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Wüsten und Halbwüsten verortet man gewöhnlich nach Afrika, Asien oder Amerika. Doch auch Europa beheimatet - zugegeben kleine - Gebiete, auf die die Definition "Wüste/Halbwüste" zutrifft. Wir haben die "Bardenas Reales" besucht, eine Halbwüste im Norden Spaniens.

Erstmals "Wüstenfeeling" für unser neues Schneggsche.

Der Nationalpark liegt unweit von Pamplona in südöstlicher Richtung und unterteilt sich in drei Hauptzonen: Bardena Bianca, Bardena Negra und das Plano. Im Nationalpark gibt es für Wanderer und Radfahrer ein Geflecht von Wegen, eine Handvoll davon darf auch mit dem Auto befahren werden.

...weiterlesen "Bardenas Reales – Halbwüste mitten in Europa"

Gemütlich überqueren wir den Pass "Port de la Bonaigua" in den spanischen Pyrenäen. Auf der Talfahrt sehen wir von Weitem wie große Vögel im Sturzflug im Steilhang neben der Fahrbahn niedergehen. Geier! Etwa 50 machen sich über dort liegende Kadaver her. Ein irres Schauspiel. Von der höher gelegenen Strasse haben wir beste Aussicht auf das Treiben.

Mahlzeit. Geier beim Mittagsmahl.
...weiterlesen "Unter Geiern (eigentlich über Geiern)"

Schon immer waren die Menschen bestrebt, dem Staat nicht zu viel Abgaben leisten zu müssen. In Grenzgebieten waren daher zu allen Zeiten Schmuggler aktiv. So auch zwischen Andorra und Spanien.

Der "Schmugglerpfad". Wo ist das Auto?
...weiterlesen "Auf dem „Schmugglerpfad“ von Andorra nach Spanien"

schön sieht er aus

Das war eine lange Geburt. Vom provisorischen Aufsatz (Wohnwagen) bis zum endgültigen Aufbau dauerte es richtig lange. Niemand glaubte mehr daran das der Wohnwagen auf dem LKW irgendwann weichen würde.

...weiterlesen "Flip auf Probefahrt mit neuer Kabine"

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Die interessanten Dinge findet man oft durch Zufall, z. B. beim Suchen eines ruhigen Übernachtungsplatzes...

Überreste einer Kupferaufbereitungsanlage im Norden Norwegens

Im Norden Norwegens ist man unweigerlich auf der Europastraße 6 unterwegs, es gibt schlichtweg keine andere. Diese Straße ist zwar sehr viel schöner, als die meisten anderen Straßen dieses Planeten, aber zum Übernachten muss man doch etwas davon weg. Das ist jedoch häufig nicht so einfach. Die Fjordlandschaft hier ist schroff und steil. An den meisten Stellen bleibt nur ein schmaler Streifen am Wasser, bevor es hunderte von Metern steil nach oben geht. Die Küste hier ist so anders, als man sich gemeinhin eine Meeresküste vorstellt. Von dem schmalen Küstenstreifen weg kommt man manchmal in Flußtälern, dort in der Regel aber auch nur für wenige Kilometer.

...weiterlesen "Von Samen, Kupfer und Wasser"

Nun sind wir wieder ein paar Wochen zurück in der "Heimat" und bemühen uns, uns wieder einzuleben. Wir haben die vielen Eindrücke, die uns diese Reise beschert hat, sacken lassen und natürlich in allerlei Erzählungen vieles "nochmal durchlebt".

