{"id":2630,"date":"2016-06-15T14:07:25","date_gmt":"2016-06-15T12:07:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ufftour.de\/?p=2630"},"modified":"2016-06-15T16:37:54","modified_gmt":"2016-06-15T14:37:54","slug":"usbekistan-buchara-und-samarkand-koeniginnen-der-seidenstrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ufftour.de\/?p=2630","title":{"rendered":"Usbekistan: Buchara und Samarkand &#8211; K\u00f6niginnen der Seidenstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p>Wieder einmal liegt W\u00fcste vor uns. Zwischen uns und den St\u00e4dten Buchara und Samarkand liegen jeweils mehrere hundert Kilometer hei\u00dfe, trockene W\u00fcste. Die Temperaturen werden tags\u00fcber wieder \u00fcber die 40\u00b0-Marke klettern und nachts deutlich \u00fcber 30\u00b0 bleiben. Kein besonders Vergn\u00fcgen in einem Wohnmobil, dass sich immer mehr aufheizt. Der Monat Juni ist schon zu hei\u00df, besser w\u00e4re man hier 4 Wochen vorher gefahren, aber eingebettet in eine gro\u00dfe Reise, lassen sich nicht alle W\u00fcnsche erf\u00fcllen. Also leben wir damit, dass es mal wieder unterwegs in unserem K\u00fchlschrank w\u00e4rmer sein wird, als zur gleichen Zeit zu Hause im beschaulichen Saarland auf der Stra\u00dfe. Die beiden St\u00e4dte Buchara und Samarkand sollten uns aber f\u00fcr die M\u00fche entsch\u00e4digen. So war der Plan. Und das haben sie auch.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110926-2.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110926.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110926-2.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Der Registan ist der zentrale Platz. Er ist umrahmt von 3 Medresen (Religionsschulen), die heute jedoch nicht mehr betrieben werden. Im Innern befinden sich Souveniergesch\u00e4fte.<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nAus der Gro\u00df-Oase Choresm machen wir uns also auf den Weg nach Buchara, neben Samarkand wohl die bekannteste Stadt an der alten Seidenstra\u00dfe. Inmitten von W\u00fcstensand liegt die Oase Buchara mit der gleichnamigen Stadt. Die Hauptwasserader ist der Flu\u00df Serafshan, dessen Wasser vollst\u00e4ndig zum Bew\u00e4ssern der Oase dient und der dann - ohne sein eigentliches Ziel, den Flu\u00df Amudajar zu erreichen - im W\u00fcstensand versickert.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nUm dort hin zu gelangen fahren wir in der Oase Choresm \u00f6stlich und \u00fcberqueren irgendwann die \"Lebensader\" Mittelasiens, den Flu\u00df Amudajar \u00fcber eine recht abenteuerliche Br\u00fccke, die einspurig f\u00fcr beide Fahrrichtungen und die Eisenbahn genutzt wird. Die Gleise sind in die Fahrbahn eingelassen und wohl dem, der eine andere Spurbreite als die Eisenbahn hat. Sehr gerne h\u00e4tte ich Bildmaterial von dieser Br\u00fccke gemacht, aber Fotografieren und Filmen dieses strategisch wichtigen Staatseigentums ist strengstens verboten und wird mit einer von uns bisher nirgends gesichteten Akribie \u00fcberwacht: Auf der ganzen Br\u00fccke, die immerhin mehrere hundert Meter lang ist, steht im Abstand von 50m ein Soldat und \u00fcberwacht die vor\u00fcberfahrenden Autos. Na denn. <strong>Das<\/strong> w\u00e4re ein Foto wert gewesen, die Br\u00fccke weniger...<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nIm Anschlu\u00df an die Br\u00fccke folgt ein St\u00fcck Stra\u00dfe (etwa 20km), das unseren bisherigen Rekord h\u00e4lt, was Rumpelpisten angeht. Am n\u00e4chsten Morgen - f\u00fcr die Nacht hatten wir uns abseits der \"Stra\u00dfe\" hinter eine D\u00fcne versteckt, immerhin waren wir ja im strategisch wichtigen Br\u00fcckenschutzgebiet - brauchen wir f\u00fcr die letzten 7km ziemlich genau eine Stunde. Dann geht es an einer vorzeitlichen Tankstelle auf eine nagelneue 4 spurige Stra\u00dfe, die uns etwa 100km erhalten bleibt, dann folgt eine rund 100km lange Baustelle! Irgendwann kommen wir \u00fcber eine rumpelige Landstra\u00dfe - nach erneuter \u00dcbernachtung - in Buchara an.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110213-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110213.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110213-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Tanken kann mitunter interessant sein. Wenn wir mit unserem Auto stehenbleiben, sind wir oft von Neugierigen umringt. So auch hier an dieser modernen digitalen Tankstelle in Usbekistan.<br \/>\n<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110214-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110214.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110214-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Nach etwas Beobachtung wird klar: Das untere kleine Z\u00e4hlwerk z\u00e4hlt in 10l-Schritten, wobei der gro\u00dfe Zeiger eine Umrundung bei hundert Litern macht. Warum, ist mir schleierhaft. \u00dcbrigens: Ein Foto vor Tankbeginn und lautes Mitz\u00e4hlen spart hinterher Diskussionen, denn ein R\u00fccksetzen auf Null gibt es hier nicht...