Gurte anzulegen, hörte ich von unserem Fahrzeug die nicht ganz entspannte Stimme der besten Ehefrau von allen: "Das hier sieht aber auch nicht richtig aus. Da ist was gebrochen. Und da auch." Flux war ich - trotz meiner Körperfülle behende wie ein Reh - auf allen Vieren unter unserem Auto und sah die Bescherung. An beiden Federpaketen der Hinterachse war eine Federlage gebrochen, glücklicherweise nicht die Führungslagen, aber doch die Lage, die mit Klammern die Pakete zusammenhält. Schöne Scheiße. Nachdem also die Gurte am Steyr angelegt waren, machte ich mich daran, die Klammern der abgebrochenen Federstücke zu öffnen und die Bruchstücke zu entfernen. Im Schneckentempo fuhren dann die beiden Fahrzeuge, humpelnd wie zwei alte Kriegsversehrte hintereinander her. Nach etwa 40km erreichten wir ein Dorf und machten uns dort auf die Suche nach jemanden, der ein Schweißgerät sein eigen nennt.

...weiterlesen "Mongolei – Materialschlacht und Reparaturen im Off"

Heute soll es mal um profane Dinge gehen. Nicht um Wasser lassen, aber um Wasser fassen. Und das soll man nicht lassen. Alles klar?

Eine immer wiederkehrende Aufgabe bei unseren Reisen ist es, Wasser für unsere Wassertanks aufzutreiben. Wir waschen damit. Uns, unser Geschirr und unsere Kleider. Kochen Kaffee, kochen Essen und trinken es. Natürlich ordentlich gefiltert, damit uns möglichst nicht der "flotte Reise-Otto" befällt.

Wasser fassen wir dabei aus allerlei (Achtung: Wortspiel!) "Quellen": Wasserhähne an Tankstellen, Brunnen, Bachläufe, Viehtränken und auch mal aus dem Wasserhahn eines Toilettenhäuschens. Am liebsten sind uns allerdings öffentliche Wasserpumpen in Dörfern. Warum? Nun, meist gibt es da was zu erleben. Oft versammelt sich in kurzer Zeit das halbe Dorf um unser Auto, um uns seltsame fremde Menschen, die da so unverhofft vorbeigekommen sind, zu betrachten. In der Mongolei hatten wir zweimal das Vergnügen (meist reichen uns unsere Wasservorräte für etwas mehr als 2 Wochen). Zunächst einmal noch relativ weit im Westen in einem kleinen Dorf, wo es eine öffentliche Wasserstelle gab, aus der das Wasser fröhlich sprudelte. Was überlief ging gleich in die Rindertränke über.


Öffentliche Wasserstelle mitten im Dorf. Alle holen hier ihr Wasser. Sebastian wartet mit seiner Gießkanne geduldig.
Öffentliche Wasserstelle mitten im Dorf. Alle holen hier ihr Wasser. Sebastian wartet mit seiner Gießkanne geduldig.

...weiterlesen "Mongolei – Wasser fassen. Nur nicht lassen!"

​Die Mongolei. Traumziel vieler Offroad-Reisender. Warum? Nun dafür gibt es wohl vor allem einen Grund. Dieses riesige Land ist kaum besiedelt und bietet somit dem Reisenden viel weites, unbebautes Land. Grandiose Landschaften, die nicht oder kaum durch Straßen, Zäune oder Hochspannungsleitungen "verschandelt" sind. Von wenigen Städten und Dörfern abgesehen, ist man meistens mit sich und der Natur allein. Wobei das so ganz auch nicht stimmt, meist findet das Auge irgendwo im Umkreis eine Jurte. Nach wie vor lebt ein Großteil der Bevölkerung nomadisch und zieht mit ihren Jurten und Sack und Pack übers Land.
Groß ist das Land. Mehr als viermal so groß wie Deutschland. Aber es leben nur 3,2 Mio. Menschen hier. Und davon fast die Hälfte in der Hauptstadt. Schon immer war die Mongolei von Viehzucht treibenden Nomaden besiedelt. Noch heute leben etwa 40% der Mongolen ganzjährig nomadisch, d. h. sie bleiben mit ihrer Jurte ein paar Wochen an einer Stelle. Wenn die Tiere die Umgebung abgegrast haben, geht es mit Sack und Pack weiter.

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Mongolische Jurten. Davor geparkt die fast unersetzlichen Pferde. Fast. Man sieht immer mehr Moppeds.


Geografisch geht im Norden die russische Taiga in weite Steppe über die Richtung Süden dann immer trockner zur Wüste Gobi wird - eine der lebensfeindlichsten Wüsten der Welt. Das Leben ist hart, das Klima extrem. Im Sommer wird es in der Wüste Gobi bis zu 50°C heiß und im Winter sind -40°C keine Ausnahme. In Ulaangom, einer Stadt im Nordwesten, die wir besucht haben, wird es regelmäßig -48°C und kälter. Die Sommer sind kurz. Um unseren Reiseführer zu zitieren: "Die Nachttemperaturen fallen im Juli selten unter 0°C, auch wenn lokale Besonderheiten zu Ausnahmen führen. Nachtfröste können im Norden und Westen noch im Juni und wieder im August regelmäßig vorkommen." Na, da will man doch hin... 😉

...weiterlesen "Mongolei – Land der Jurten und Nomaden"

Das "Ziel" des Hinwegs unser Reise war die Mongolei. Wobei der Ausdruck Ziel natürlich völlig fehl am Platze ist, ist für den Fahrzeugreisenden doch wirklich der "Weg das Ziel", um diesen abgedroschenen Spruch mal wieder aufzuwärmen. Und doch klingt "Mongolei" süß in den Ohren der Fernreisenden. Warum? Nun dafür gibt es wohl vor allem einen Grund. Dieses riesige Land ist kaum besiedelt und bietet somit dem Reisenden viel weites, unbebautes Land. Grandiose Landschaften, die nicht durch Straßen, Zäune oder Hochspannungsleitungen "verschandelt" sind. Von wenigen Städten und Dörfern abgesehen, ist man meistens mit sich und der Natur allein. Wobei das so ganz auch nicht stimmt, meist findet das Auge irgendwo im Umkreis eine Jurte. Nach wie vor lebt ein Großteil der Bevölkerung nomadisch und zieht mit ihren Jurten und Sack und Pack übers Land.


