Willkommen

Willkommen auf ufftour.de, der Reiseseite von Heike, Markus, Yasmin und Katharina Walter und Juliane und Stefan Britz. Wir berichten hier über unsere Reisen, die wir auf eigener Achse mit Allradfahrzeugen unternehmen. In absehbarer Zeit wollen wir zu einer Open-End-Reise aufbrechen, die uns zu vielen interessanten Stellen des Erdballs führen soll. Weiteres ist zu finden auf unserer Facebook-Seite (kann auch aufgerufen werden, wenn man kein Facebook-Mitglied ist).

Heike und Markus sind zur Zeit ufftour in Zentralasien. Hier geht es zur Übersicht der Reiseberichte.

Kasachstan – Unendliche Weiten, aber was soll ich schreiben?

Bei der Planung unserer Reise war bereits klar, dass Kasachstan nur ein Transitland sein würde. Warum? Nun, Erstens weil man auch bei einer mehrmonatigen Reise naturgemäß nicht überall lange Zeit verbringen kann. Und Zweitens weil von allen bereisten Ländern Kasachstan wohl am wenigsten „zu bieten hat“. Ohne ungerecht sein zu wollen, kann man das wohl so feststellen. Kasachstan ist riesig, für europäische Maßstäbe kaum zu erfassen. In diesem – nach Fläche – neuntgrößten Land unserer Mutter Erde, hätte ganz Westeuropa incl. Großbritannien (muß man die jetzt eigentlich schon einzeln nennen?) und halb Skandinavien Platz. Auf diesen fast 3 Millionen Quadratkilometern Fläche leben allerdings nur rund 17 Millionen Menschen, was einer Bevölkerungsdichte von 6 Personen pro qkm entspricht (in Deutschland beträgt diese schlappe 226). Wenn man nun aber berücksichtigt, dass über 50% der Bewohner in Städten leben (und davon die meisten in nur 10 großen Städten), kann man vielleicht erahnen, wie leer das Land eigentlich ist. Nein, kann man eigentlich nicht… Auf einer Hauptstrecke weit im Osten, die wir von Süd nach Nord fahren, liegen oft mehr als 50km Abstand zwischen den einzelnen Dörfern. Die Straße, die über weite Strecken diesen Namen in keiner Weise verdient, geht meist schnurgerade bis zum Horizont, der durch eine leichte Anhöhe gebildet wird. Hinter dieser erhofft man sich ein anderes Bild. Dort angekommen sieht man – das Gleiche wie vorher. Aber hinter der nächsten Anhöhe… Nein.


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Soweit das Auge reicht: Nix wie Steppenlandschaft (im Westen dann eher Wüste). Die kaum sichtbaren Pfosten gehören zu einer Bahnlinie.

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Kirgistan – Das kirgisische Meer in den Bergen, Märchenfelsen und Werkstattbesuche die Spaß machen

Weiter ging die Fahrt, noch immer durch Hochtäler in Kirgistan. Diese liegen im Bereich von 3000 bis 4000m Meereshöhe und werden im Sommer von Hirten bewirtschaftet. Die ziehen dann mit Sack und Pack und ihrer Jurte in die abgelegenen Regionen und Leben hier mit der Natur. Es geht auch nur mit der Natur. Die Menschen passen sich an, anders geht es hier nicht. Ein Jurtencamp weckt unser Interesse, werden hier doch gerade die Schafe geschoren. Ein kurzer Stopp, natürlich darf ich fotografieren. Schade, dass wir uns nicht mit den Menschen verständigen können. Speziell Russisch-Kenntnisse wären jetzt von Vorteil.


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Jurtencamp. Links die Männer bei der Schafschur.

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Kirgistan – In der Brücke eine Lücke (also eher mehrere…)

Unsere Fahrt durch ein kirgisisches Hochtal auf dem Weg zum „kirgisischen Meer“ bot neben herrlicher Landschaft auch die ein oder andere Herausforderung, die zu meistern war. Im letzten Bericht war schon von einer Brücke, die nur für 3 Tonnen zugelassen war, die Rede. Nach vielen weiteren Kilometern kamen wir an eine weitere Brücke, die nun wirklich nicht zum Überfahren mit LKWs geeignet war.


