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Kurztrip Richtung Osten

geschrieben von Juliane

Freitag, 31.08.07
Gegen 21.30 Uhr fuhren wir hier in Friedrichsthal los. Weit ging es an diesem Abend nicht mehr, nähe Alzey bei Wörrstadt hielten wir an einem alten Bahnhof, um die Nacht zu verbringen.

Samstag, 01.09.07
Ausgeschlafen und schön gefrühstückt fuhren wir weiter in Richtung Eisenach. Eine Tankfüllung war schon dahin, als wir nach 418 km in Eisenach ankamen. Die Straße, die in die Stadt führte bestand aus vielen leer stehenden, restaurierungsbedürftigen Häusern. In der Mitte stehen schöne, restaurierte Villen, aber auch immer wieder leer stehende Häuser. Mag sein, dass viele Menschen wegen der hohne Arbeitslosigkeit die Gegend verlassen haben. Eisenach hat ein Automuseum, daran konnte ich Stefan geschickt vorbeiführen, da es schon Nachmittag war und sicher die Zeit nicht gereicht hätte, all' die vielen Trabis und vor allem Wartburgs zu sehen. Apropos Wartburg, die gleichnamige Burg steht hoch oben über der Stadt. Schön anzusehen und ziemlich imponierend. Ein langer steiler Weg führt zum Parkplatz der „Wartburg“ und dort wollen sie 4,-- Euro Parkgebühren für Wohnmobile. Von dort führt ein ebenso steiler Fußweg zur „Wartburg“. Die Gebühren waren zuviel und zum Wandern waren wir heute auch nicht aufgelegt. So liefen wir nur kurz durch die Fußgängerzone, in der um 17.00 Uhr schon fast alle Geschäfte geschlossen hatten, komisch. Um 19.30 Uhr hatten wir einen Platz für die Nacht gefunden, es war schon stockdunkel.

Sonntag, 02.09.07
Wir fuhren viel durch Städte einfach hindurch, weil uns nicht gefiel, was man bei der Durchfahrt sah. So auch Gotha, viele leer stehende Häuser, aber auch Stellen die aussahen, wie bei uns zu Hause. Trotzdem immer wieder tolle alte Villen aus alter Zeit. Über Erfurt-Buttstädt-Eckartsberga (hist. Windmühle)-Naumburg. Dort war Park- und Lichterfest, mit Flohmarkt, der fast nur Neuware anbot. Auch die Stadt Weißenfels zeigte eingangs viele leer stehende, baufällige Häuser und war gar nicht schön.
In Leipzig angekommen buchten wir 2 Nächte am Camping Kulkwitzer-See, Seestraße1. Ein großer See mit viel Wassersport, der um diese Zeit nicht viele Camper beherbergte. Der Platz war gut, die Preise normal (5,-- € Erwachsene, 9,--€ Caravan) und vor allem die Sanitäranlagen waren sauber.

Montag, 03.09.07
In der Nähe des Campingplatz geht die S-Bahn (Haltestelle Miltlitzer-Allee) in Richtung Leipzig ab. Der Bahnhof Leipzig ist sehenswert. Weit über 140 Einkaufsshops finden dort ihren Platz. Das ist mehr Einkaufscenter, wie unser Größtes in Neunkirchen. Eine Shoppingmeile ohne in die Stadt zu müssen. Nachdem wir im Bahnhof fürstlich gefrühstückt hatten, machten wir uns in die Stadtmitte auf. Im strömenden Regen und ohne konkretes Ziel liefen wir eigentlich nur von einem Geschäft zum nächsten um nicht pitschnass zu werden. So kommt es das wir von Leipzig eigentlich nichts gesehen haben. Einen gut restaurierten Trabi gab es im Kaufhof zu sehen. Dort war so etwas wie Regionswoche. Für die daheim gebliebenen (Heike, Markus, Yasmin und Katharina) haben wir Erbspürrée, Brause u. a. regionale Dinge gekauft. Sonst sahen wir nicht viel „östliches“. Wie in letzter Zeit öfters, gaben wir Unmengen an Geld für die Toiletten aus. Im Bahnhof Leipzig kostete der Spaß 1,10 €, der Gipfel der Frechheit. Leipzig wurde uns bei diesem miesen Wetter zu teuer, so ging es gegen 16.00 Uhr zurück zum Campingplatz, wo wir welch Frevel sogar noch grillen konnten, da der Regen jetzt aufgehört hatte.

