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Heike und Markus

Über Heike und Markus

Heike und Markus sind seit Jahren "ufftour". Mit einem Buschtaxi und nun dem zweiten Allrad-LKW wollen wir die Welt und die Menschen entdecken. Unsere Reisen dauern meist mehrere Monate.

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Milchiger Wasserfall, Hochlandpiste und Wasserfall Haifoss

Nachdem wir am Abend vorher gesehen haben, wo der Hochlandbus durch das Geröllfeld gefahren ist, machen wir uns auf den gleichen Weg, nur in umgekehrter Richtung. Und es lohnt sich. Wir kommen bis nah an den Wasserfall, den Rest laufen wir zu Fuß, immerhin regnet es gerade nicht. Oben ist der Eindruck gewaltig. Ein großer Schmelzwassersee, bis an dessen Rand eine riesige Gletscherzunge des Langjökull ragt, speisst einen Abfluss, der sich tief ins Gestein gegraben hat. Und die Wassermassen, die hinunterstürzen, sind - typisch für Gletscherabläufe - milchig weiß. Beeindruckend.

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Der Abfluss des Schmelzwassersees. Im Hintergrund rechts die Gletscherzunge des Langjökull.

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Ungeheuere Mengen Wasser schießen durch einen engen Kanal zu Tal.

...weiterlesen "Island(8): Südliches Hochland"

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Auf Adler-Suche

Wir fahren auf die Reykholar-Halbinsel. In dieser Region leben die meisten der rund 70 in Island brütenden Seeadler. Leider ist das Wetter bescheiden und so ist nicht wirklich mit fliegenden Adlern zu rechnen. Immerhin sehen wir einen, der unseren Weg kreuzt. Natürlich bin ich zu langsam, um Fotos zu machen. Auf der Insel besuchen wir noch einen Kleinsthafen mit lustiger Berg-und-Tal-Anfahrt. Auf der Nachbarhalbinsel finden wir einen Schlafplatz dann prasselt auch schon wieder die Sonne auf uns...

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Abends tagt immer wieder der große Generalstab, z. B. um die Fahrtrouten für die nächsten Tage zu suchen.

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Heike unterstützt dabei... 😉

...weiterlesen "Island(7): Westliches Hochland"

Faulenzertag bei Sturm und Regen

Um uns herum tobt ein Sturm. Das Auto schwankt im Wind, schlimmer als die Fähre bei der Überfahrt. An Aussteigen ist nicht zu denken, gegen den Wind schafft man es fast nicht, die Tür zu öffnen. Ich hätte gerne ein Foto von einem sich im Wind biegenden Baum gezeigt, aber Bäume oder Büsche gibt es hier ja nicht... So bleibt uns nichts übrig, als zu faulenzen, zu lesen und die Webseite zu aktualisieren, auch schön.



Dynjandi-Wasserfall

Bei immer noch schlechtem Wetter und eingehender Sturmwarnung fahren wir weiter. Auf der Straße/Piste liegen schon die ersten Steinbrocken. Immer schön drumherum fahren. Der Dynjandi ist dann schon beeindruckend. Von Weitem schon sieht man ihn an einer Fjordspitze von den hohen Felsen nach unten rauschen und je näher man kommt, um zu gewaltiger wird er. Schade, dass das Wetter nicht unbedingt zu den Vorstellungen des Hobby-Foografen passt, aber was soll es. Wir wandern den kurzen Weg hinauf, nass werden wir vom Regen und der Gischt des Wasserfalls. Und wäre das nicht schon schlimm genug, treffen wir oben am Wasserfall: 4 Pfälzer 😉
Abends laden wir (auf Heikes Vorschlag!) einen durchnässten und durchfrorenen englischen Wandersmann, der tapfer im Regen sein Essen kocht, zu uns ins Wohnmobil ein. Immer wieder interessant, mit anderen Reisenden zu plaudern.

