{"id":322,"date":"2007-09-07T19:00:52","date_gmt":"2007-09-07T17:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ufftour.de\/?p=322"},"modified":"2020-04-12T22:45:59","modified_gmt":"2020-04-12T20:45:59","slug":"kurztrip-richtung-osten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ufftour.de\/?p=322","title":{"rendered":"Kurztrip Richtung Osten"},"content":{"rendered":"<p><em>geschrieben von Juliane<\/em><\/p>\n<p><strong>Freitag, 31.08.07<\/strong><br \/>\nGegen 21.30 Uhr fuhren wir hier in Friedrichsthal los. Weit ging es an diesem Abend nicht mehr, n\u00e4he Alzey bei W\u00f6rrstadt hielten wir an einem alten Bahnhof, um die Nacht zu verbringen.<\/p>\n<p><strong>Samstag, 01.09.07<\/strong><br \/>\nAusgeschlafen und sch\u00f6n gefr\u00fchst\u00fcckt fuhren wir weiter in Richtung Eisenach. Eine Tankf\u00fcllung war schon dahin, als wir nach 418 km in Eisenach ankamen. Die Stra\u00dfe, die in die Stadt f\u00fchrte bestand aus vielen leer stehenden, restaurierungsbed\u00fcrftigen H\u00e4usern. In der Mitte stehen sch\u00f6ne, restaurierte Villen, aber auch immer wieder leer stehende H\u00e4user. Mag sein, dass viele Menschen wegen der hohne Arbeitslosigkeit die Gegend verlassen haben. Eisenach hat ein Automuseum, daran konnte ich Stefan geschickt vorbeif\u00fchren, da es schon Nachmittag war und sicher die Zeit nicht gereicht h\u00e4tte, all' die vielen Trabis und vor allem Wartburgs zu sehen. Apropos Wartburg, die gleichnamige Burg steht hoch oben \u00fcber der Stadt. Sch\u00f6n anzusehen und ziemlich imponierend. Ein langer steiler Weg f\u00fchrt zum Parkplatz der \u201eWartburg\u201c und dort wollen sie 4,-- Euro Parkgeb\u00fchren f\u00fcr Wohnmobile. Von dort f\u00fchrt ein ebenso steiler Fu\u00dfweg zur \u201eWartburg\u201c. Die Geb\u00fchren waren zuviel und zum Wandern waren wir heute auch nicht aufgelegt. So liefen wir nur kurz durch die Fu\u00dfg\u00e4ngerzone, in der um 17.00 Uhr schon fast alle Gesch\u00e4fte geschlossen hatten, komisch. Um 19.30 Uhr hatten wir einen Platz f\u00fcr die Nacht gefunden, es war schon stockdunkel.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Sonntag, 02.09.07<\/strong><br \/>\nWir fuhren viel durch St\u00e4dte einfach hindurch, weil uns nicht gefiel, was man bei der Durchfahrt sah. So auch Gotha, viele leer stehende H\u00e4user, aber auch Stellen die aussahen, wie bei uns zu Hause. Trotzdem immer wieder tolle alte Villen aus alter Zeit. \u00dcber Erfurt-Buttst\u00e4dt-Eckartsberga (hist. Windm\u00fchle)-Naumburg. Dort war Park- und Lichterfest, mit Flohmarkt, der fast nur Neuware anbot. Auch die Stadt Wei\u00dfenfels zeigte eingangs viele leer stehende, bauf\u00e4llige H\u00e4user und war gar nicht sch\u00f6n.<br \/>\nIn Leipzig angekommen buchten wir 2 N\u00e4chte am Camping Kulkwitzer-See, Seestra\u00dfe1. Ein gro\u00dfer See mit viel Wassersport, der um diese Zeit nicht viele Camper beherbergte. Der Platz war gut, die Preise normal (5,-- \u20ac Erwachsene, 9,--\u20ac Caravan) und vor allem die Sanit\u00e4ranlagen waren sauber.