Oft wurden wir die typischen Fragen nach einer Reise gefragt: "War es schön?" (Was will man da antworten ausser "Ja") oder - mit etwas mehr Interesse - "Wo hat es Euch am besten gefallen?". Diese Frage ist schon sehr viel schwerer zu beantworten. Dazu waren die vielen Länder und Regionen, die wir durchreist haben, einfach zu unterschiedlich. Kann man die Kultur im alten Persien, die schroffe Bergwelt des Pamir und die unendlichen Weiten der Mongolei miteinander vergleichen? Wir meinen nein. Jedes Land, jede Region hatte ihre Reize und ihre Schönheit. Der "kulturlastige" Teil der Reise an der alten Seidenstraße, hatte einen völlig anderen Charakter, als der Teil vom Pamirgebirge bis zur Mongolei und dem Baikalsee, der mehr von Natur und Landschaft dominiert wurde. Aber gerade diese Unterschiede machen für uns eine Reise aus. Und so bot uns diese Tour viele, viele schöne Momente und Höhepunkte. Es hat sich mehr als gelohnt.

...weiterlesen "Fazit der Reise entlang der Seidenstraße, Zahlenspiele"

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Unsere Reise auf der Seidenstraße hat uns viele wunderbare Momente beschert. Neben tollen Landschaften und beeindruckender Kultur waren die Menschen, denen wir begegneten, das berühmte "Salz in der Suppe".
Sie haben die Reise zu dem tollen Erlebnis gemacht, das es für uns war. Ihnen allen ist dieses kurze Video gewidmet.
Besonders erwähnen möchten wir Andrea und Achim, sowie Christina und Sebastian mit Antonia, mit denen wir jeweils länger gemeinsam gereist sind.

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Es gibt Reiseziele, die süß klingen im Ohr des Fernreisenden. Marrakesch zum Beispiel (auch wenn uns das damals doch eher enttäuscht hatte) oder Timbuktu oder der Titicacasee. Und eben der Baikalsee – das sibirische Meer.

Der Baikal ist ein See der Superlative. Mit 1642m ist er der tiefste See der Erde und mit einem Alter von über 25 Mio. Jahren auch der Älteste. Er bildet das mit Abstand größte Süßwasserreservoir der Erde: Rund ein Fünftel des weltweit vorkommenden Süßwassers befindet sich hier. Mehr Wasser, als in der Ostsee und fast 500 Mal soviel wie im Bodensee. Diese Größenordnung ist kaum vorstellbar, aber vielleicht hilft dies: Der Baikal hat einen Abfluss, die Angara. Die Abflussmenge aus dem See ist in etwa so hoch, wie die Abflussmenge des Rheins kurz vor seiner Mündung (also incl. aller Nebenflüsse). Wenn nun dem Baikalsee keinerlei Wasser mehr zufließen würde (kein Regen, kein Quellwasser, kein Tropfen mehr aus den Zuflüssen), würde die Angara noch mit gleicher Abflussmenge 400 Jahre weiterfließen, bis der See leer wäre. Unvorstellbar.

Aber vor allem, ist der Baikal unheimlich schön. Tiefblaues sauberes Wasser. Umrandet von Wald. Viele seiner über 2000km Uferlänge sind praktisch nicht zugänglich.


Baikalsee. Irgendwo am Südufer.
Baikalsee. Irgendwo am Südufer.

...weiterlesen "Russland – Traumziel Baikalsee"

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Über die Pistenverhältnisse in der Mongolei habe ich ja schon das ein oder andere Wort verloren. Das solche Strapazen nicht unbedingt spurlos am Material (sprich den Fahrzeugen) vorbeigeht, ist nicht unbedingt verwunderlich. Natürlich haben dazu sicher auch die vielen tausend Kilometer teils übelster Pisten in Zentralasien beigetragen. Und so hat es uns und unsere Mitreisenden in der Mongolei auch erwischt...


