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Rumänien/Karpaten

So., 06.07.08

Heute ist kein guter Tag. Zunächst tanken wir in Huedin und fahren weit über Land Richtung Baia Mare. Unterwegs merken wir, dass die Bordbattereien nicht von der Lichtmaschine geladen werden. Ein kurzer Check bringt kein Ergebnis. Oberhalb von Baia Mare gibt es einen See, den wir ansteuern. Allerdings lernen wir einen neuen Merksatz für Rumänien: "Am Wochenende ist jeder anfahrbare Platz von Rumänen belegt." Anders als die Deutschen sitzen diese am Wochenende wohl nicht vor dem Fernseher, sondern fahren in die Natur. Dort sitzt man, grillt, angelt, trinkt und plaudert. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die Suche nach einem Lagerplatz. Selbst hoch in den Bergen oberhalb von Baia Mare Richtung Ukraine ist jeder Platz belegt. Mehrmals fahren wir die Wege ab und erst spät, als die Rumänen langsam aufbrechen, finden wir einen Platz. Wir fahren einen kurzen Abhang Richtung Bach hinunter. Der Platz ist mir aber zu nah an der Straße. Zunächst erkunde ich zu Fuß den weiteren Weg zum Bach. Dort gefällt es mir besser. Das dazwischenliegende sumpfige Stück begutachte ich fachmännisch mit meiner hohen Kompetenz im Bereich Offroadfahren und entschließe mich durch zu fahren. Wir kommen ungefähr 3 m weit. Dann ist Ende. Alle 4 Räder drehen durch (trotz vorderer und hinterer Differentialsperre). Eine rund zweistündige Bergeaktion beginnt. Zunächst versuchen wir, unter den Hinterrädern frei zu graben (mit der bekannten Sch...schippe) und Steine unterzulegen. Auch das bringt keine Besserung. Also Highlift ausgepackt und zunächst mal 20 Minuten versucht herauszufinden, wie die Umschaltung funktioniert. Dann den Wagen hinten aufgebockt und dicke Äste untergelegt. Auch das hilft nicht. Das Auto sitzt vorne zu tief fest, die hinteren Räder drehen auf dem Holz durch. Auch das Luftablassen aus den Reifen hilft nicht. Ebenso wenig das Unterlegen der Fußmatten. Da es langsam dunkel wird, entschließen wir uns, im nächsten Dorf Hilfe zu holen. An der Straße halten wir ein Auto an (eines der letzten, die noch vom Bergpass herunter kommen). Ich fahre mit den drei Rumänen ins Dorf, Heike und Katharina bleiben beim Auto. Im Dorf finde ich schließlich nach mehreren Versuchen und mit tatkräftiger Unterstützung "meiner 3 Rumänen" jemanden mit Traktor. Der freundliche Bauer und sein Sohn fahren mit mir zurück. Mittlerweile ist es dunkel. Mit dem Traktor ist der Toyo schnell aus dem Morast gezogen. Wir bedanken uns bei unseren Helfern (auch mit 25 Lei) und fahren mit platten Reifen ein paar Meter weiter zu einem nun freien Platz direkt an einem Bach, aber auch direkt an der Straße. Abendessen fällt aus, wir legen uns gleich schlafen.

Bergeaktion
Bergeaktion

Wir lernen:

  • Eine Seilwinde vorne am Auto ist meist nutzlos, hilft höchstens den anderen.
  • Die vielzitierte "Sch...schipp" ist auch nur dafür zu verwenden, zum Graben im Morast ist sie zu schwach.
  • All-Terrain-Reifen kann man im Schlamm vergessen.
  • Wenn man schon einen Highlift (Jackall) hat, sollte man ihn auch bedienen können (spart 20 Minuten)
  • Am besten befährt man solche Stellen nicht, oder rückwärts, damit man sich mit der vorderen Winde selbst herausziehen kann.
  • Ein Himmelreich für einen Greifzug.

2 Gedanken zu „Rumänien/Karpaten

  1. AvatarEbsEls

    Hallo zusammen,
    geg.: 1. Tag der Auswertung: 27.07.08
    heute 16.12.08
    Anzahl der Bilder 2600
    ges.: Anzahl der Bilder, die pro verstrichenem Tag beurteilt werden hätten können
    Ergebnis: 18,30985915

    Viele Grüße aus Thüringen, von Einem, der schon ganz lange gespannt auf Eure Bilder ist.

  2. Avataradmin

    Hallo Eberhard,

    hast ja Recht, Schande über mich. Aber ich habe im letzten halben Jahr kaum Zeit gefunden. Bin aber dran. Der Bildervortrag ist fast fertig und dann kommt der Bericht auf die Webseite...
    Gruß Markus

Kommentare sind geschlossen.