<\/p>\n<p><strong>Montag, 03.09.07<\/strong><br \/>\nIn der N\u00e4he des Campingplatz geht die S-Bahn (Haltestelle Miltlitzer-Allee) in Richtung Leipzig ab. Der Bahnhof Leipzig ist sehenswert. Weit \u00fcber 140 Einkaufsshops finden dort ihren Platz. Das ist mehr Einkaufscenter, wie unser Gr\u00f6\u00dftes in Neunkirchen. Eine Shoppingmeile ohne in die Stadt zu m\u00fcssen. Nachdem wir im Bahnhof f\u00fcrstlich gefr\u00fchst\u00fcckt hatten, machten wir uns in die Stadtmitte auf. Im str\u00f6menden Regen und ohne konkretes Ziel liefen wir eigentlich nur von einem Gesch\u00e4ft zum n\u00e4chsten um nicht pitschnass zu werden. So kommt es das wir von Leipzig eigentlich nichts gesehen haben. Einen gut restaurierten Trabi gab es im Kaufhof zu sehen. Dort war so etwas wie Regionswoche. F\u00fcr die daheim gebliebenen  (Heike, Markus, Yasmin und Katharina) haben wir Erbsp\u00fcrr\u00e9e, Brause u. a. regionale Dinge gekauft. Sonst sahen wir nicht viel \u201e\u00f6stliches\u201c. Wie in letzter Zeit \u00f6fters, gaben wir Unmengen an Geld f\u00fcr die Toiletten aus. Im Bahnhof Leipzig kostete der Spa\u00df 1,10 \u20ac, der Gipfel der Frechheit. Leipzig wurde uns bei diesem miesen Wetter zu teuer, so ging es gegen 16.00 Uhr zur\u00fcck zum Campingplatz, wo wir welch Frevel sogar noch grillen konnten, da der Regen jetzt aufgeh\u00f6rt hatte.<\/p>\n<p><strong>Dienstag, 04.09.07<\/strong><br \/>\nDie Zugfahrt von Leipzig nach Dresden sollt pro Person 38,80 Euro kosten, das war uns zu teuer. Sogar mit unserem Dicken (Nissan), der 20 l Sprit schluckt auf 100 Km, fuhren wir g\u00fcnstiger. So r\u00e4umten wir den Campingplatz und fuhren mit dem Wohnmobil nach Dresden. Wir fanden sogar einen kostenlosen Parkplatz an der Elbe. Mit dem Pferdefuhrwerk machten wir eine Stadtrundfahrt.  Hoch oben im Freien sa\u00dfen wir und guckten uns die sch\u00f6nen Dinge von Dresden an. Am besten gefiel mir die Kunstakademie. Alle Geb\u00e4ude sind sehr sch\u00f6n restauriert. Wir sahen das Finanzamt, den Zwinger, die Frauenkirche, das Innenministerium, eine nachgebaute Venedigbr\u00fccke, die Semperoper und den Stadtkern. Die Wohnh\u00e4user um die Frauenkirche wurden alle abgerissen und neu aufgebaut. Vor die H\u00e4userfront wird eine Art Kulisse gestellt und so angemalt, wie die alten Fassaden aussahen. Unser Kutscher war ein Witzbold, der st\u00e4ndig eine Anekdote \u00fcber Dresden zu erz\u00e4hlen hatte. Wenn es nicht zwischendurch immer wieder geregnet h\u00e4tte, w\u00e4re es eine sehr sch\u00f6ne Stadtrundfahrt gewesen. Die Fahrt kostete 10,-- Euro und war somit um einiges g\u00fcnstiger als die Busrundfahrten. Au\u00dferdem hatte unsere Kutsche sogar ein T\u00dcV-Zeichen, was Stefan total faszinierte.  Im Stadtkern legen sie viele Grundmauern frei, katalogisieren diese und sch\u00fctten sie dann wieder zu. Warum? Das wu\u00dfte unser Kutscher auch nicht. Dresden ist bestimmt eine Vorzeigestadt. Wir verweilten noch ein wenig in der sehr einladenden und vielseitigen Gastronomie und fuhren dann \u00fcber Mei\u00dfen, Wurzen, Leipzig auf der Bundesstra\u00dfe Richtung Halle. Unser n\u00e4chstes Ziel war Holleben an der Saale, kurz davor standen wir in dieser Nacht in einem Wiesenwaldst\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Mittwoch, 06.09.07<\/strong><br \/>\nFrische Br\u00f6tchen gab es im Netto-Markt, wir blieben zum Fr\u00fchst\u00fcck gerade auf dem Parkplatz stehen, denn an diesem Mittwoch hatten wir um 10.00 Uhr einen Termin mit Frau Dubberke in Holleben, an der evangelischen Kirche. P\u00fcnktlich, wie die Maurer standen wir um 10.00 Uhr vor der Kirche. Stefan erkannte Frau Dubberke sofort, er meinte sie sieht wie ein Fremdenf\u00fchrer aus. Holleben ist eine kleine Gemeinde, die mit Sicherheit nicht oft von Touristen durchfahren wird, die sich dann noch f\u00fcr diesen Ort interessieren. Nun, wir waren auf den Spuren meiner Schwiegermutter, Stefans Mutter, die in diesem Nest in den Nachkriegswirren zur Welt kam. Wir wollten ihr zu ihrem anstehenden 60. Geburtstag einige Bilder und Geschichten aus diesem Ort schenken. Ich fand es witzig mal etwas mehr \u00fcber so einen Ort zu erfahren. Holleben besteht aus 2 Orten die zusammen gelegt wurden. Die Gemeinde Holleben hat zwei evang. Kirchen, die eine wurde den Katholiken f\u00fcr 100 Jahre vermietet. Als Mietzins sollten sie die Kirche instand halten. Seit 2 Jahren verf\u00e4llt die Kirche, da alle Katholiken im Ort ausgestorben sind. Der Holzwurm freut sich seit dieser Zeit. Die andere Kirche versucht zur Zeit ein kleiner F\u00f6rderverein, bestehend aus 8 Leuten zu restaurieren, die Kosten \u00fcberschreiten locker die 100.000 Euro. Unsere Fremdenf\u00fchrerin zeigte uns noch einen alten Holzanlegeplatz f\u00fcr die S\u00e4gem\u00fchle. Eigentlich gab es keinen Bach in Holleben, aber zur Zeit der M\u00f6nche grabten diese die gro\u00dfe Saale an und gruben einen Bachlauf der bis ins Dorf f\u00fchrte, so das die Saale, als kleine Saale durch Holleben umgeleitet wurde. Weil der Boden fruchtbar und die M\u00fchle auch schon da waren. Die M\u00fchle steht noch verf\u00e4llt aber ganz. Wir  wurden noch zum Grab von Elfies Gro\u00dfvater gebracht. Er und seine Frau liegen ganz einsam in einer Ecke des kleinen Friedhofs. So hat jeder Ort eine kleine Geschichte die man nicht erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-376\" title=\"Holzanlegeplatz in Holleben\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/holleben_holzanlegeplatz.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/holleben_holzanlegeplatz.jpg 500w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/holleben_holzanlegeplatz-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><em>Holzanlegeplatz an der Saale in Holleben<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-378\" title=\"Alte M\u00fchle in Holleben\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/holleben_muhle.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/holleben_muhle.jpg 500w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/holleben_muhle-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><br \/>\n<em>Alte M\u00fchle in Holleben<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-377\" title=\"Kath. Kirche in Holleben\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/holleben_kirchekath.jpg\" alt=\"\" width=\"333\" height=\"488\" srcset=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/holleben_kirchekath.jpg 