Projekt MAN 8.136

Heike und Markus haben sich einen MAN 8.136 zugelegt, der zum Offroad-Wohnmobil umgebaut werden soll…

Fahrzeug-Wahl
Erster Schritt war natürlich die Auswahl des Basis-Fahrzeuges. Wir wollten einen möglichst kleinen LKW, weil wir uns bezüglich Wendigkeit und fahrbaren Wegen möglichst wenig einschränken wollten. Außerdem wollten wir reisefertig unter 7,5to bleiben. So kamen wir relativ schnell bei einem MAN G90 an. Der kurze Radstand (3,10m) gefiel uns (Wendigkeit) und es gab vom dänischen Militär eine kleine Kabine. Nach einigem Überlegen (und vielen guten Ratschlägen) fiel dann doch die Entscheidung für einen größeren Wohnaufbau. So wurde der kleine Koffer wieder verkauft und ein Zeppelin-Shelter gekauft, der in seinem ersten Leben ein Funkkoffer der Bundeswehr war. In der Rückschau betrachtet wäre nun ein Radstand von 3,5m besser gewesen (mit diesem Radstand gibt es den MAN auch), aber ein Zurück gab es halt nicht mehr. Im Sommer 2007 haben wir den MAN abgeholt und im November 2008 begannen die Umbauarbeiten…

Abholung des MAN. Das geschulte Auge erkennt den Ort: Der Hof von Philipp aus dem Hanfbachtal

So sah der MAN ursprünglich aus. Mit dem kleinen Koffer des dänischen Militär.

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Mit unserem Toyota und einem großen Anhänger wurde dann ein Jahr später der größere Zeppelin-Shelter abgeholt.

 

Pritsche runter und es begannen die Arbeiten am Fahrgestell.

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Rost hatte das Fahrzeug wenig. Nur die bekannten Stellen am Fahrerhaus waren von der braunen Pest befallen. Rahmen und Achsen waren praktisch rostfrei.

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Der gesamte Rahmen war dick mit einem Fett oder Wachs überzogen. Das musste runter, da wir neu lackieren wollten. Das war eine Heidenarbeit und letztendlich wurden rund 35 Liter Benzin zur Reinigung verbraucht.

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So sieht es schon besser aus…

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Ob das was wird? Gerade zu Beginn stellte ich mir die Frage öfters. Schließlich war das Projekt die erste nennenswerte handwerkliche Tätikeit eines Schreibtischtäters…

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Auch Heike hilft fleißig mit. Hier wird die Halterung des späteren Abwassertanks geschrubbt.

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Auch alle Federpakete werden nacheinander demontiert, auseinander gebaut, entrostet, dünn lackiert, geschmiert, zusammen und wieder eingebaut.

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Der größere Koffer steht natürlich hinten über den Hauptrahmen über. Den Überstand könnte man zwar einfach mit dem überstehenden Hilfsrahmen lösen. Aber wir entscheiden uns, auch den Hauptrahmen zu verlängern. Dadurch kommt der hintere Querträger wieder ans Ende des Fahrzeugs, was gut für die Abschleppöse ist. Außerdem entsteht im Hauptrahmen ein weiteres „Feld“, das den neuen Batteriekasten aufnimmt. Batteriekasten und Druckluftbehälter wandern nämlich von der Fahrerseite in die Mitte des Rahmens um aussen Platz für große Tanks zu schaffen.

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Der Koffer soll später mit einem gelagerten Hilfrahmen montiert werden. Dieser hängt hier frisch lackiert über dem Fahrzeug.

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Rote Grundierung und dann schwarzer Decklack. Hier gut an der Hinterachse zu sehen.

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Der Rahmen ist fertig lackiert und der Hilfsrahmen aufgesetzt.

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Heike kümmert sich derweil um die Innenlackierung des Fahrerhauses.

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Auf beiden Seiten wird je ein 300-Liter-Tank montiert. Auf der Beifahrerseite zusätzlich die Tankumschaltung. Man erkennt 2 x 3 Absperrhähne (Vor-/Rücklauf). Als dritter Tank dient ein 20Liter-Kanister aus dem im Notfall der letzte Tropfen gefahren werden kann. Der Nachteil bei den großen Tanks ist ja, dass man diese nur schlecht leerfahren kann. Und bevor wir die letzten 20 Liter aus einem Kanister in den leeren großen Tank gießen und diese nur knapp den Boden bedecken, verfahren wir diese lieber praktisch vollständig direkt aus dem Kanister…

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Bevor der Koffer auf den Hilfsrahmen montiert werden kann, müssen zunächst die 3 Kufen an der Unterseite entfernt werden. Alleine dafür gehen 3 komplette Abende drauf.

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Hochzeit. Mit Hilfe eines Krans wird der Koffer auf das Fahrzeug gesetzt.

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So sieht er nun aus. Erste Tests mit Hilfsrahmen und Koffer.

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Stand: April 2012

Hier geht es zum Teil 2…