Dienstag, 04.09.07
Die Zugfahrt von Leipzig nach Dresden sollt pro Person 38,80 Euro kosten, das war uns zu teuer. Sogar mit unserem Dicken (Nissan), der 20 l Sprit schluckt auf 100 Km, fuhren wir günstiger. So räumten wir den Campingplatz und fuhren mit dem Wohnmobil nach Dresden. Wir fanden sogar einen kostenlosen Parkplatz an der Elbe. Mit dem Pferdefuhrwerk machten wir eine Stadtrundfahrt. Hoch oben im Freien saßen wir und guckten uns die schönen Dinge von Dresden an. Am besten gefiel mir die Kunstakademie. Alle Gebäude sind sehr schön restauriert. Wir sahen das Finanzamt, den Zwinger, die Frauenkirche, das Innenministerium, eine nachgebaute Venedigbrücke, die Semperoper und den Stadtkern. Die Wohnhäuser um die Frauenkirche wurden alle abgerissen und neu aufgebaut. Vor die Häuserfront wird eine Art Kulisse gestellt und so angemalt, wie die alten Fassaden aussahen. Unser Kutscher war ein Witzbold, der ständig eine Anekdote über Dresden zu erzählen hatte. Wenn es nicht zwischendurch immer wieder geregnet hätte, wäre es eine sehr schöne Stadtrundfahrt gewesen. Die Fahrt kostete 10,-- Euro und war somit um einiges günstiger als die Busrundfahrten. Außerdem hatte unsere Kutsche sogar ein TÜV-Zeichen, was Stefan total faszinierte. Im Stadtkern legen sie viele Grundmauern frei, katalogisieren diese und schütten sie dann wieder zu. Warum? Das wußte unser Kutscher auch nicht. Dresden ist bestimmt eine Vorzeigestadt. Wir verweilten noch ein wenig in der sehr einladenden und vielseitigen Gastronomie und fuhren dann über Meißen, Wurzen, Leipzig auf der Bundesstraße Richtung Halle. Unser nächstes Ziel war Holleben an der Saale, kurz davor standen wir in dieser Nacht in einem Wiesenwaldstück.

Mittwoch, 06.09.07
Frische Brötchen gab es im Netto-Markt, wir blieben zum Frühstück gerade auf dem Parkplatz stehen, denn an diesem Mittwoch hatten wir um 10.00 Uhr einen Termin mit Frau Dubberke in Holleben, an der evangelischen Kirche. Pünktlich, wie die Maurer standen wir um 10.00 Uhr vor der Kirche. Stefan erkannte Frau Dubberke sofort, er meinte sie sieht wie ein Fremdenführer aus. Holleben ist eine kleine Gemeinde, die mit Sicherheit nicht oft von Touristen durchfahren wird, die sich dann noch für diesen Ort interessieren. Nun, wir waren auf den Spuren meiner Schwiegermutter, Stefans Mutter, die in diesem Nest in den Nachkriegswirren zur Welt kam. Wir wollten ihr zu ihrem anstehenden 60. Geburtstag einige Bilder und Geschichten aus diesem Ort schenken. Ich fand es witzig mal etwas mehr über so einen Ort zu erfahren. Holleben besteht aus 2 Orten die zusammen gelegt wurden. Die Gemeinde Holleben hat zwei evang. Kirchen, die eine wurde den Katholiken für 100 Jahre vermietet. Als Mietzins sollten sie die Kirche instand halten. Seit 2 Jahren verfällt die Kirche, da alle Katholiken im Ort ausgestorben sind. Der Holzwurm freut sich seit dieser Zeit. Die andere Kirche versucht zur Zeit ein kleiner Förderverein, bestehend aus 8 Leuten zu restaurieren, die Kosten überschreiten locker die 100.000 Euro. Unsere Fremdenführerin zeigte uns noch einen alten Holzanlegeplatz für die Sägemühle. Eigentlich gab es keinen Bach in Holleben, aber zur Zeit der Mönche grabten diese die große Saale an und gruben einen Bachlauf der bis ins Dorf führte, so das die Saale, als kleine Saale durch Holleben umgeleitet wurde. Weil der Boden fruchtbar und die Mühle auch schon da waren. Die Mühle steht noch verfällt aber ganz. Wir wurden noch zum Grab von Elfies Großvater gebracht. Er und seine Frau liegen ganz einsam in einer Ecke des kleinen Friedhofs. So hat jeder Ort eine kleine Geschichte die man nicht erfährt.