Es werden noch weitere Beiträge folgen, also lassen wir es für diesen Beitrag mit dem Geschreibsel. Die folgenden Bilder geben hoffentlich einen Eindruck davon, an was sich unsere Augen täglich erfreuten...


...weiterlesen "Mongolei – Grandiose Landschaften"

Karte Reiseüberblick Planung Zentralasien-Tour 2016/2017
© mapz.com – Map Data: OpenStreetMap ODbL. www.mapz.com

Seidenstraße - Mongolei - Sibirien

Geplante Reiseroute: Saarland, Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Russland, Mongolei, Russland, (Kasachstan, Russland,) Georgien, Aserbaidschan, Armenien, Türkei, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Österreich, Deutschland, Saarland


"ufftour" in Zentralasien 2016/2017

Die Saarbrücker Zeitung berichtet über unsere Reise

Auf ins Unbekannte


Istanbul - Metropole am Bosporus

Hochzeit an der Schwarzmeerküste und Asphaltfräsen mal anders

Durchs wilde Nordostanatolien


Iran: Einreise, Tabriz und Gastfreundschaft

Iran: Der Nordwesten, Provinz Aserbaidschan

Iran: Von Tehran über die Seidenstraße nach Osten

Iran: Da bleibt einem doch die Luft weg...

Iran: Von Damghan nach Süden durch die Wüste Dasht-e-Kavier

Iran: Isfahan - eine Stadt, die eine Reise wert ist

Iran: Eine Nuss, ein Zahn, ein Problem und die wundersame Lösung

Iran: Yazd, Küstenstadt mit coolem Wassermanagement

Iran: Von Kerman durch den Glutofen der Wüste Lut

Iran: Mashhad – die heilige Stadt und das Imam-Reza-Heiligtum

Iran: Im Hirtendorf


Turkmenistan – skurriles Land und Disneyland als Hauptstadt

Turkmenistan - Feuerkrater Darwaza

Turkmenistan/Usbekistan: Oase Choresm – Konya Urgench und Chiwa


Usbekistan: Buchara und Samarkand - Königinnen der Seidenstraße


Tadschikistan - Von altem Sowjet-Charme, nervigen Polizeikontrollen, einem Sträfling und einem radioaktiven See

Tadschikistan – Durch die Berge im Norden

Tadschikistan – Von Duschanbe zum Pamir

Tadschikistan – Wo das Pamirgebirge am einsamsten ist

Tadschikistan – Wer nicht schauen will, muss schaufeln…


Tadschikistan/Kirgistan - Über das Dach der Welt ins Land der Pferde

Kirgistan – In der Brücke eine Lücke (also eher mehrere…)

Kirgistan – Das kirgisische Meer in den Bergen, Märchenfelsen und Werkstattbesuche die Spaß machen


Kasachstan – Unendliche Weiten, aber was soll ich schreiben?


Russland – Durchs russische Altai Richtung Mongolei, Werkstatt-Zwischenstop inclusive


Mongolei - Grandiose Landschaften

Mongolei - Land der Jurten und Nomaden

Mongolei - Wasser fassen. Nur nicht lassen!

Mongolei - Materialschlacht und Reparaturen im Off


Russland - Traumziel Baikalsee


Begegnungen auf der Seidenstraße

Fazit der Reise entlang der Seidenstraße, Zahlenspiele

 

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Seidenstraße - Mongolei - Sibirien - Kaukasus

Anfang April geht es (endlich) los. Wir starten mit unserem "Schneggsche" zu einer Zentralasien-Reise. Die Vorarbeiten kommen langsam zu einem Ende und nun freuen wir uns auf freundliche Menschen, beeindruckende Landschaften, Natur und Kultur.

Karte Reiseüberblick Planung Zentralasien-Tour 2016/2017
© mapz.com – Map Data: OpenStreetMap ODbL. www.mapz.com

2016 wollen wir über die Seidenstraße bis in die Mongolei fahren. Unser Weg wird uns durch Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan und Russland führen. Ende Sommer werden wir die Mongolei erreichen und dort deren Westen bereisen. In der Hauptstadt Ulan Bator wollen wir eine Unterstellmöglichkeit für den Winter für unser "Schneggsche" suchen und über Winter per Flieger nach Hause zurückkehren. Mehrere Monate mit -30° bis -40°C wollten wir uns dann doch nicht zumuten.  😉

Im Frühjahr 2017 werden wir dann den Süden und Osten der Mongolei bereisen und danach nach Russland zum Baikalsee fahren. Durch Sibirien geht es dann wieder gen Westen bis zur Wolga, evtl. mit einem Abstecher nach Kasachstan. Durch den Kaukasus (Georgien, Aserbaidschan, Armenien) werden wir die Türkei erreichen, die wir dann ausführlicher bereisen möchten, als es auf dem Hinweg aus Zeitgründen möglich ist. Danach geht es wieder zurück.