Man muß wissen, dass ein großer Teil der Infrastruktur in Kirgistan noch aus der Sowjet-Zeit stammt. Kirgistan war im Rahmen der Sowjetunion ein wichtiger Fleischlieferant (jede Sowjetrepublik hatte so ihre spezielle Aufgabe). So wurden auch viele Hochtäler durch Pisten erschlossen und Brücken über die Wasserläufe gebaut. Mit dem Ende der Sowjetunion gab es niemand mehr, der sich um diese abgelegene Infrastruktur kümmerte. Der kirgisische Staat hat weder Lust noch Mittel für ein paar Hirten einen großen Erhaltungsaufwand zu betreiben. So rottet die Infrastruktur vor sich hin.


Nun ja, wir kamen also an eine Brücke…

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Von Weitem sie die Brücke ja noch einigermaßen passabel aus...




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Tadschikistan/Kirgistan – Über das Dach der Welt ins Land der Pferde

Mit dem Begriff „Dach der Welt“ wird heutzutage zwar eher das Himalaya-Gebirge bezeichnet, doch in alten Nachschlagewerken wurde dieser Ausdruck immer für das Pamirgebirge verwendet. Vom „Pamirknoten“ aus entfalten sich die Hochgebirge Zentralasiens, die „niedrigsten“ Regionen liegen um die 4000m und die höchsten Erhebungen über 7000m Meereshöhe, so hatte und hat der Ausdruck „Dach der Welt“ durchaus seine Berechtigung.

Wir sind ganz in den Osten Tadschikistans gefahren, dort wo das Pamitgebirge am einsamsten ist. Nur rund ein dutzend Kilometer trennen uns von der chinesischen Grenze. Hier im Tal des Aksu gibt es nur einige Hirtenfamilien und zwei oder drei Dörfer. Wir hatten gehofft, bei der Fahrt durch das Tal, dass sich von Süden nach Norden an der chinesischen Grenze vorbei zieht, schöne Ausblicke auf die Eisriesen der chinesichen Seite zu haben. Doch leider waren diese durch vorgelagerte Berge verdeckt. Trotzdem war die Gegend schön, nur die ekelhafte Wellblech-Schotterpiste bleibt in negativer Erinnerung. So viel wie möglich sind wir neben der Piste gefahren, die Spuren der Einheimischen dort zeigten auch deren Abneigung gegen diese Holperpiste.

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Ein Yak. Diese Rinderart ist im zentralasiatischen Hochland eine wichtige Lebensgrundlage. Er ist Reit-, Last- und Arbeitstier, liefert Milch, Fleisch, Leder, Haar und Wolle. Seine Kotfladen dienen als Brennmaterial. Yaks vertragen problemlos große Höhen und haben auch mit Temperaturen von -40°C keine Probleme. Sie sind ideal angepasst an die oft lebensfeindliche Umgebung der zentralasiatischen Gebirgsregionen. Nur mit Wärme haben sie es nicht so, was aber hier oben kein Problem darstellt...

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Tadschikistan – Wer nicht schauen will, muss schaufeln…

