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Flip auf Probefahrt mit neuer Kabine

schön sieht er aus

Das war eine lange Geburt. Vom provisorischen Aufsatz (Wohnwagen) bis zum endgültigen Aufbau dauerte es richtig lange. Niemand glaubte mehr daran das der Wohnwagen auf dem LKW irgendwann weichen würde.

Die weite Welt muss noch etwas warten. Jetzt endlich hat unser Fahrzeug, den viele schon unter seinem Namen Flip kennen, die endgültige Kabine auf dem Buckel. Lange Zeit dauerte der Ausbau, denn immer nur nach der Lohnarbeit konnte die Arbeit an der Kabine ausgeführt werden. Deshalb führte uns die Probefahrt erst einmal durch Deutschland und den Osten Frankreichs. Böse Zungen behaupten man sollte in der Nähe des Heimatortes bleiben, um schneller an Ersatzteile und Helfer zu kommen, wenn man einen Renault fährt. Wir können euch aber beruhigen, die Probefahrt galt dem Ausbau der Kabine. Flip fährt uns schon ein paar Jahre ohne Pannen durch die Gegend. Flip ist fast reisefertig und wird zur ersten Fahrt mit neuer Kabine durch die Gegend geschickt.

Den LKW haben wir 2007 gekauft und die Kabine 2011. Ganz schön lange Zeit und immer noch nicht ganz komplett. Doch zur ersten Ausfahrt um die technischen Details der Kabine auszuprobieren ist alles vorhanden. Die Lackierung und die Ersatzradaufhängung, sowie die Standheizung fürs Auto müssen noch warten.

Mit neuem Kennzeichen fahren wir am 15.05.19 in Friedrichsthal los. Das neue Kennzeichen war aus versicherungstechnischen Gründen erfolgt. Da angeblich der Sprit in Luxemburg so billig ist, geht unsere erste Fahrt direkt ins Spritsparland. Die Ersparnis lag genau bei 14 Cent pro Liter Diesel. Da unsere Tanks noch fast voll waren, wir hatten nicht richtig geguckt, betrug unsere "Ersparnis" immerhin noch 60 Euro. Diese waren aber futsch, da Luxemburg die falsche Richtung war. Diese Strecke war eigentlich totaler Schwachsinn, doch letztendlich diente diese Fahrt ja dem Probieren und Testen. Wir hatten nämlich geplant zuerst Richtung Frankfurt Gelnhausen zu meinem Neffen und seiner Familie zu fahren. So machten wir das Beste daraus und besuchten am nächsten Tag die Flugausstellung in Hermeskeil. Interessante Ausstellung in zwei Hallen und einem großen Außengelände. Und am Schluss einen Kaffee trinken in einer Concorde mit sehr freundlichem Personal. Mit 10,-- Euro Eintritt war das zwar kein Schnäppchen, hat sich aber gelohnt.

irre Flupobjekte in Rammstein

Als Schlafplatz fanden wir im Wald in Hermeskeil direkt unter einem Windrad einen erstaunlich leisen Stellplatz. Die Fahrt ging weiter nach Gelnhausen zum super schönen Verwandtschaftsbesuch. Gelnhausen bei Frankfurt ist eine nette Stadt mit schöner Altstadt und vielen Veranstaltungen. Bei der Einfahrt fanden wir es nicht so prickelnd. Doch kann es sehr von Vorteil für eine Region sein, wenn man Menschen dort kennt, die die Gegend mögen und die versteckten Ecken kennen.

Blick über die Altstadt

Drei Tage später fuhren wir nach Grafelde bei Adenstedt in Niedersachsen im Landkreis Hildesheim. Dort besuchten wir liebe Freunde und verbrachten sehr schöne Tage. Flip wurde auch liebevoll aufgenommen. Jürgen, unser Freund, ließ es sich nicht nehmen mit Stefan einen Lehrgang im Einspritzdüsen wechseln zu machen. Sie erhofften sich davon, das Flip nach einer kalten Nacht nicht soviel schwarzen Rauch aus stoßen würde. Hat leider nicht geklappt. Aber immerhin weiß Stefan jetzt, wie man die Düsen prüft und wechselt. Und das es wichtig ist, das man jemanden kennt, der einen kennt, der das richtige Werkzeug besorgen kann.

