{"id":59,"date":"2004-04-12T10:45:42","date_gmt":"2004-04-12T08:45:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ufftour.de\/?p=59"},"modified":"2017-01-05T21:29:03","modified_gmt":"2017-01-05T19:29:03","slug":"holland-tour-2004","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ufftour.de\/?p=59","title":{"rendered":"Holland-Tour"},"content":{"rendered":"<p>geschrieben von Juliane<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5759.JPG\" alt=\"Hoorn - Hafen\" \/><\/p>\n<p>\u00dcber Ostern 2004 stand eine Rundfahrt durch Holland und Friesland auf dem Programm.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Freitag 02.04.04<\/strong><\/p>\n<p>Abfahrt gegen 20.00 Uhr von Friedrichsthal aus. P\u00fcnktlich waren diesmal Walter'sch, daf\u00fcr kam Stefan zu sp\u00e4t. Da muss er doch gleich einen ausgeben. Nur wegen Ihm fahren wir an diesem Abend nach Essen um unseren Urlaub auf der total \u00fcberf\u00fcllten Techno-Classica-Essen, der gr\u00f6\u00dften Oldtimerausstellung Europas, zu beginnen. Ankunft gegen 00.30 Uhr auf dem P+R Parkplatz an der Gruga-Halle.<br \/>\nJetzt aber nix wie geschlafen. Morgen wird's anstrengend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5556.JPG\" alt=\"Modell-Auto-Sammler unter sich\" \/><\/p>\n<p><em>Wie bei Rauschgift-Gesch\u00e4ften: 2 Modellauto-Sammler treffen sich nachts um 2 auf einem Parkplatz zum Tauschen von Modellautos...<\/em><\/p>\n<p><strong>Samstag 03.04.04<\/strong><\/p>\n<p>Nach einem kleinen Fr\u00fchst\u00fcck ging es auf zur Gruga-Halle. Den Eintrittspreis von 16,50 Euro f\u00fcr einen Erwachsenen zahlten wir schweigend. Bis etwa 16.00 Uhr fanden wir uns in den Hallen wieder, die f\u00fcr Oldtimerfreunde ein Mekka sind. Stefan war hin und weg, ich war fasziniert von vielen alten Autos, Heike und Markus taten die F\u00fcsse weh und die Kinder hatten Langeweile. Also unser Tip: Wer sich f\u00fcr so etwas interessiert ist dort an der richtigen Stelle, f\u00fcr andere ist es mehr als anstrengend.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5613.JPG\" alt=\"Rolls Royce \u201cStern von Indien\u201d\" \/><\/p>\n<p><em>Nicht nur Offroad-Autos sind sch\u00f6n... (hier der legend\u00e4re Rolls Royce \"Stern von Indien\")<\/em><\/p>\n<p>Dann die Weiterfahrt zu unserem ersten richtigen Urlaubsziel: Der Safaripark in Beekse Bergen. Kurzfristig entschieden, dort unsere ersten richtigen Urlaubsstunden zu verbringen.<br \/>\nIn der N\u00e4he des Safariparkes befinden sich 2 Campingpl\u00e4tze. Da wir keine Wildcampm\u00f6glichkeit gefunden hatten, fragten wir auf einem Campingplatz nach. Sie wollten f\u00fcr 2 Fahrzeuge, 4 Erwachsene und 2 Kinder 46,70 Euro f\u00fcr eine Nacht. Rockefeller wohnen woanders. Wir blieben einfach auf dem Besucherparkplatz des Campingplatzes stehen und verbrachten dort die Nacht, in der Hoffnung nicht weggejagt zu werden. Nat\u00fcrlich lie\u00dfen wir unseren Grill im Auto und kochten auf der Herdplatte.<\/p>\n<p><strong>Sonntag 04.04.04<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, ging es auf in den Safaripark. Sch\u00f6n gef\u00fcttert, w\u00fcrden uns die Tiere noch lieber haben.