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Quer durch die Provence

Samstag, 15.04.06
Am nächsten Morgen, nach dem Frühstück ging es nach Apt.
Wir hatten Glück in der Hauptstadt des Luberon findet samstags der Markt statt, der eine Attraktion für die ganze Region ist. In den engen Gassen sind überall Marktstände, die die Produkte der Region und auch sonst alles verkaufen. Fast die ganze Stadtmitte ist in den Markt eingebunden. Um auf den Markt zu kommen erzählten wir unseren Männern es gäbe Wurstwaren in rauen Mengen, so konnten wir sie dazu begeistern auf den Markt zu fahren. Und wir hofften nach Kleidern und Schuhen Ausschau halten zu können. Es war wirklich ein Markt der hauptsächlich
Waren der Region anbot. So kauften Stefan und Markus die Salamistände leer und Heike gab Unsummen für Nougat aus, um den Daheimgebliebenen etwas mitzubringen. Es gab eigentlich alles. Schuhe, Kleidung, Taschen, Gemüse, Fleisch und Wurstwaren und noch vieles mehr. Leider waren wir erst gegen 12.00 Uhr auf dem Markt in Apt angekommen. So mussten wir uns sputen um alles zu sehen und uns auch mit den Köstlichkeiten einzudecken, denn der Markt war um 13.00 Uhr zu Ende. Es fing leicht an zu regnen, so war es besser durchzukommen, weil sich viele Leute davon verscheuchen ließen. Wir nicht. Wir kauften Merguez und Fleisch zum Grillen, frische Salate und einiges für das Wohlbefinden, wie einen Kuchen und süsse Sachen, sowie Wein aus der Region. Markus und Stefan wollten sich gar nicht von den Wurstständen lösen. Ich glaube, sie dachten, so sähe das Paradies aus. Doch nicht nur unsere Männer sind so, an den Wurstständen war fast ausschließlich männliche Kundschaft.

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Der Markt von Apt...

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... ist ein Fest für die Sinne.

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Und das muss das Paradies sein.

Beladen mit vielen Köstlichkeiten ging es zum Auto zurück um die Provence weiter zu sichten. Wir fuhren nach Roussillon, ein Dorf gebaut auf einen Ockerfelsen. In der Farbe der Ockerfelsen, da aus Ockerfelsen gebaut. Es gehört wie Mènerbes, Gordes, Bonnieux und vielen anderen Dörfern, zu den schönsten Frankreichs (so steht es jedenfalls in den Reiseführern).

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Mit einem guten Auto kommt man (fast) überall hin. Kleiner Abstecher mit dem Toyo zu einer Kapelle.

Auch Roussillon ist von Touristen überfüllt und passt sich mit den Preisen diesem Strom an. In dieser Jahreszeit ließ es sich aushalten, die Touristen kommen wie überall im Sommer verstärkt.

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Schön, solange es nicht zu voll ist: Roussillon

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Auf der Suche nach einem Platz für die Nacht ging es wieder an Mènerbes vorbei in Richtung Bonnieux. Dort fanden wir ein Platz etwas tiefer gelegt auf dem wir von niemandem gesehen wurden. Vielleicht fand uns wenigstens morgen früh der Osterhase.
Es war gar nicht so leicht einen Platz zu finden, wo nicht doch noch ein Wohnhaus stand. Oft fuhren wir viele Kilometer kleine Wege, wo wir niemals vermutet hätten, das dort noch ein Haus stehen würde. An total entlegenen Stellen (das dort jemand Stromkabel hingelegt hatte!) standen Häuser, die auch bewohnt waren.
Auch an diesem Abend konnten wir draußen grillen und saßen bis ca. 22. Uhr zwar mit Pullover, aber nicht frierend am Feuer. Als wir so saßen hörten wir ein starkes rascheln im Unterholz hinter den Autos. Wir erschraken alle etwas und erwarteten ein wildes Tier das unsere Zusammenkunft stören würde. Wir fürchteten uns vor dem wilden „Staniolio Folio“. Mit der großen Maglite-Taschenlampe bewaffnet folgten wir den Geräuschen und versuchten das wilde Tier zu stellen. Bis wir feststellten, dass es nur die Grillfolie auf dem Grill war, die vom Wind bewegt wurde. Vielleicht sollten wir das nächste Mal doch ein bis zwei Euro mehr für Wein ausgeben, anstatt den billigen Fusel zu kippen.

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An dieser Stelle erschreckte uns der „Staniolio Folio“.

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