Auf unserer Weiterfahrt, die in Richtung Bremen gehen sollte, ließen wir uns Zeit und kamen viel an der Weser entlang. Dort gibt es viele schöne Ecken. Wir fuhren z. Bsp. in Polle mit einer kleinen Fähre über die Weser. Das war lustig, denn außer Flip hatten nur noch ein paar Fahrräder mit ihren Fahrern und der Fährmann Platz auf der Fähre. Der Fährmann war ein lustiger, freundlicher Mann, der deinen Beruf und den Kontakt mit den Menschen sehr liebt. Das war richtig schön, ihm zuzuschauen.

Wieder festen Boden unter den Rädern

Wir fuhren von Polle nach Brakel im Kreis Höxter im Osten von Nordrhein Westfalen. In Brakel im Annenfeld findet um Christi Himmelfahrt das Selbstfahrertreffen statt. Ein Treffen auf dem sich die Veranstalter allerlei für Groß und Klein einfallen lassen und auf dem gerne schön und viel gefeiert wird. Wir durften bei einem Teil der Vorbereitungen dabei sein und haben nicht schlecht gestaunt, was die Helfer dort auf die Beine stellen für diese Veranstaltung. Wenn es im nächsten Jahr unsere Planung zulässt, sind wir sicher auf diesem Treffen, um mitzufeiern.

Kurz vor Ende des Monats Mai kamen wir an unserem ersten größeren Ziel an. Rastede bei Bremen. Dort fand über vier Tage eines der größten Mittelalterfeste Deutschlands, das MPS, auf einem Pferderennplatz statt. Riesige Lager, Verkaufsstände und Musik- und Gaukler Programm. Wer solche Veranstaltungen mag sollte nach einem MPS-Festival in seiner Nähe Ausschau halten. Es wird viel geboten und das zu vernünftigen Preisen. Wir hatten in der Zeit über das Festival einen Stellplatz auf einem Campingplatz in Hahn-Lehmden gebucht. Der Platz war günstig und nett. Aber leider zu weit vom Festivalgelände entfernt. Die Busverbindung in solch kleinen Orten ist auch nicht sehr ausgebaut. Das Festival ging täglich bis in die späten Abendstunden, da musste eine Rückfahrt geplant sein, oder nicht gerade preisgünstig mit dem Taxi stattfinden. Der Shuttleservice, angeboten vom Campingbetreiber klappte nicht täglich und zur gewünschten Zeit. So kann es von Vorteil sein Freundschaften auf dem Platz zu schließen und abends gemeinsam ein Taxi zu nehmen, das reduziert die Kosten. Wer gut zu Fuß war konnte die Strecke auch so bewältigen, was aber in der Nacht dunkel und kräftezehrend war. Schade, das die Festivalveranstalter nicht mit den örtlichen Bus- und Taxiunternehmen ein Abkommen für das Fest schließen. Was aber keinen Abbruch am Gefallen der Veranstaltung machte.

tolle Mittelalterstimmung

Die Tage auf dem MPS vergingen wie im Flug. Aus persönlichen Gründen mussten wir jetzt unsere Rückfahrt in "Schallgeschwindigkeit" zurücklegen. Was natürlich mit Flip nicht möglich ist. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei ungefähr 40-50 Stundenkilometer. Bergauf mag es unser Renault sehr gemütlich mit oft nicht mehr als 20 Stundenkilometer. Und wenn ich am Steuer saß, was nicht oft vorkam waren wir noch langsamer unterwegs. Da ich als Führerscheinneuling der Klasse C sehr viel Ehrfurcht vor der Größe des Fahrzeuges und den schmalen Landstraßen habe.

Kapitänin der Landstraße

Über Bielefeld, wo wir in der Nähe des Wohnmobilstellplatzes ein Bauernhausmuseum besuchten, fuhren wir noch nach Oberhausen. Denn dort wollte ich noch unbedingt eine alte Schulfreundin besuchen. Nicht die Schulfreundin ist alt, unsere Freundschaft hat sich über mehr als 40 Jahre gehalten. Sie hat die Fotografie als Hobby und hat uns sehr viele tolle Bilder gezeigt. Solche Treffen liebe ich, wenn man bei Menschen, die man sehr selten sieht, kein Fremdgefühl hat. Schnell mussten wir uns wieder trennen um unsere Termine zu Hause einhalten zu können.