<br \/>\nDer Eintritt betrug 13,60 Euro f\u00fcr Erwachsene und 13,00 Euro f\u00fcr Kinder (Vorsaisonpreise). F\u00fcr die Autos mussten wir extra 4,-- Euro Parkgeb\u00fchren zahlen, die eine Ausfahrm\u00fcnze enthielten um den Parkplatz wieder verlassen zu k\u00f6nnen. Nach dem Zahlen des Eintrittes hat man die M\u00f6glichkeit den Park zu Fu\u00df, anschlie\u00dfend mit dem Auto, oder dem Schiff, oder dem Bus zu besuchen. Wir gingen zuerst zu Fu\u00df durch den Park, was etwa 2 Stunden dauerte. Danach fuhren wir mit unseren Wagen durch den Park um erste Eindr\u00fccke einer Safari zu sammeln. Dabei kamen wir an Tieren vorbei, die wir beim zu Fu\u00df gehen nicht gesehen hatten. Mit dem Auto ging es direkt an den Giraffen und L\u00f6wen vorbei, die aber Gott sei Dank schon gef\u00fcttert waren. Im Park sind nicht nur wilde Tiere sondern auch einige einheimische. Ein sch\u00f6nes Ausflugsziel, dass nicht nur Kindern gef\u00e4llt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5667.JPG\" alt=\"Safari-Park\" \/><\/p>\n<p><em>Fast wie in Schwarz-Afrika<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5675.JPG\" alt=\"Safari-Park L\u00f6we\" \/><\/p>\n<p><em>Ob man dort jedoch so engen Kontakt haben m\u00f6chte...<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5708.JPG\" alt=\"Safari-Park Streichelzoo\" \/><\/p>\n<p><em>Katharina fand den Streichelzoo interessanter.<\/em><\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmitttag fuhren wir weiter Richtung Gouda nach Zoetermeer. Markus wollte, wenn schon in Holland auch seine Verwandschaft besuchen. Wir fanden am Aquapark-Zoetermeer einen Platz an einem kleinen Weiher, den wir als Nachtstellplatz benutzen konnten. Die Verwandschaft kam uns an diesen Platz abholen und brachte uns auch wieder zur\u00fcck. Unser Pfadfinder Markus h\u00e4tte den Weg auch ohne Hilfe wieder gefunden, aber so ging es schneller. Unser erstes Zusammentreffen mit Holl\u00e4ndern verlief sehr gut. Es sind wirklich sehr nette Menschen, das fiel mir in diesen Tagen immer wieder auf. Nach dem Verwandschaftsbesuch war es sp\u00e4t und wir gingen gleich schlafen.<\/p>\n<p><strong>Montag 05.04.04<\/strong><\/p>\n<p>Der Morgen fing schon gut an, nach einer halben Stunde Walking, kam ich an einer B\u00e4ckerei an, die aber dann erst eine halbe Stunde sp\u00e4ter aufgemacht hat. Und das um 8.30 Uhr. Zur\u00fcck an den Wagen fuhr ich mit Markus zu dieser B\u00e4ckerei, nur mit dem Wagen konnten wir den gleichen Weg nicht zur\u00fccknehmen. So dauerte es etwa insgesamt 2 Stunden, bis wir aus der B\u00e4ckerei frische Backwaren hatten. Und das alles nur, weil wir Stefan, der lieber frische Sachen mag, so gerne haben. H\u00e4tten wir doch nur das Angebot von Markus' Tante angenommen, sie wollte uns eingefrorenes Brot mitgeben. Denn in Holland haben Montagsmorgens die Gesch\u00e4fte geschlossen und auch nur wenige B\u00e4ckereien ge\u00f6ffnet.<br \/>\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck versuchten wir unser Gl\u00fcck im Aquapark Zoetermeer um zu duschen. Die Schwimmb\u00e4der in Holland haben immer irgendein Programm, das ist nicht einfach. Montag morgen ist dort Mutter-Kindschwimmen. Nach dem Bezahlen des vollen Eintrittspreises (4 Erw. 2 Kind.) 16,-- Euro liess uns der Bademeister, wohl weil er auch Mitleid mit uns hatte, duschen. 3 Tage ungeduscht, geht an keinem spurlos vorbei.