Gebrochene Feder an der Hinterachse
Gebrochene Feder an der Hinterachse


Eines schönen Tages in der Mittagspause fiel auf, dass Sebastian konzentiert unter sein Auto starrte und ihm die Freude etwas aus dem Gesicht gewichen war. Was hatte er entdeckt? Nun, ihm war beim Fahren aufgefallen, dass das Fahrerhaus seines Steyr sich seitlich deutlich mehr bewegte als üblich. Die Ursache dafür war dann bei der Kontrolle schnell gefunden: Die Führung, die die seitliche Bewegung des Fahrerhauses einschränkt war abgebrochen und verloren gegangen. Doch das war nur das eine. Beim Suchen dieser Ursache fiel auf, dass die vordere Quertraverse, die den Wohnaufbau trägt, komplett vom Längsrahmen abgerissen war. Das heißt der gesamte Wohnaufbau war nur noch am hinteren Ende mit dem Fahrzeugrahmen verbunden. Wäre dies unbemerkt geblieben, wäre das Herabstürzen des Wohnkoffers vom Fahrzeug ein durchaus realistisches Szenario gewesen. Hier bestand also dringendst Handlungsbedarf. Aber wir standen ja mal wieder am A... der Welt. Es musste also eine Lösung her, um wenigstens bis zum nächsten Dorf zu fahren, in der Hoffnung, dort einen Schweißer zu finden. Das Provisorium bestand - wie so oft - aus starken Spanngurten, mit denen wir versuchen wollten, die Quertraverse an den Fahrzeugrahmen zu zwingen. Während wir noch dabei waren, die Gurte anzulegen, hörte ich von unserem Fahrzeug die nicht ganz entspannte Stimme der besten Ehefrau von allen: "Das hier sieht aber auch nicht richtig aus. Da ist was gebrochen. Und da auch." Flux war ich - trotz meiner Körperfülle behende wie ein Reh - auf allen Vieren unter unserem Auto und sah die Bescherung. An beiden Federpaketen der Hinterachse war eine Federlage gebrochen, glücklicherweise nicht die Führungslagen, aber doch die Lage, die mit Klammern die Pakete zusammenhält. Schöne Scheiße. Nachdem also die Gurte am Steyr angelegt waren, machte ich mich daran, die Klammern der abgebrochenen Federstücke zu öffnen und die Bruchstücke zu entfernen. Im Schneckentempo fuhren dann die beiden Fahrzeuge, humpelnd wie zwei alte Kriegsversehrte hintereinander her. Nach etwa 40km erreichten wir ein Dorf und machten uns dort auf die Suche nach jemanden, der ein Schweißgerät sein eigen nennt.

...weiterlesen "Mongolei – Materialschlacht und Reparaturen im Off"

Heute soll es mal um profane Dinge gehen. Nicht um Wasser lassen, aber um Wasser fassen. Und das soll man nicht lassen. Alles klar?

Eine immer wiederkehrende Aufgabe bei unseren Reisen ist es, Wasser für unsere Wassertanks aufzutreiben. Wir waschen damit. Uns, unser Geschirr und unsere Kleider. Kochen Kaffee, kochen Essen und trinken es. Natürlich ordentlich gefiltert, damit uns möglichst nicht der "flotte Reise-Otto" befällt.

Wasser fassen wir dabei aus allerlei (Achtung: Wortspiel!) "Quellen": Wasserhähne an Tankstellen, Brunnen, Bachläufe, Viehtränken und auch mal aus dem Wasserhahn eines Toilettenhäuschens. Am liebsten sind uns allerdings öffentliche Wasserpumpen in Dörfern. Warum? Nun, meist gibt es da was zu erleben. Oft versammelt sich in kurzer Zeit das halbe Dorf um unser Auto, um uns seltsame fremde Menschen, die da so unverhofft vorbeigekommen sind, zu betrachten. In der Mongolei hatten wir zweimal das Vergnügen (meist reichen uns unsere Wasservorräte für etwas mehr als 2 Wochen). Zunächst einmal noch relativ weit im Westen in einem kleinen Dorf, wo es eine öffentliche Wasserstelle gab, aus der das Wasser fröhlich sprudelte. Was überlief ging gleich in die Rindertränke über.


Öffentliche Wasserstelle mitten im Dorf. Alle holen hier ihr Wasser. Sebastian wartet mit seiner Gießkanne geduldig.
Öffentliche Wasserstelle mitten im Dorf. Alle holen hier ihr Wasser. Sebastian wartet mit seiner Gießkanne geduldig.

...weiterlesen "Mongolei – Wasser fassen. Nur nicht lassen!"