Anfang Juni waren wir für ein paar Stunden wieder an unserem Heimatort. Schnell die Termine erledigt und dann ging es wieder ab in Richtung Frankreichs Vogesen. Wir waren am ersten Wochenende mit unseren Freunden unseres Vereins "Blauer Stern Karlsberg" verabredet. Dort wollten wir mit ihnen das 25jährige Bestehen unseres Vereins feiern. Zwischenstation machten wir an einem wunderschönen Platz an der Meurthe in Thiaville sur Meurthe. Von dort aus ging es über Corcieux nach Ventron. Corcieux ist der Heimatort der Käsefabrik "Président". Wir können nur jedem empfehlen, der dort in der Nähe ist und den französischen Käse liebt, dort im Fabrikverkauf vorbeizufahren, um sich mit Käse einzudecken.

Mit ca. 2 Kg Käse im Gepäck ging es nun über Gerardmer und La Bresse nach Ventron. Dort hatte unser Verein eine Unterkunft gemietet um gebührend das 25jährige Bestehen zu feiern. Das Haus hat Platz für ca. 40 Personen, eine tolle Terrasse mit Garten, Sauna, Whirlpool außen, genügend Bädern, Küche, Aufenthaltsraum, Parkplätzen (vielleicht ein paar zu wenig). und vielem mehr. Wir selbst hatten unser Bett mitgebracht und benutzten dies auch. Alle anderen fühlten sich sichtlich wohl in dem Haus und das Feiern wurde großgeschrieben. Das war ein super schönes Wochenende in einer tollen Gegend. Doch schnell war es wieder um und schon wieder mussten wir kurz in unseren Heimatort. Termine die nicht aufzuschieben waren erledigen und wieder ab auf die Piste. Denn dieses Mal hatten wir einen Termin Ende Juni in Paris.

Ja ihr seht richtig, wir waren bei Rammstein in Paris dabei. Ein Erlebnis wenn 40000 Franzosen die Texte mitsingen, und natürlich die Show die ihresgleichen sucht. Bis zum Termin des Konzertes hatten wir aber noch fast 3 Wochen Zeit. Diese Zeit benutzten wir um mit Flip die Probefahrt durch sein Heimatland fortzusetzen.

Wir fuhren über St. Avold nach Pont à Mousson. Am Lac du Madine verbrachten wir zwei Tage auf unserem alten Campingplatz, der dem Erdboden gleich gemacht worden ist, und heute nur noch Wohnmobilstellplatz ohne Versorgung ist. In jungen Jahren waren wir an Pfingsten mit dem halben Saarland dort um die Feiertage würdig mit "Strack am Lac" zu feiern. Ich glaube irgendwann hatten die Franzosen von den heidnischen Saarländern die Nase voll und ebneten den beliebten Platz ein. Heute kann man dort gut nächtigen ohne Angst vor lauten Belästigungen zu haben. Und die Gegend um den Lac du Madine ist schön und sehenswert. Der Stellplatz kostet ohne Versorgung 5,-- Euro, am See gab es auch Plätze mit Strom und Wasser und Toiletten für 12,-- Euro. Wir hatten in diesem Jahr Mitte Juni auch noch ein Highlight am See. Das jährliche Oldtimer-Treffen in der Gegend, das mittlerweile sicherlich zu den größten Treffen in Frankreich gehört, fand gerade statt.

Bar le Duc hoch oben




Über Bar le Duc ging es zunächst weiter. Die kleine Stadt ist eine historische Stadt. Sie hat einen schönen Park, viele alte Häuser die unter Denkmalschutz stehen und lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Von unserem Nachtplatz der im oberen Teil der Stadt war, ging es immer bergab in die Stadtmitte. Der Rückweg kann über die vielen Querverbindungen, die aus Treppenaufgängen bestehen schnell, aber anstrengend, angetreten werden.

