Allgemein

Übervolles Haus beim Bildervortrag im Rathaus Friedrichsthal

Am 1. Februar hatten wir Gelegenheit im Rathaus Friedrichsthal mit einem Bildervortrag über unsere Reise entlang der Seidenstraße zu berichten. Die Stadtverwaltung hatte uns freundlicherweise den Rathaussaal zur Verfügung gestellt. Schon frühzeitig trafen die ersten Besucher ein und ließen unsere Bedenken, daß der Saal zu groß sein könnte, schnell schwinden. Bereits eine halbe Stunde vor Beginn waren alle Sitzplätze belegt und es mussten zusätzliche Stühle herangeschafft werden. Trotzdem mussten viele der 177 Besucher mit dem Fußboden Vorlieb nehmen oder den Vortrag im Stehen anschauen.
Uns hat der Abend bei dem aufmerksamen Publikum viel Spaß gemacht. Wir hoffen, dass das umgekehrt auch so war. Zumindest scheint niemand eingeschlafen zu sein… 😉

Vielen Dank an die fleißigen Helfer der Stadtverwaltung, allen Zuschauern für die Aufmerksamkeit und den Applaus und natürlich auch für die Spenden bei der Hutsammlung, die es uns erneut ermöglichen, armen und behinderten Kindern in Rumänien zu helfen.

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Iran: Yazd, Wüstenstadt mit coolem Wassermanagement

Über die alte Karawanenroute wollen wir von Isfahan aus Yazd erreichen. Yazd ist die wohl bekannteste Wüstenstadt im Iran. Natürlich gibt es auch eine gut ausgebaute Straße dorthin, aber von diesen sind wir die ganze Zeit schon viel zu viele gefahren. Gar nicht unser Geschmack, aber die weiten Entfernungen im Iran lassen es nicht anders zu. Aber diesmal wollen wir den alten Karawanenweg nehmen, eine Wüstenpiste, an der es noch eine einsame, gut erhaltene Karawanserei geben soll. So ist es auch und als wir sie von Weitem erblicken, wird klar, dass wir hier die Nacht verbringen müssen.

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Die Karawanserei im Abendlicht…

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Iran: Da bleibt einem doch die Luft weg

Das Leben des Landfahrers ist schön. Gemütlich tuckern wir in langsamer Geschwindigkeit, mehr wäre mit unserem „Schneggsche“ in dieser bergigen Landschaft auch nicht möglich, durch die schöne Bergwelt nördlich der Hauptroute der Seidenstraße. Das heutige Ziel sind die Sinterterrassen Badab-e-Surt. Die Augen schweifen umher, genießen den Anblick der farbigen Berge. Nur ab und an schweift der Blick auf die Temperaturanzeige des LKW, bewegt sich die Nadel doch sehr dicht am roten Bereich. Unser „Schneggsche“ muss viel arbeiten um die über 8 Tonnen Reisegewicht hier die Berge hoch zu schleppen. Die Sorgenfalten werden tiefer, als die Nadel sich dann engültig im roten Bereich festsetzt, kein Wunder bei über 30° Außentemperatur trotz mehr als 2300m Höhe. Mal wieder den Blick über die Landschaft schweifen lassen. Dann reißt uns ein gemeines, lautes, platzendes Geräusch zurück in die Realität. Mein erster Gedanke: Ein Schlauch des Kühlsystems ist geplatzt. Doch wieso steht der Druckanzeiger des einen Bremskreises (LKWs haben Druckluftbremsen) auf Null!?!?! Als ich Anhalten will und dazu die Bremse betätige, passiert nicht wirklich viel.

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Das corpus delicti. Zum Glück war es nichts Schlimmeres.

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Iran: Von Tehran auf der Seidenstraße nach Osten

Nun sind wir endlich auf der Hauptroute der Seidenstraße angekommen.

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Man darf sich die Seidenstraße nicht im wörtlichen Sinne als eine Straße vorstellen. Vielmehr war es ein Netz von Handelsrouten, auf denen Handelswaren aus dem Osten, in erster Linie China, in die reichen Städte am Mittelmeer transportiert wurden. Die Ware wurde auch nicht von einem „Spediteur“ den ganzen Weg transportiert, sondern die Karawanen zogen zur nächsten größeren Stadt, dort wurde die Ware verkauft und von anderen Händler weiter transportiert. Auch in andere Gegenden der durchzogenen Ländern, so entstand ein ganzes Netz von Handelsrouten. An einigen Stellen waren jedoch bedingt durch die zu durchquerenden Landschaften, keine alternativen Routen möglich. So hier im Iran vom heutigen Tehran (das damals noch keine Bedeutung hatte, sondern die unweit gelegene Königsstadt Rey, nach Osten Richtung der heiligen Stadt Mashhad und weiter nach Samarkand im heutigen Usbekistan. Nördlich begrenzt durch die unbezwingbaren Höhenzüge des Elburzgebirges (mit dem über 5000m hohen Damavand als „Hausberg“ Tehrans), südlich durch die lebensfeindlichen Salz-, Stein- und Sandwüsten Dasht-e-Kavir und Dasht-e-Lut (hier wurde die jemals höchte Temparatur auf Erden gemessen), blieb den Karawanen nur ein schmaler Streifen, der durch den nördlichen Gebirgszug navigatorisch auch noch einfach zu durchwandern war. Überbleibsel dieser Handelsrouten sind Karawansereien, die „Motels“ der damaligen Zeit. Rast- und Übernachtungsplatz für die Karawanen, boten sie Wasser, Nahrung und Schutz vor Überfällen, sowie dem erbamungslosen Wind, den wir auch schon „genießen“ durften. Es gibt noch viele Karawansereien in ganz unterschiedlichem Zustand zu sehen. Manche restauriert und guterhalten, von anderen, vor allem denen in Lehmbauweise, sind nur noch Reste erhalten. Meist liegen die Bauten in Abständen von rund 20km, was der Länge eines Tagesmarsches entsprach.

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Karawanserei bei Heijib, westlich von Tehran.
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Rumänienreise 2015 im Überblick

„Dumm ist, wer Dummes tut.“ (Rumänien)

Diesen weisen Satz hat Forrest Gump einmal geprägt. Und er hatte wohl recht.
Wir haben hier in Rumänien unseren Allrad-LKW sicher nicht geschont. Wir sind einige Wege gefahren, für die unser „Schneggsche“ eigentlich zu schwer, zu breit und zu hoch war. Auch welche, von denen uns sogar Rumänen abgeraten haben und die fahren eigentlich überall hin. Etliche Schrammen und Dellen zeugen davon. Und doch ging soweit alles gut.

Doch zurück zu Forrest Gump. „Besonders dumm ist wohl einer, der sein Geländefahrzeug dann ausgerechnet in der Einfahrt zu einem „Magazin Mixed“ (Tante-Emma-Laden) versenkt, statt auf einer übelen Piste.“

VersenktSo sollte man eigentlich nicht parken!

 

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Kirchenburg Hetzeldorf und der „Hans Onkel“

Auf unserer Rundreise durch die alten ehemals deutschen Dörfer in Siebenbürgen, haben wir uns viele Kirchenburgen angeschaut. Manche toll restauriert und touristisch erschlossen, andere zerfallen und teilweise wild besiedelt. Am meisten beeindruckt hat uns jedoch der Besuch der Wehrkirche in Hetzeldorf (rum. Ațel). Weniger wegen der Kirchenburg an sich, sondern wegen dem Burgwächter. Aber der Reihe nach…

Hetzeldorf-13
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