<br \/>\nSo frisch w\u00fcrde man uns in Amsterdam sicher gern reinlassen.<\/p>\n<p>So ging es weiter nach Sloterdejk. Wir hatten eine Adresse eines P+R Parkplatzes, von dem es ohne Probleme per Bus, Bahn und S-Bahn nach Amsterdam Central ging. Es empfiehlt sich nicht mit dem Wagen ins Centrum Amsterdam zu fahren.<br \/>\nDie Einfahrt des Parkplatzes hat eine H\u00f6henbeschr\u00e4nkung von 3,40m, das war knapp, aber auch unser Nissan ging durch.<br \/>\nF\u00fcr die Parkdauer von 24 Stunden + 2 Tickets f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel zahlten wir f\u00fcr ein Fahrzeug 5,50 Euro, und jede weitere angefangene Stunde 1,50 Euro. Ja richtig gelesen.<br \/>\nWir verstanden das so, dass wir schon wieder einen Platz zum Schlafen gefunden hatten. Der Parkw\u00e4chter erkl\u00e4rte uns, dass man zwar den Wagen 24 Stunden stehen lassen kann, nicht aber darin schlafen. Ich sagte aber schon, dass die Holl\u00e4nder sehr nett sind, deshalb hat der W\u00e4chter und sein abl\u00f6sender Kollege nichts gesehen. Nat\u00fcrlich liessen wir auch dieses Mal den Grill eingepackt. Den Nachmittag fuhren wir mit unseren Nahverkehrstickets nach Amsterdam hinein um erste Eindr\u00fccke zu sammeln. Am sp\u00e4ten Abend kamen wir zum P+R Platz zur\u00fcck um am n\u00e4chsten Tag fr\u00fch wieder Amsterdam hineinzufahren. Amsterdam ist eine Reise wert. Eine Stadt mit eigenem Charme und charmanten Klofrauen.<\/p>\n<p><strong>Dienstag, 06.04.04<\/strong><\/p>\n<p>Mit unserem Ticket vom Vortag, was sehr wahrscheinlich so \u00e4hnlich war, wie Schwarzfahren, ging es wieder mit der S-Bahn nach Amsterdam Central. Unser erster Weg f\u00fchrte uns auf einen Amsterdamer Flohmarkt. Die Holl\u00e4nder sind Antiquit\u00e4tenliebhaber. Nur dieser Markt war nicht sehr gro\u00df. Samstags ist ein gro\u00dfer Flohmarkt, nur so lange konnten wir in Amsterdam nicht bleiben. So sahen wir uns noch einige Dinge in Amsterdam an, so wie das Schlo\u00df und einen alten Kerker.<br \/>\nAm Abend zuvor waren wir auch schon im Rotlichtviertel gewesen, von dem Yasmin sehr begeistert war. Die Frauen standen in sch\u00f6ner Unterw\u00e4sche in Glasfenstern. Die Mode wird auch in Amsterdam gemacht. Viele die wirklich sehr mutig sind, was Klamotten angeht. M\u00e4nnlein wie Weiblein.<br \/>\nNat\u00fcrlich machten wir auch eine Krachtenfahrt mit, sollte man schon tun. Man sieht viel und erf\u00e4hrt viel \u00fcber die Stadt. Unter anderem sieht man auch das schmalste Haus. Es ist etwa 1 m breit. Eine T\u00fcr breit, dar\u00fcber das Fenster. Da fragt man sich, wie man in den 1. Stock kommt. Zwischendurch gingen wir auch einen Kaffee trinken um uns aufzuw\u00e4rmen. Die Kaffeepreise sind wirklich in Ordnung, keine Abzocke.<br \/>\nAmsterdam hat se\u00ednen eigenen Flair und ist eine wirklich sehenswerte und erlebenswerte Stadt.<br \/>\nAm Nachmittag mussten wir uns auf die Weiterfahrt machen. Bis in den Norden Hollands war es noch ein gutes St\u00fcck. Wir fuhren weiter in Richtung Hoorn. Eine alte Seefahrerstadt.<br \/>\nAn einer Deichstra\u00dfe fanden wir ein kleines Parkplatz auf dem wir in dieser Nacht stehen bleiben konnten. Wie gesagt Waldpl\u00e4tze oder \u00e4hnliches gibt es fast gar nicht.