<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<strong>Buchara<\/strong><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal ein kurzer Abri\u00df \u00fcber die bewegte Geschichte dieses Flecken Erde. Die Urspr\u00fcnge der Stadt Buchara liegen \u00fcber 2000 Jahre zur\u00fcck. Im 9. und 10. Jahrhundert erlebte es nach der arabischen Eroberung seine erste Bl\u00fcte und war Hauptstadt und Mittelpunkt des Samanidenreiches. Nach dem Niedergang der Samaniden bedienten sich mehrere Nomadenst\u00e4mme und 1220 nahm Dschingis Khan mit seinen Mongolen die Stadt ein und gab sie seinen M\u00e4nnern zur Pl\u00fcnderung frei. Als Timur, im Westen h\u00e4ufig Tamerlan genannt, in der zweiten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts in Samarkand sein Reich formte, verleibte er Buchara gleich mit ein. Sp\u00e4ter wurde man dann auch mal von den Persern unterworfen, bevor Mitte des 18. Jahrhunderts das Emirat Buchara entstand, welches bis 1920 Bestand hatte. Dann wurde Buchara von der roten Armee besetzt und die sowjetische Volksrepublik Buchara ausgerufen.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nIn der sehenswerten Altstadt haben sich Geb\u00e4ude aus den letzten 1000 Jahren erhalten. Der Hauptplatz - der Registan - wird beherrscht von der Zitadelle (dem \"Ark\"), einer Festungsanlage, die im Grundri\u00df des Sternbild des gro\u00dfen B\u00e4ren gebaut ist. Das Haupttor (und heute das einzige) der Zitadelle, die den Palast des Emirs enth\u00e4lt, drohnt \u00fcber dem Platz. Sonst ist rund herum nichts mehr erhalten, fr\u00fcher war der ganze Platz eingefasst von Pal\u00e4sten, Moscheen und Medresen. Hier spielte sich das Leben ab. Hier wurde Markt gehalten, kaum ein Tag ohne \u00f6ffentliche Auspeitschungen und Hinrichtungen. An Feiertagen zeigten Gaukler, Musiker, Ringk\u00e4mpfer und Seilt\u00e4nzer ihr K\u00f6nnen. Und von der Loge des Festungstores wurden auch die Befehle und Erlasse des Emirs, \"der Sonne Bucharas\", verlesen. Heute kann man sich das so nicht mehr vorstellen. Der Platz wirkt leer, die unsch\u00f6nen sowjetischen Plastersteine werden gerade erneuert, wobei bei der Neuverlegung offensichtlich die \"gleiche Sorgfalt\" angewandt wird, wie zu Stalins Zeiten. Ich wei\u00df nicht, ob man absichtlich - bei gro\u00dfer Anstregung - solch krumme Fugen hin bek\u00e4me. Schade.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110230.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110230.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110230.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nTor der Zitadelle mit der Loge der &quot;Sonne Bucharas&quot;, dem Emir.<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110220-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110220.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110220-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Das \u00e4lteste erhaltene Bauwerk, das Samaniden-Mausoleum aus dem 10. Jahrhundert<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110243-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110243.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110243-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Die Medrese Miri Arab im Abendlicht.<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110262-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110262.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110262-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nDirekt gegen\u00fcber die die Moschee Kalon als Schattenriss vor der untergehenden Sonne. Sie ist die zweitgr\u00f6\u00dfte Moschee in Mittelasien. Der Innenhof bietet Platz f\u00fcr 10000 Betende.<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110252-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110252.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110252-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Seitlich des gro\u00dfen Innenhofes verlaufen lange Reihen mit Spitzgew\u00f6lben.<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nAbends pulsiert das Leben in der Altstadt rund um den Platz \"Labiz Hauz\". Dieser Platz um das Wasserbecken (\"Hauz\") war schon immer das Zentrum des Lebens der Stadt. Aufgrund der Enge der Bebauung lie\u00df sich nachtr\u00e4glich kein Wassersystem bauen. Dieses Wasserbecken, mit einem Zuflu\u00df, war das Wasserreservoir f\u00fcr fast die ganze Bev\u00f6lkerung. Professionelle Wassertr\u00e4ger trugen das kostbare Gut durch die ganze Stadt. Das Becken war Lebensquell Bucharas. Aber leider auch Quell von Krankheiten. Insbesondere ein parasit\u00e4rer Wurm, der bis zu einem Meter lang werden konnte, verbreitete sich immer wieder. Dieser Wurm f\u00fchlte sich in der Muskulatur wohl. Ein Ende ragte meist aus der Haut heraus. So kamen die Barbiere zu einer neuen Aufgabe: Von Zeit zu Zeit ging man dorthin und der Barbier zog die W\u00fcrmer und wickelte sie auf eine Spule. Erst zu Sowjetzeiten konnte die \u00dcbertragung der W\u00fcrmer durch Trockenlegung des Beckens und anderer Wasserversorgung einged\u00e4mmt werden.