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Imposant stürzt beim Dynjandi-Wasserfall das Wasser in mehreren Kaskaden über die hohe Felswand

...weiterlesen "Island(6): Westfjorde Teil 2"

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Nun denn. Wir wollten ja nach Island, in die Wetterküche Europas. Seit vorgestern ist das Wetter richtig sch... Es regnet viel und es weht starker Wind. Gestern haben wir den ganzen Tag im Auto verbracht. Teilweise war der Wind so stark, dass man die Türe nicht öffnen konnte. Das Auto hat deutlich mehr geschwankt, als die Fähre bei der Überfahrt (und das bei über 8to Gewicht!). Schweren Herzens haben wir gestern schon beschlossen, die Piste nach Lokinhamrar nicht zu fahren. Es war eh nicht klar, ob diese mit einem LKW überhaupt zu befahren ist (sehr schmal, teilweise in die Klippen gefräst) und bei diesem Wetter wäre der Versuch ziemlich töricht. Manchmal muss man auch vernünftig sein...
Und soeben erreicht uns per Island-Wetter-APP folgende Wetterwarnung:
"Gefahr von Erdrutschen in den Westfjorden während der Starkniederschläge in den nächsten Tagen. Im westlichen Teil von Island werden Windstärken von 10 bis 20 m/s (später korrigiert auf 20 - 40 m/s) aus Nordwesten erwartet. Stärkster Wind wird im Nordwesten sein. Schwerer Regen wird auch dort erwartet." Nun ratet mal, wo wir sind. Richtig, genau dort.
Heute lagen auf der Straße/Piste die wir zum Dynjandi-Wasserfall gefahren sind, schon die ersten Steinbrocken auf dem Weg. Da stehen wir nun auf dem Parkplatz und sehen mal, was morgen ist.

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Doch auch dieses Wetter hat seinen Reiz und bietet dramatische Ausblicke.

Felsenburg Borgarvirki und Planschen im Nordpolarmeer
Auf der Halbinsel Vatnsnes liegt am Ostufer des Vesturhopsvatn auf einem 177m hohen Hügel die Felsenburg Borgarvirki. Diese natürliche Burg besteht aus 10-15m hohen Basaltsäulen, die eine runde Senke umfassen. Die einzige Öffnung im Osten wurde durch eine aus Steinen aufgeschichtete Wand verschlossen. Wer diese Festung anlegte und warum ist nicht überliefert, auch wenn sie in zwei isländischen Sagas vorkommt.

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Von weitem sichtbar: Die Felsenburg Borgarvirki

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Zum Größenvergleich: Heike auf der westlichen Einfassung

...weiterlesen "Island(4): Westfjorde Teil 1"

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Halbinsel Langanes

Auf der Rückfahrt vom Leuchtturm in Fontur schauen wir uns die Halbinsel Langanes etwas genauer an. Die Küste hier im Norden wird auch gerne als "Treibholz-Küste" bezeichnet. Hier landet ständig Treibholz von der russischen Küste an. Über Jahrhunderte war dies das einzige Bauholz in Island und so wurden beim Hausbau die tragende Konstruktion mit Treibholz und der Rest mit Torf oder Lavagestein gebaut.

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An vielen Stellen türmt sich das Treibholz mächtig auf.



Wir besuchen auch die Überreste der ehemaligen Fischersiedlung Skalar. Zur Blütezeit in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts lebten hier 118 Personen. Die Fischgründe waren gut, der Ort lag ideal für den Fischfang. Auf dem Landweg jedoch kaum zu erreichen. Mit Aufkommen motorisierter Fischerboote, wurde die Notwendigkeit in dieser unwirtlichen Gegend zu leben, geringer. So verlor der Ort immer mehr Einwohner. Während des zweiten Weltkrieges wurden auch noch 2 Seeminen angeschwemmt, die sich aus ihrer Verankerung gerissen hatten. Die Explosionen zerstörten zwei Gebäude. 1946 war der Ort schließlich verlassen. Eine Familie siedelte sich 1948 wieder an und blieb bis 1954, gab dann aber auch auf. Wir streiften durch die Ruinen und lassen die Szene auf uns wirken. Ein seltsames Gefühl. Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich mir den noch bewohnten Ort vorstelle.