<br \/>\nHier trauten wir auch unseren Grill aufzustellen. Nur durch den starken Wind und der Regen der dazukam, wurde es f\u00fcr die M\u00e4nner schwer den Grill in Betrieb zu nehmen. Doch sie gaben nicht auf und nach einiger Wartezeit konnten wir halb verhungerten Frauen endlich was essen. Und wehe wenn 4 Frauen den Salat schon fertig haben und die M\u00e4nner das Fleisch nicht fertigbekommen. Ob das Urlaub war f\u00fcr unsere M\u00e4nner?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5747.JPG\" alt=\"Amsterdam - Grachtenfahrt\" \/><\/p>\n<p><em>In Amsterdam ein Muss: Eine Grachtenfahrt.<\/em><\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 07.04.04<\/strong><\/p>\n<p>Besuch der Stadt Hoorn, Gildo haben wir nicht gefunden.<br \/>\nDie Stadt Hoorn ist eigentlich verantwortlich f\u00fcr Kap Hoorn.<br \/>\nAngeblich bekam Kap Hoorn den Namen, weil die Schiffe die dort rumsegelten fast alle von der Stadt Hoorn aus gestartet waren. Die Holl\u00e4nder haben ja auch die indonesische Reisplatte als einheimisches Essen. Sie brachten von ihren vielen Schiffsreisen viele Dinge aus dem Osten mit, die sich im Land durchsetzten, so auch die Indonesische Reisplatte.<br \/>\nDie Stadt ist eine kleine Hafenstadt mit altem und neuem Hafen, eine Shopping-Meile mit kleinen Cafes und klei nen Gesch\u00e4ften. Ein nettes St\u00e4dtchen, im alten Stil.<br \/>\nAm gleichen Tag fuhren wir noch weiter in Richtung Sneek.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5759.JPG\" alt=\"Hoorn - Hafen\" \/><\/p>\n<p><strong>Der Hafen von Hoorn<\/strong><\/p>\n<p>Wir mussten \u00fcber die etwa 40 km lange Dammstrasse.<br \/>\nRechts und links nur Wasser, eine Stra\u00dfe die Mittelholland mit Nordholland verbindet. Etwa in der H\u00e4lfte der Strecke ist eine Aussichtsplattform. Wer dort weniger als 20 kilo wiegt sollte sich festhalten. Der Wind h\u00e4tte vielleicht die Kraft ihn \u00fcber das Meer zu fegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5765.JPG\" alt=\"Stefan im Wind\" \/><\/p>\n<p><em>Manchmal sind ein paar Kilo mehr auch gut...<\/em><\/p>\n<p>Ein paar Kilometer vor Sneek fanden wir an diesem Abend einen idyllischen Platz, lauter Gr\u00fcnfl\u00e4chen und darauf, an einem See, eine Windm\u00fchle. Sch\u00f6n, endlich hatten wir Holland gefunden. Auf den Wiesen lie\u00dfen wir Drachen steigen, er flog und flog und flog. Doch irgendwann wurde es kalt und fing zu regnen an, so verzogen wir uns in unsere Wohnkabine und machten die Heizung an. Wir standen ja sicher wieder auf Privatgel\u00e4nde oder einem Platz der nicht zum Campen gedacht war. Da kamen auch schon durch den Regen 2 Radler, die direkt bei uns am Wagen hielten. Ich erkl\u00e4rte sofort ich w\u00fcrde mit ihnen reden. Ich begann ein kleines Gespr\u00e4ch mit den Einheimischen, was sogar ohne Holl\u00e4ndischkenntnisse sehr gut gelang. Ich fragte sie ganz harmlos, ob sie \"in den Regen gekommen seien\". Das sie pitschnass waren hatte ich doch total \u00fcbersehen. Ich w\u00fcrde sie ja reinbitten, aber es w\u00e4re kein Platz unsere Nachbarn w\u00e4ren schon da. Und nach ein paar Floskeln meinte ich dann ich w\u00fcrde reingehen, es w\u00e4re mir doch zu kalt. Lies die Einheimischen im Regen und schloss die T\u00fcr. In der Wohnkabine ging ein Gel\u00e4chter los, das man mit Sicherheit noch in der n\u00e4chsten Stadt h\u00f6rte. Da stehen 2 pitschnass und ich frage: \"sind sie in den Regen gekommen?