333w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2008\/08\/holleben_kirchekath-204x300.jpg 204w\" sizes=\"auto, (max-width: 333px) 100vw, 333px\" \/><em>Kath. Kirche in Holleben<\/em><\/p>\n<p>Von Holleben fuhren wir zum Geiseltalsee. Das ist eine Braunkohleabbauanlage die nicht mehr f\u00f6rdert. Zwischen 2003 und 2010 wird die Fl\u00e4che geflutet. Dort entsteht Deutschlands gr\u00f6\u00dfte k\u00fcnstliche Seenfl\u00e4che. Es soll einmal ein Touristenziel f\u00fcr Segler, Wassersportler, Wanderer und Radfahrer werden. Das Ganze befindet sich unterhalb Halle\/Saale bei M\u00fccheln, Merseburg. Man sieht schon heute das es einmal sehr sch\u00f6n werden wird. Es ging weiter, oder eigentlich Richtung R\u00fcckweg. Bei Sangerhausen im Unterharz fanden wir eine Lichtung, wo wir noch ein wenig in der Sonne sa\u00dfen und Ostbier tranken, bis es zu kalt wurde.<\/p>\n<p><strong>Donnerstag, 06.09.07<\/strong><br \/>\nDer Tag war total grau und verregnet, obwohl die Nacht davor ein wundersch\u00f6ner Sternenhimmel zu sehen war. Na ja er passte, wir fuhren nach Nordhausen, nicht etwa weil es eine sch\u00f6ne Stadt ist, nein, ich musste dringend zu einem Orthop\u00e4den der mich einrenkte. Na ja einen Orthop\u00e4den fanden wir nur brachte er es nicht fertig mein Illiusakralgelenk wieder einzurenken, er verpasste mir 2 Spritzen die h\u00f6llisch weh taten und \u00fcberhaupt nichts bewirkten. Ich glaube, der hat Wasser gespritzt. Es wurde nicht besser. So fuhren wir weiter schnell weg \u00fcber Bundes- und Landstra\u00dfen nach Kassel. Die Stadt ist sehr sauber und hat eine gro\u00dfe Einkaufsstra\u00dfe. Ein sch\u00f6nes Rathaus und sch\u00f6ne Fachwerkh\u00e4user. Wir machten Shopping und gingen noch ins Kino. Danach fuhren wir weiter Richtung Marburg \u00fcber Land. Die Fahrt dauerte ziemlich lang, wir hatten einen nachtblinden Autofahrer vor uns, der nicht fahren wollte. Gegen 22 Uhr kamen wir am Aqua Mar in Marburg an, wo wir auf dem Parkplatz n\u00e4chtigten.<\/p>\n<p><strong>Freitag, 07.09.07<\/strong><br \/>\nZum Fr\u00fchschwimmen ging es ins Schwimmbad. Der Schwimmmeister war ein Netter, er lie\u00df uns als Jugendliche durchgehen. Aber nur weil die Badezeit f\u00fcr das Fr\u00fchschwimmen nur noch 40 Minuten w\u00e4ren und leider nicht, weil wir so jung aussahen. Ein tolles Gef\u00fchl mal wieder ausgiebig zu duschen. Danach ein gutes Fr\u00fchst\u00fcck, was will man mehr? Es konnte nur ein guter Tag werden. Wir machten uns auf nach Wetzlar, zu Willy's Sahara-Treffen. Ein Globetrottertreffen das j\u00e4hrlich mit wachsender Besucherzahl in Wetzlar stattfindet. Heike und Markus waren schon dort und hatten uns einen Platz reserviert. Vom Sahara-Willy-Treffen findet ihr auf unserer Website mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>geschrieben von Juliane Freitag, 31.08.07 Gegen 21.30 Uhr fuhren wir hier in Friedrichsthal los. Weit ging es an diesem Abend nicht mehr, n\u00e4he Alzey bei W\u00f6rrstadt hielten wir an einem alten Bahnhof, um die Nacht zu verbringen. Samstag, 01.09.07 Ausgeschlafen und sch\u00f6n gefr\u00fchst\u00fcckt fuhren wir weiter in Richtung Eisenach. 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