Man kennt das ja: „Wer nicht hören will, muss fühlen“. Beim Fahren abseits befestigter Straßen ist es weniger das Hören (wäre bei dem Geratter und Gerappel eh zwecklos), sondern das Schauen. Will meinen, dass der Fahrer vor schwierigen Passagen anhalten sollte und sich zunächst zu Fuß ein Bild machen sollte, ob die Stelle passierbar sei. Soweit die Theorie. In der Praxis wird man das bei hunderten von Kilometern mit vielen, vielen Stellen, die man zunächst erkunden sollte, schnell leid. „Wird schon gehen“ wird dann schnell zum Standardsatz. Wir waren schon rund 100km auf der Piste im Naturreservat Zorkul unterwegs und bisher war alles gut gegangen. Die in der Karte eingezeichnete Piste verschwand plötzlich, aber es gab eine gut sichtbare Fahrspur, die in die gleiche Richtung führte. Also folgten wir dieser ein paar Kilometer. Dann begannen in der Hochebene die ersten Wasserläufe, manche ausgetrocknet, andere wasserführend. Die ersten wurden auch mit Bravour genommen. Dann ging es ins nächste Bachbett rein. Und von dort aus war nicht mehr wirklich eine Spur zu erkennen. Also Auto auf einer Kiesbank abgestellt und mal zu Fuß weiter. Schnell wurde klar, dass es hier für einen 8to-LKW kein Durchkommen gab. Es folgten mehrere Wasserläufe hintereinander, getrennt durch morastische Grasflächen, eine Spur war nicht mehr zu erkennen. Also rumdrehen und einen anderen Weg suchen. Soweit die Theorie…

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Ein wirklich schöner Platz, um das Auto zu versenken.

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Tadschikistan – Wo das Pamirgebirge am einsamsten ist

Schon bei der Reiseplanung war die Pamir-Region eines der Hauptziele unserer Reise. Das Pamir-Gebirge liegt im Osten Tadschikistans. Von diesem „Pamirknoten“ aus entfalten sich die Hochgebirge Zentralasiens: Himalaya, Karakorum und Hindukusch, außerdem Kunlun- und Tien-Shan-Gebirge. Die höchsten Berge sind über 7000m hoch, aber auch die Täler und Hochebenen dazwischen liegen bereits in großer Höhe, teilweise über 4000m hoch. In der Region leben nur sehr wenige Menschen. Ausschließlich in den Flußtälern gibt es einige Dörfer. Einige wenige Siedlungen liegen auch entlang des „Pamir-Highway“, einer Hochstraße, die Tadschikistan mit Kirgistan und China verbindet. Diese Siedlungen sind in sowjetischer Zeit entstanden und dienten ausschließlich der Unterhaltung dieser Piste, deren höchster Pass über 4600m hoch liegt. Von der „Pamir-Hauptstadt“ Korough im Panj-Tal führt die Straße östlich ins Gebirge. Wir entscheiden uns aber zunächst am Fluß Panj entlang weiter nach Süden zu fahren und die Südspitze Tadschikistans zu umrunden. Hier liegt der sogenannte Wakhan-Korridor, einst ein wichtiger Verbindungsweg der Seidenstraße, denn auch die Karawanen mussten vor hunderten von Jahren diese hohen Gebirge überwinden. China, der Ausgangspunkt dieser Handelsstraße, liegt nun mal hinter den hohen Gebirgen Pamir und Karakorum, schwierige Hindernisse für die Händler. Der Wakhan-Korridor verläuft zwischen den Gebirgen Pamir und Hindukusch und bildete im Tal des Flußes Panj eine gute Ost-West-Verbindung. Heute verläuft hier die Grenze zwischen Tadschikistan und Afghanistan.

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Weit im Süden Tadschikistans erreichen wir den Wakhan-Korridor. Vor uns ragen die mächtigen Gipfel des Hindukusch in den Himmel.

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Tadschikistan – Von Duschanbe zum Pamir