Holzanlegeplatz an der Saale in Holleben


Alte Mühle in Holleben

Kath. Kirche in Holleben

Von Holleben fuhren wir zum Geiseltalsee. Das ist eine Braunkohleabbauanlage die nicht mehr fördert. Zwischen 2003 und 2010 wird die Fläche geflutet. Dort entsteht Deutschlands größte künstliche Seenfläche. Es soll einmal ein Touristenziel für Segler, Wassersportler, Wanderer und Radfahrer werden. Das Ganze befindet sich unterhalb Halle/Saale bei Mücheln, Merseburg. Man sieht schon heute das es einmal sehr schön werden wird. Es ging weiter, oder eigentlich Richtung Rückweg. Bei Sangerhausen im Unterharz fanden wir eine Lichtung, wo wir noch ein wenig in der Sonne saßen und Ostbier tranken, bis es zu kalt wurde.

Donnerstag, 06.09.07
Der Tag war total grau und verregnet, obwohl die Nacht davor ein wunderschöner Sternenhimmel zu sehen war. Na ja er passte, wir fuhren nach Nordhausen, nicht etwa weil es eine schöne Stadt ist, nein, ich musste dringend zu einem Orthopäden der mich einrenkte. Na ja einen Orthopäden fanden wir nur brachte er es nicht fertig mein Illiusakralgelenk wieder einzurenken, er verpasste mir 2 Spritzen die höllisch weh taten und überhaupt nichts bewirkten. Ich glaube, der hat Wasser gespritzt. Es wurde nicht besser. So fuhren wir weiter schnell weg über Bundes- und Landstraßen nach Kassel. Die Stadt ist sehr sauber und hat eine große Einkaufsstraße. Ein schönes Rathaus und schöne Fachwerkhäuser. Wir machten Shopping und gingen noch ins Kino. Danach fuhren wir weiter Richtung Marburg über Land. Die Fahrt dauerte ziemlich lang, wir hatten einen nachtblinden Autofahrer vor uns, der nicht fahren wollte. Gegen 22 Uhr kamen wir am Aqua Mar in Marburg an, wo wir auf dem Parkplatz nächtigten.

Freitag, 07.09.07
Zum Frühschwimmen ging es ins Schwimmbad. Der Schwimmmeister war ein Netter, er ließ uns als Jugendliche durchgehen. Aber nur weil die Badezeit für das Frühschwimmen nur noch 40 Minuten wären und leider nicht, weil wir so jung aussahen. Ein tolles Gefühl mal wieder ausgiebig zu duschen. Danach ein gutes Frühstück, was will man mehr? Es konnte nur ein guter Tag werden. Wir machten uns auf nach Wetzlar, zu Willy's Sahara-Treffen. Ein Globetrottertreffen das jährlich mit wachsender Besucherzahl in Wetzlar stattfindet. Heike und Markus waren schon dort und hatten uns einen Platz reserviert. Vom Sahara-Willy-Treffen findet ihr auf unserer Website mehr.

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