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Skalar früher (um 1940) und heute... (die rote Hütte ist eine Notunterkunft für Wanderer)

...weiterlesen "Island(3): Im Norden von Osten nach Westen"

Nicht so ganz ernst gemeint...

Unsere Reisen sollen uns ja auch kulturell weiter bringen. Also steht auch immer wieder Kulturelles auf dem Programm. So auch n Island. Seit Jahrhunderten werden die alten isländischen Sagas weitergegeben. Wir freuen uns sehr, dass wir durch Zufall eine Originalschrift des bekannten isländischen Saga-Authors "Achimsen Geiselhardir" gefunden haben. Dieser Schatz schlummerte in einer alten Kladde im Leuchtturm von Fondur. Um diese wertvollen Zeilen für die Nachwelt zu erhalten, haben wir diese digitalisiert (abfotografiert) und wollen sie dem geneigten Leser nicht vorenthalten:

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Ankunft, erste Besorgungen

Vom Hafen quälen wir unser "Schneggsche" (wie unser MAN mittlerweile heisst, der Name ist Programm) zunächst einen Pass hinauf. Dann geht es weiter nach Egilsstadir, der praktisch einzigen "Stadt" im Osten Islands. Hier steht zunächst einmal Großeinkauf im Bonus-Markt auf dem Programm, durften wir doch nur 3 kg Lebensmittel pro Person mitbringen. Islland ist recht teuer, die Bonus-Märkte so eine Art Aldi. Hier sind wir angenehm überrascht, die Preise liegen ähnlich wie in Deutschland, manches ist sogar günstiger (wir werden später lernen, dass andere Supermärkte durchaus doppelt so teuer sind). Außerdem kaufen wir noch ein UMTS-Starterkit für den Internetzugang. Ich wollte auch noch eine einfache Angel kaufen, aber bei rund EUR 80,- für ein einfaches Modell passe ich. Was das Angeln angeht sind die Isländer ganz komisch: Man darf eigenes Angelzeug nur mitbringen, wenn es vorher desinfiziert wurde (Nachweis notwendig!). An den inländischen Lachsflüssen, kostet ein Angelschein auch schon mal EUR 800,- am Tag!

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Erster Pass geschafft. Unten im Tal erkennt man den Fjord und den Hafen Sedisfjördur.

...weiterlesen "Island(1): Unterwegs im Nordosten"

Neptun meinte es weiterhin gut mit uns. Die restliche Überfahrt war völlig ruhig. Man hatte nicht das Gefühl auf dem Nordatlantik unterwegs zu sein. Allerdings kam Nebel auf, die Sichtweite betrug max 200m. Das Nebelhorn war ständig in Betrieb. Ist schon ein komisches Gefühl, mit so einem Riesenschiff in eine Nebelwand zu rasen. Doch pünktlich zum Beginn des Sedisfjördur-Ford riss die Nebelwand und wir fuhren bei herrlichem Sonnenschein in diesen schönen Fjord ein. Ein grandioser Eindruck: Hinter uns die Nebelwand und vor uns der sonnenbeschienene Fjord. Hammer. Und wir sahen gleich, dass noch verdammt viel Schnee liegt. Gleich mal den Straßenzustandsbericht gecheckt: Das Hochland ist noch komplett dicht. Fast alle Pisten nicht passierbar. Also geht es zunächst an der Ostküste nach oben.

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Heute morgen haben wir nach ruhiger Überfahrt die Färöer-Inseln erreicht. Der Wettergott (oder eher Neptun) meinte es gut mit uns. Bei der Abfahrt in Hirtshals hatten wir strahlenden Sonnenschein und während der gesamten Überfahrt war die See ruhig.

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Typische alte Bauweise auf den Färöer-Inseln: Grasdächer (hier in Torshaven) ...weiterlesen "Färöer erreicht"