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Germil – kleines Bergdorf im Nordosten Portugals

Der Nordosten Portugals bietet wunderschöne Gebirgslandschaften. Hier liegt auch der einzige Nationalpark des Landes, der "Parque Nacional da Peneda-Gerês". Da wir uns gerne in der Natur aufhalten, war dieser natürlich auch ein Ziel unserer Tour. Und so tuckern wir gemütlich durch die schöne Gegend, auf der ausgesuchten Strecke liegt auch das Dorf Germil. Die Anfahrt dorthin führt über eine schmale Bergstraße und bietet schöne Ausblicke. Doch wir sollten später merken, dass ein Auto in der Größe unseres "Schneggsche" doch eher ungeeignet für diesen Ort ist…

Die Hauptstraße von Germil ist von Weinreben überwachsen.

Das Dorf besteht aus einer "Hauptstraße" und davon abgehenden Gässchen, die nur zu Fuß begannen werden können. Die Leute, die wir sehen und treffen, sind alle schon älter. Die Jungen zieht es in die Städte. Obwohl wir plötzlich mit unserem großen Auto mitten im Dorf stehen, motzt keiner. Im Gegenteil, man ermuntert uns weiter zu fahren. "Das wird schon passen." Oma und Opa winken mit ein. Alles wird gut. Nachdem wir unser Auto hinter dem Dorf geparkt haben, können wir gemütlich durch die Gassen streifen und die Ruhe geniesen.

Ganz schön eng für unser "Schneggsche".

Die Häuser sind aus Bruchsteinen gebaut, die typische Bauweise hier.

Nicht alle Häuser sind mehr bewohnt.

Für die Region typisch sind diese Getreide- und Gemüsespeicher. Auf Stelzen und überstehenden Platten ist der Inhalt vor Mäusen & Co. geschützt und die luftige Lagerung verhindert Schimmel und Fäulnis. Ähnliche Bauten kennen wir aus Rumänien, dort sind sie aber in der Regel aus Holz gebaut.
Wir wandern bergauf etwas aus dem Dorf hinaus, dort gibt es einen schönen Wasserfall, an dem wir Mittagsrast machen wollen.

Nun Ende des Sommers ist hier natürlich wenig Wasser. Im Frühjahr und Anfang des Sommers kann man hier in natürlichen Staubecken auch baden.

Nicht nur wir machen es uns gemütlich, auch dieses Smaragdeidechsen-Männchen genießt die Sonne. Es handelt sich hierbei um eine "Iberische Smaragdeidechse" (Lacerta schreiberi)

Zurück im Dorf kommen wir noch an diesem Wasserbecken vorbei. Dieses wurde im hier trockenen Sommer immer am frühen Morgen und am späten Nachmittag gefüllt und Mensch und Tier wurden daraus versorgt. Tagsüber lies man das Wasser der Quelle durchlaufen, damit sich in der prallen Sonne nicht Algen und Keime vermehren konnten.

Ein paar Meter weiter, wo die Straße den Ort verlässt, kaum sichtbar in einem Graben, liegt eine kleine alte Wassermühle.

Ein schönes kleines Dorf. Ein Besuch lohnt sich durchaus.


Aus Bildern unserer Dash-Cam und ein paar Fotos, die Heike während dem Einwinken gemacht hat, haben wir mal einen kleinen Film zusammengeschnitten (4:50 min). Hauptproblem bei der Durchfahrt war ein kleiner, zu niedriger Balkon in einer leichten Linkskurve.

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