\", lasse sie dann noch in der K\u00e4lte und verziehe mich in die beheizte Kabine.<br \/>\nNa ja manchmal sollte man vielleicht etwas \u00fcberlegen bevor man spricht. Wir waren sicher die beiden Radfahrer w\u00fcrden uns nach diesem Gespr\u00e4ch die Landbesitzer auf den Hals hetzen, der uns dann von dort wegjagen w\u00fcrde. Oder wir sollten das Radio anmachen: Holland w\u00fcrde den Deutschen den Krieg erkl\u00e4ren, nach soviel Ignoranz. Und ich wollte nur h\u00f6flich sein und einen kleinen Small-Talk halten.<\/p>\n<p>Vielleicht sollte ich das n\u00e4chste Mal erst die Landessprache lernen. Nat\u00fcrlich hatte ich in diesem Urlaub nichts mehr zu melden. Immer und \u00fcberall war ich \"in den Regen gekommen\".<br \/>\nDaf\u00fcr habe ich aber unseren Nachbarn, Familie Walter und meinem Mann versprochen, wenn noch einmal ein paar pitschnasse Fremde vor unserer T\u00fcr st\u00fcnden, w\u00fcrde ich die Fremden reinbitten und daf\u00fcr sie rausschmeissen. Rache ist s\u00fc\u00df. In der Nacht wurden wir dann auch noch alle zusammen von der Windm\u00fchle aus dem Schlaf gerissen, als die Pumpen angingen und einen wahnsinnigen L\u00e4rm verursachten. Aus mit der Idylle.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5768.JPG\" alt=\"\u00dcbernachtungsplatz an einer M\u00fchle\" \/><\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 08.04.04<\/strong><\/p>\n<p>Die Stadt Sneek. Wir brauchen dringend eine Dusche und auch Trinkwasser. Wein hatten wir noch, den hatten wir in Hoorn gekauft. Am Eingang der Stadt Sneek, tankten wir und fragten ob wir unsere Wassertanks f\u00fcllen konnten. Der junge Tankwart lie\u00df uns unseren Tank mit 70 l Frischwasser f\u00fcllen und wollte daf\u00fcr keinen Cent. Wir gaben ihm ein gro\u00dfz\u00fcgiges Trinkgeld, das wir ihm in Zeichensprache erkl\u00e4rten. Wie schon gesagt, die Holl\u00e4nder sind ein nettes Volk.<br \/>\nIn Sneek besichtigten wir nur den Hafen und fuhren dann weiter nach Grou. Ebenfalls eine im alten Stil erhaltene kleine Stadt mit kleinem Hafen, wie Sneek auch. Weiter nach Leuwaarden. Auf unserem Plan sollte es angeblich 2 Schwimmb\u00e4der in Leuwaarden geben. Und wieder hatten wir Pech, das einzige der beiden B\u00e4der das wir fanden hatte Schulschwimmen und der Bademeister liess sich nicht erweichen uns duschen zu lassen. Er sa\u00df hinter einer Glasscheibe, h\u00e4tte er neben uns gestanden, h\u00e4tte er sich sicher nicht geweigert. Das 2. Bad entpuppte sich als Sporthalle, kein Bad in Sicht. In der N\u00e4he war ein Squash-Center ich bestand darauf dort zu fragen, ob wir vielleicht duschen d\u00fcrften. Trotz gr\u00f6\u00dftem Abstand war der Chef einverstanden und verlangte pro Person 1 Euro Duschgeld. Na das war doch toll. Wir st\u00fcrmten die Duschen und g\u00f6nnten uns eine ausgiebige heisse Dusche. Es gibt nichts tolleres auf der Welt. Katharina konnte sich gar nicht trennen von der heissen Dusche. Als neue Menschen und mit den besten W\u00fcnschen f\u00fcr unseren weiteren Urlaub verliessen wir das Squash-Center.