Mit Freude starten wir von Duschanbe Richtung Osten. Wir wollen die Nordstrecke zum Pamir nehmen, die „alte“ Strecke. Es gibt auch eine besser ausgebaute Südstrecke, jedoch verspricht die Nordstrecke schönere Landschaften und uriges Gelände. Etwas unklar ist für uns, ob die Strecke fahrbar ist, vor allem mit einem LKW. Hier gibt sich der Reiseführer (und auch manche Reiseberichte) etwas unklar. Zum einen geht es an der größten Baustelle Tadschikistans vorbei, einem Stausee, der ein ganzes Tal und die darin befindliche Straße überfluten soll. Laut unserem Reiseführer wäre mit dem Beginn der Flutung ab Anfang 2016 zu rechnen. Außerdem findet man immer wieder Fotos von kleinen Hängebrücken, die nur für PKW geeignet sind (auch in unserem Reiseführer). Doch hier können wir Entwarnung geben. Vom Stausee ist noch nichts zu sehen und es wird sicher eine Umfahrung geben (man sieht schon eine angefangene Piste). Schließlich leben in den Tälern oberhalb des künftigen Sees fast 300.000 Menschen und es gibt keinen andern Zugang zu diesen Tälern. Und was die Hängebrücken angeht: Leider neigen viele Reiseberichte zu Übertreibungen. Man muss wohl auf seine besonderen bestandenen Abenteuer hinweisen. Das haben wir auch in der Vergangenheit leider schon häufig beobachten müssen. Wir versuchen übrigens der Versuchung, uns als tolle Abenteurer darzustellen, zu wiederstehen und vermeiden jede Übertreibung. Wir hoffen, dass uns das gelingt… Zurück zu den Hängebrücken. Diese kleinen Brücken gibt es wirklich, aber keine davon an der Hauptstrecke. Sondern diese Brücken dienen dazu, Dörfer, die auf der anderen Seite des Flusses liegen, anzubinden. Die „schwächste“ Brücke, über die man muss, weisst 15to aus. Wobei die deutlich stabiler ausschaut und da alle anderen Brücken für 30to ausgelegt sind, macht eine dazwischen mit weniger, wenig Sinn. Ich denke, auch die wird 30to tragen.

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Auf der Nordstrecke zum Pamir



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Tadschikistan – Durch die Berge im Norden

Tadschikistan ist ein Land der Berge. Rund 93% des Territoriums ist Bergland, mehr als die Hälfte des Landes liegt höher als 3000m. Der höchste Berg des Landes, der „Pic Somoni“, ist 7495m hoch. Lustigerweise hieß er früher „Pic Kommunizm“. Im Osten des Landes liegt der „Pamirknoten“. Von diesem Gebirge aus entfalten sich die Hochgebirge Zentralasiens: Himalaya, Karakorum und Hindukusch, außerdem Kunlun- und Tien-Shan-Gebirge. Also war schon gleich klar, dass sich unser etwas übergewichtiges „Schneggsche“ hier mächtig ins Zeug legen muss. Wir sind im Norden bei Khujand eingereist und auch dieser nördliche Teil Tadschikistans ist durch mehrere hohe Bergketten vom Rest des Landes und der Hauptstadt abgetrennt. Meist war der Norden rund 6 Monate im Jahr vom Rest des Landes abgeschnitten, da zwei mehr als 3000m hohe Pässe überquert werden mussten, die nur im Sommerhalbjahr schnee- und eisfrei waren. Im Jahr 2006 wurde dann ein erster Tunnel eingeweiht und 2012 ein zweiter. Nun ist der Nordteil praktisch ganzjährig mit Fahrzeugen erreichbar, wenn auch beide Tunnel mehr als 2000m hoch liegen und somit nach wie vor steile Anstiege zu bewältigen sind. Die Straße ist hart an den Berg gebaut und zieht sich durch steile Täler. Auf der einen Seite ragen hunderte Meter steiler Fels fast senkrecht aufwärts, auf der anderen Seite geht es oft genau so steil mehrere hundert Meter hinuter. Eine schöne Strecke, wenn man solche Wege liebt, dem ein oder anderen mag manchmal etwas mulmig sein.

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Immer nach oben, dem Himmel entgegen.