Die Stadt Toul war unser nächstes Ziel. Auf der Suche nach einem kostenlosen Stellplatz für die Nacht bogen wir an einer Mühle ein. Von außen sah sie aus, als würde sie nicht mehr bewirtschaftet und stünde leer. Dazu möchte ich sagen, das wir an vielen Häusern, die einsam standen, vorbeikamen und nicht schlecht staunten, das darin noch Menschen leben. In Frankreich stehen viele Häuser, die unbewohnt aussehen, es aber nicht sind. An der genannten Mühle kam bei unserer Einfahrt neben dem Hauptgelände sofort eine junge Frau aus dem Wohnhaus. Na dann eben nicht, wir haben eine Stelle zum Umdrehen gesucht und wollten das Gelände wieder verlassen. Doch als wir gedreht hatten stand ein junger Mann vor uns und sagte wir könnten gerne hierbleiben. Er würde sich freuen und wenn wir duschen wollten, oder Wasser oder sonst etwas bräuchten, sollten wir ihm Bescheid geben. Wir staunten nicht schlecht. Er bat uns auch sofort mal zu schauen mit welchem Fahrzeug er seine Urlaube verbringt. Wir sagten ihm das sein Auto in Deutschland "Bully" heißt. Ihm gefiel dieser Name sehr, er freute sich über den Namen jedes mal, wenn er ihn aussprach. Ganz schüchtern fragte er uns, ob er und seine Frau unseren Ausbau einmal ansehen dürften. Wir machten den Deal: Sie sehen sich unseren Ausbau an und wir uns die Mühle. Zum ersten Mal sahen wir eine noch funktionierende, zum Teil modernisierte Mühle von innen. Er erklärte uns den Ablauf und zeigte uns die Mühle bis zum letzten Stockwerk. Danach lud er uns zum Kaffee in sein Haus ein. Wir nahmen gerne an, es war eine supertolle Begegnung. Obwohl wir nicht gut französisch sprechen können, verstanden wir uns und führten ein gutes Gespräch. Solche Begebenheiten wünsche ich mir für die Zukunft mehr.

Der Weg zu netten Menschen

Chalons-en-Champagne war unser nächstes Ziel. Dort fand gerade in der Stadt ein großes Musikfestival statt. Mitte Juni findet in vielen Städten Frankreichs dieses Festival statt. In vielen Gassen, vor großen Denkmälern und verschiedenen Plätzen spielen Band verschiedener Richtung und Couleur. Die Stadt lebt und feiert an allen Ecken. Museen und Sehenswürdigkeiten schauen wir uns unterwegs nicht viele an, aber solche Veranstaltungen liebe wir sehr. Was ich von Chalons auch noch in Erinnerung habe, wir haben dort das beste Baguette in Frankreich gegessen. Zwischen Place de la Republique und Le Petit Jard, in der Rue Thomas Martin gibt es eine unscheinbare Boulangerie, die von außen nicht sehr vertrauenswürdig aussieht. Innen backt der Bäcker ständig neue Baguettestangen in einem Ofen der immer rundläuft. Auch die Art wie er den Teig rollt und formt ist außergewöhnlich. Ich hoffe für euch das ihr einmal in den Genuss des Baguettes kommen werdet.

Wir zogen ja in Richtung Paris einfach so aufs gerade Wohl durch die Orte. Sehr selten nutzten wir die Nationalstraße. So kamen wir an wunderschönen Stellen vorbei. Wir hatten schon erwähnt das in Frankreich viele Häuser und Anwesen aussehen, als wären sie verlassen, es aber oft nicht sind. Endlich hatten wir ein Anwesen gefunden, das wirklich verlassen ist. Unsere Neugier trieb uns dazu auf diesem nach Zeitzeugen zu suchen.