<br \/>\nEs empfiehlt sich also auch in Fitness-Centern o. \u00e4. mal h\u00f6flich nachzufragen, ob man gegen Entgelt duschen d\u00fcrfte. Bester Laune fuhren wir weiter nach Drachten. Einen Schlafplatz fanden wir auf einem Parkplatz.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 09.04.04<\/strong><\/p>\n<p>In Drachten liefen wir durch die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone und suchten den eigentlichen Hafen. Sp\u00e4ter mit dem Wagen. Unser Pfadfinder f\u00fchrte uns in ein Wohngebiet aus dem es keinen Uitgang mehr gab. Nach ewiger Zeit kamen wir, Gott sei Dank, dort wieder raus. Der Hafen von Drachten entpuppte sich als gro\u00dfer Industriehafen, ausser Container nichts zu sehen. So fuhren wir weiter Richtung Nimjwegen, dort setzen wir mit einer kleine F\u00e4hre \u00fcber. Die F\u00e4hrenbenutzung wurde nach Gewicht gezahlt. Fahrzeuge ab 2 Tonnen kosten 2,10 \u20ac.<br \/>\nAuf einem Parkplatz am Niederrhein fanden wir einen netten Platz f\u00fcr die Nacht. Bis es zu kalt und dunkel wurde spielten wir Fu\u00dfball.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5771.JPG\" alt=\"Fu\u00dfball am Niederrhein\" \/><\/p>\n<p><em>Auch am Niederrhein ist es sch\u00f6n...<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5780.JPG\" alt=\"Sonnenuntergang am Niederrhein\" \/><\/p>\n<p><strong>Samstag, 10.04.04<\/strong><\/p>\n<p>Besonders gutes Wetter hatten wir in diesem Urlaub ja nicht, aber an diesem Tag regnete es nur. So entschieden wir heute nur zu fahren, denn langsam wurde es Zeit in die N\u00e4he der Heimat zur\u00fcckzukommen. So fuhren wir von Nimjwegen \u00fcber Roermont. Ein bekanntes und im Sommer \u00fcberf\u00fclltes Wassersportgebiet in der N\u00e4he des Ruhrgebietes, auf der holl\u00e4ndischen Seite. \u00dcber Maasbracht-Huy-Zitadelle Richtung Dinant. F\u00fcr diesen Abend mussten wir einen guten Nachtschlafplatz finden, denn am n\u00e4chsten Morgen wollten auch wir Ostereiersuchen. \u00dcber einen privaten Waldweg - wir haben das Schild nat\u00fcrlich nicht gesehen - kamen wir nach langen Tagen endlich an einen Platz mitten im Wald. Es war zwar ein Platz auf dem Holz verarbeitet wurde, aber wer w\u00fcrde schon Ostersonntag arbeiten.<br \/>\nEin kleines Erlebnis wollten wir noch haben in diesem Urlaub so beschlossen wir eine Nachtwanderung zu machen. Mit festen Schuhen und Taschenlampen wagten wir uns bei Dunkelheit in den ersten Wald, denn in Holland hatten wir ja keinen gefunden. Zu Gesicht bekamen wir aber nur einen Hasenfuss: Yasmin. Nicht mal der Osterhase war zu sehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5828.JPG\" alt=\"Wald\" \/><\/p>\n<p><em>Endlich wieder Wald in Sicht...<br \/>\nUnd tats\u00e4chlich kamen am Ostersonntag morgens Leute mit Auto und H\u00e4nger um Holz zu machen, sicher nicht ganz legal.<\/em><\/p>\n<p><strong>Sonntag, 11.04.04<\/strong><\/p>\n<p>Ob er uns gefunden hatte, der Osterhase? Eigentlich hatten wir keine Bedenken, er hatte uns im vorigen Jahr in den Pyren\u00e4en gefunden, da w\u00fcrde er uns sicher im einzigen Wald von Holland finden. Katharina und Yasmin konnten gar nicht alles tragen, was sie fanden. Wir anderen fanden auch eine Menge, nur Markus, w\u00e4re ohne die Sp\u00fcrnase von Katharina, leer ausgegangen. Nach einem langen Osterfr\u00fchst\u00fcck mit allem Pipapo fuhren wir weiter nach Dinant.