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Tadschikistan – Von altem Sowjet-Charme, nervigen Polizeikontrollen, einem Sträfling und einem radioaktiven See

Der nächste Grenzübergang ist geschafft. Wir haben fast 6 Stunden gebraucht, um von Usbekistan nach Tadschikistan zu gelangen. Davon 1 1/4 Stunde auf der usbekischen Seite, den Rest auf der tadschikischen. Die Usbeken haben bei der Ausreise unser Fahrzeug recht genau kontrolliert, eigentlich die umfangreichste Kontrolle von allen Grenzen dieser Reise. Die Beamten waren freundlich und haben sich absolut korrekt verhalten, waren nur eben genau, was ja auch ihr Job ist. Auf der tadschikischen Seite war es weniger erfreulich. 5 oder 6 Büros mussten nacheinander aufgesucht werden. In jedem saß ein wichtiger Beamter, so wichtig, dass jeder sein Bett direkt neben dem Schreibtisch hatte. Allerlei Gebühren wurden berechnet: Zunächst wollte der Veterinär 25 US-$ für die Desinfektion des Fahrzeuges. Diese hat natürlich nicht stattgefunden. Er hat sich nicht mal von seinem Stuhl aufbequemt, um sich das Auto auch nur anzusehen. Dafür gab er sich dann auch mit 20$ zufrieden. Im Nachbarbüro saß der – tja, wie nennt man den? – Pflanzendoktor. Er hat mich belehrt, dass man auf keinen Fall irgendwelche Pflanzen oder Samen über die Grenze bringen darf. Dafür wollte er 2 US-$. Bei unseren Freunden, die direkt nach uns die Grenze passiert haben, hatte er bereits auf 10 US-$ erhöht (wahrscheinlich ein Tip vom Veterinär). Lange Diskussionen gab es dann in einem weiteren Büro über eine Straßenbenutzungsgebühr, charmante 100 US-$ für 15 Tage. Hier haben wir lange versucht zu handeln, vor allem, weil man unsere Fahrzeuge wie gewerbliche LKWs eingestuft hat. Der Beamte war völlig überfordert und hat allein in unserer Gegenwart mindestens 30 Telefonate mit seinem Handy geführt (nicht übertrieben!). Ständig musste er das Telefon wieder ans Ladekabel stöpseln, weil der Akku immer leer wurde. Er zeigte uns schlecht kopierte Erlasse des Präsidenten und reichte uns immer wieder Gesprächspartner am Telefon, die – im Gegensatz zu ihm – wenigstens ein paar Brocken Englisch sprachen. Irgendwann gaben wir auf und zahlten. Und dachten es ginge nun weiter. Doch weit gefehlt. Noch eine geschlagene Stunde dauerte es, bis er das Computerformular ausgefüllt hatte. Für jedes einzelne Datenfeld hat er nochmal mit seinem Handy jemanden angerufen. Es war irre. Und bei Andrea und Achim – direkt nach uns – hat es wieder genauso lange gedauert. Absurd. So war der erste Eindruck von diesem Land für uns nicht berauschend und der zweite und dritte sollte es auch nicht werden…

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Man fühlt sich wie in der Sowjetunion. Schilder...

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Usbekistan: Buchara und Samarkand – Königinnen der Seidenstraße

Wieder einmal liegt Wüste vor uns. Zwischen uns und den Städten Buchara und Samarkand liegen jeweils mehrere hundert Kilometer heiße, trockene Wüste. Die Temperaturen werden tagsüber wieder über die 40°-Marke klettern und nachts deutlich über 30° bleiben. Kein besonders Vergnügen in einem Wohnmobil, dass sich immer mehr aufheizt. Der Monat Juni ist schon zu heiß, besser wäre man hier 4 Wochen vorher gefahren, aber eingebettet in eine große Reise, lassen sich nicht alle Wünsche erfüllen. Also leben wir damit, dass es mal wieder unterwegs in unserem Kühlschrank wärmer sein wird, als zur gleichen Zeit zu Hause im beschaulichen Saarland auf der Straße. Die beiden Städte Buchara und Samarkand sollten uns aber für die Mühe entschädigen. So war der Plan. Und das haben sie auch.


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Der Registan ist der zentrale Platz. Er ist umrahmt von 3 Medresen (Religionsschulen), die heute jedoch nicht mehr betrieben werden. Im Innern befinden sich Souveniergeschäfte.

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