Traumhaus Nähe Rozay-en-Brie

Langsam näherten wir uns unserem festen Ziel: Paris. Wie man sich vorstellen kann, ist die Fahrt in die Stadt unmöglich mit einem Fahrzeug das bei der Schadstoffklasseneinstufung einen Totenkopf, als Aufkleber erhalten hat. Wir hatten auf dem einzigen Campingplatz von Paris in Maisons Laffitte einen Stellplatz für unseren Aufenthalt gebucht. Aber bei der Fahrt dorthin zu kommen, verlor Stefan die Nerven. Wir mussten vom Süd-Osten in den Nord-Westen. Großzügig wollten wir Paris umfahren. Das war nicht so einfach. Denn wir kamen von Créteil im Süd-Osten, schon im Einzugsbereich von Paris. Dort wollten wir Ersatzteile, auf Reserve, für Flip besorgen. Diese Anfahrt hätten wir uns besser gespart. Nicht nur das es dort keine Teile gab, sondern was schlimmer war, der Verkehr der dort schon auf die Großstadt hinwies. Solch einen Verkehr sind wir, die aus der Provinz kommen absolut nicht gewöhnt. Kurz vor einem Nervenzusammenbruch erreichten wir den Campingplatz. Dort klappte alles schnell und unbürokratisch an der Anmeldung. Wir hatten schnell unseren Platz gefunden und uns eingerichtet. Endlich entspannen. Das klappte dort auch sehr gut. Der Platz ist sehr günstig, sauber und bietet sogar einen Pool. Paris wir freuen uns auf dich. Drei Tage vor dem Rammstein Konzert waren wir in Paris angekommen und wollten noch ein wenig durch die Stadt flanieren. Mit der Metro ging es ins Zentrum. Unsere Freunde würden jetzt wieder sagen, denen scheint doch die Sonne aus dem …… Wegen des heißen Wetters wurden die Metro-Tickets, die normalerweise 12,50 Euro pro Person für alle Teile rund um Paris bis zum äußersten Ring kosten, für 3,80 Euro verkauft. Pollution-Umweltverschmutzung. Davon merkte man aber gar nichts. Es war wie überall in diesem Sommer sehr warm. Diese Maßnahme der Verkehrsbetriebe sollte mehr Nachahmer finden. Als wir am Eiffelturm ankamen, waren dort sehr viele Menschen zum Schwimmen in die Brunnen davor gegangen. Ich bin mir nicht sicher, ob unsere Polizei, die dort ganz gelassen daneben stand, nicht eingeschritten wäre.

Sommer in Paris

Bei einer Bootsfahrt über die Seine konnten wir fast alle Sehenswürdigkeiten von außen ansehen. Wir hatten leider versäumt den Stadtplan besser anzuschauen, denn darauf war ein Gutschein für eine solche. Wir hatten bei der falschen Gesellschaft gebucht und mussten so für eine Person 12,50 Euro zahlen. Wir fanden es aber beide gut, weil man dabei fast alle schönen Ecken die Paris ausmachen bequem im Sitzen anschauen konnte. Und die Beschreibungen und Erzählungen erfolgen sogar dreisprachig.

auf der Seine




Das Alpine-Center war unser nächstes Ziel. Dort standen in mehrfacher Ausführung die Neuauflage des Alpine A 110, die Stefan unbedingt sehen wollte. Ich bin dann eher der Freund von Flohmärkten. Die Markthallen an der Porte de Clignancourt sind da eine gute Adresse. Unser Sightseeing beinhaltete auch das Flanieren auf der Champs-Elysee vom Place de Concorde bis zu den Tuilerien, die am Louvre enden. Sacré Coeur konnten wir, ohne die Treppenstufen zu steigen, immerhin 300 an der Zahl, mit der Standseilbahn erklimmen. Unser Metro-Ticket war sogar für diese Bahn gültig. Montmatre dieser Stadtbezirk von Paris ist wortwörtlich die künstlerische Hochburg. 130 m über der Stadt ermöglicht es eine tolle Aussicht. Trotzdem blieb auf diesem Besuch in Paris für uns das Highlight der Besuch in der "La Défense Arena" in Nanterre, das Rammstein Konzert. Irre wenn 40000 Franzosen die deutschen Texte besser beherrschen als wir.

einfach nur spitze

Am nächsten Tag verließen wir Paris und machten uns auf den Weg zurück nach Hause. Durch den Norden Frankreichs ging die Probefahrt zurück.