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5801.JPG\" alt=\"Ostereier suchen\" \/><\/p>\n<p><em>Gl\u00fcck gehabt, der Osterhase findet uns auch ausw\u00e4rts...<\/em><\/p>\n<p>In dieser Stadt wollten wir eine Zitadelle besichtigen. Der Eintrittspreis verschlug uns die Sprache. So beschlossen wir, diese Zitadelle nicht zu besichtigen, denn sie w\u00e4re mit Sicherheit nicht viel anders, als die Zitadelle in Bitche, die wir erst einige Wochen vorher besucht hatten. Bei der Durchfahrt durch Dinant lasen wir etwas von einer Straussenfarm, diese suchten wir und guckten uns die gro\u00dfen V\u00f6gel an, anstatt Kriegsbilder.<br \/>\nAuf der Farm gab es ausser Strausse auch Emus und Nandus. Das sind die kleinere Strauss-\u00e4hnliche Arten. Am Ende der Farmbesichtigung stand f\u00fcr Stefan fest, anstatt G\u00e4nse mitzubringen aus dem Urlaub sollte es in diesem Jahr ein Nandu sein. Gott sei Dank wurden auf dieser Farm keine verkauft, es war ihm sehr ernst damit. Nun mussten wir uns aber langsam zur Fahrt weiter in Richtung Heimat begeben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/06\/img_5836.JPG\" alt=\"Nandus\" \/><\/p>\n<p><em>Nandus sind wirklich interessant. Stefan \u00fcberlegt ernsthaft, ob 2 St\u00fcck in den Garten passen...<\/em><\/p>\n<p>Die R\u00fcckfahrt brachte uns noch mal durch Belgien, wo wir noch schnell diese superfeinen Pralinen kauften und dann weiter an diesem Tag bis zur Luxemburgischen Grenze. In einem Waldst\u00fcck (gibt es in Belgien \u00f6fters als in Holland) fanden wir einen Wildstellplatz f\u00fcr die Nacht. Auch an diesem Abend konnten wir kein Lagerfeuer machen. Ausser der K\u00e4lte hielten uns die vielen Wildschweinspuren am Platz davon ab.<\/p>\n<p><strong>Montag, 12.04.04<\/strong><\/p>\n<p>Nun hie\u00df es nur noch nach Hause fahren. Denn die schlechten Seiten des Urlaubs mussten auch noch erledigt werden. Schmutzw\u00e4sche, Reinigung der Wohnkabine und alle anderen Dinge mussten noch an diesem Tag geschehen, denn am n\u00e4chsten Tag hie\u00df es schon wieder arbeiten. Auf der Heimfahrt war in diesem Jahr das Thema Nummer eins: Die Anschaffung eines Nandus. Im letzten Jahr hatten die kleinen G\u00e4nse im Auto unsere ganze Aufmerksamkeit.<br \/>\nSo behalten wir zum Schlu\u00df Holland als nettes Urlaubsziel in Erinnerung, das bei besserem Wetter mit Sicherheit reizvoll ist, aber uns alten Outdoorfreaks nicht die M\u00f6glichkeiten bot, wie die Pyren\u00e4en im Jahr zuvor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>geschrieben von Juliane \u00dcber Ostern 2004 stand eine Rundfahrt durch Holland und Friesland auf dem Programm.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-59","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-reiseberichte","7":"h-entry","8":"hentry","9":"h-as-article"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=59"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3189,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/59\/revisions\/3189"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=59"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=59"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=59"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}