Insgesamt legten wir 4500 km ohne größere Schäden mit Flip und der neuen Kabine zurück. Der durchschnittliche Dieselverbrauch lag bei knapp 20 Liter pro 100 km. Wir fuhren aber hauptsächlich normale Straßen. Es gab unterwegs nur eine kleine Undichtigkeit im Bad am Wasseranschluss. Diese wurde mit neuen Schlauchschellen behoben. Flip verliert ein bisschen Öl, was Stefan aber dem dünnflüssigen Öl, das er vor Fahrtbeginn beim Ölwechsel eingefüllt hatte, zuschreibt. Die Halterung an der Treppe hat auch nicht gehalten. Dort mussten wir unterwegs einen kleinen Workshop einlegen. Die zugehörige Ringschraube musste getauscht werden. Noch ein Defekt den wir festgestellt haben, unser Boiler funktionierte auf Gas nicht. Das ließ sich aber verschmerzen, den auf Strom funktionierte er einwandfrei. Eine gute Investition war der 900 Watt Wasserkocher, den wir vor Beginn der Fahrt noch besorgt hatten. Die gesamte Fahrt über erwärmten wir unser Wasser ausschließlich elektrisch, mit Solar über den Wechselrichter mit 220 Volt. Was uns auffiel, was unterwegs fehlte war ein Teeei. Von großem Vorteil fand ich persönlich unsere Außendusche. Nachtschlafplätze fanden wir mit und ohne Park 4Night, oft auf dem Weg zu den angegebenen Stellen. Vor allem aber, weil wir kleine Straßen, wenig Nationalstraßen und kaum Autobahnen nutzten.

Witzige Dinge die wir entdeckten, waren Toiletten mit zwei Sitzgelegenheiten unterschiedlicher Höhe in einer Kabine. Camping Paris Maisons Laffitte für Kinder mit ihren Eltern. Dort hatten wir auch Käfer, die sich nicht kaputt machen ließen. So sehr wir uns auch bemühten sie platt zu drücken. Nicht schön waren die Betrüger in Paris. Sie versuchten mehrfach bei uns den Ringtrick anzuwenden. Sie lassen kurz vor dir einen Goldring fallen und fragen dich dann, ob du ihn vielleicht verloren hast. Er sieht echt aus. Sie wollen dann das du ihn nimmst, da er ja deiner ist. Dafür hätten sie natürlich gerne eine Belohnung. Sicherlich ist der eine oder andere leicht zu überreden zu behaupten es wäre sein Ring. denn er sieht verdammt nach Gold aus.

  • Stellplätze auf unserer Strecke:
  • nahe Stadt Polle: an der Weser gegenüber Wasserübungsplatz der Bundeswehr
  • Stadt Rastede bei Bremen: Camping Hahn-Lehmden, an der Badeanstalt 17
  • F-88110 Thiaville sur Meurthe: direkt am Fluss an der Schleuse
  • F-57530 Raville bei St. Avold, Rue de Chenevières
  • F-54700 Pont-à-Mousson: Wohnmobilstellplatz an der Mosel
  • F-5400 Toul: Grand Moulin Aubry
  • F-55210 Nonsard Lac du Madine: Wohnmobilstellplatz am See
  • F-55000 Bar le Duc: Park 4Night Platz, 2 Place Pierre Francois Gossin
  • F-51520 Saint-Martin-sur-le-Pré: GPS 48.976.387, 4 336 945: oder Park 4Night 6-8 Chemin du Sports (Tor schließt um 19.30 Uhr)
  • F-51000 Chalons-en-Champagne: Am Kanal: Rue 27 Avril 1944
  • F-51520 Chalons-en-Champagne: Boulevard le croix Dampière
  • F-78600 Maisons Laffitte Paris: Campingplatz Maisons Laffitte (4 Sterne Platz zu guten Preisen)
  • F-60100 Créil: D 210 Pontpoint les Frayers am See
  • F-5100 Reims: am Hallenbad
  • F-8000 Les Ayelles: N 49'43'33.270", 04'46'53.244"
  • B-6730 Tintigny: Wohnmobilstellplatz total ruhig und grün

Unsere Probefahrt war insgesamt ein voller Erfolg für das Fahrzeug, die Kabine und uns. Alles hat super zusammengehalten

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