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110280-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110280.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110280-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Heute ist von den W\u00fcrmern nichts mehr zu merken. Abends pulsiert das Leben am &quot;Labiz Hauz&quot;<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110277-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110277.jpg\" class=\"alignnone size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110277-1.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110282-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110282.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110282-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Der Platz ist von mehreren Medresen eingerahmt.<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<hr>\n<\/hr>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nHatte ich schon erw\u00e4hnt, dass Buchara inmitten der W\u00fcste liegt und es dem entsprechend hei\u00df ist? Ist es. Tags\u00fcber waren es rund 44\u00b0 und da wir unser Auto abgeschlossen auf einem Parkplatz haben stehenlassen, heizte sich dieses nat\u00fcrlich - trotz guter Isolierung - auf. Im Innern schnurrten auch noch K\u00fchlschrank und K\u00fchlbox (als Gefriertruhe) ununterbrochen und erzeugten zus\u00e4tzlich W\u00e4rme. Lecker. Da wir nun schon l\u00e4ngere Zeit diese hohen Temperaturen genossen, d\u00fcrstete uns nach wenigstens einer einigerma\u00dfen \"k\u00fchlen\" Nacht. F\u00fcr die Weiterfahrt nach Samarkand w\u00e4hlten wir nicht die direkte Verbindung, sondern nahmen einen kleinen Umweg in Kauf, um durch das s\u00fcdlich von Samarkand gelegene Gebirge zu fahren, dessen Pass sich auf rund 1600m H\u00f6he windet. Der Abend und die Nacht dort oben waren eine Wohltat, endlich fiel das Thermometer im Wohnmobil nachts mal wieder unter 30\u00b0. Nicht ganz einfach war es, dort oben einen Stellplatz zu finden. Meist ist es im oberen Bereich von Passstra\u00dfen recht steil und wenig Raum abseits der Stra\u00dfe. Nat\u00fcrlich wussten wir auch nicht, wie die Polizei an den Checkpoints reagieren w\u00fcrden, vor allem, als wir schon recht weit oben am letzten Ort das Schild mit der Durchfahrtbegrenzung auf 5 to sahen. Aber die Beamten am Checkpoint sahen das gelassen. Freundlich winkten sie uns durch, wieder einmal wurden wir nicht kontrolliert. Aber einen Stellplatz hatten wir noch immer nicht. Oberhalb einer Serpentine sah ich dann eine Fahrspur nach links laufen. Also schnell da rein. Die Fahrspur machte gleich eine Kurve und wir standen inmitten von Bienenst\u00f6cken. Der dazugeh\u00f6rige Imker lag schon in seiner nur mit einer Zeltplane abgedeckten Schlafstatt und wunderte sich nat\u00fcrlich \u00fcber den Besuch. Unter dem Einsatz von H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen fragte ich, ob wir hier \u00fcbernachten d\u00fcrften. Und das hier allgegenw\u00e4rtige \"Salomaleikum\" mit der Hand vor der Brust, war die erhoffte Antwort. So verbrachten wir einen sch\u00f6nen Abend beim Imker und seinen Bienen und schliefen endlich mal wieder gut und lange.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110287-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110287.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110287-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">&quot;Schneggsche&quot; bei den Bienen.<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110289-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110289.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110289-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nBeim freundlichen Imker. Der nette junge Mann im Vordergrund kam neugierig von seinem Verkaufsstand (eine Serpentine h\u00f6her). Das von uns gespendete Bier wurde gerecht aufgeteilt.<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<hr>\n<\/hr>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<strong>Samarkand <\/strong><br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nVon der Passh\u00f6he war es nur noch ein Katzensprung bis nach Samarkand. Diese \u00fcber 2700 Jahre alte Stadt an der alten Seidenstra\u00dfe hat schon immer Reisende und H\u00e4ndler in Ihren Bann gezogen. Gedanklich sollte sie auch unser Reiseh\u00f6hepunkt an der Seidenstra\u00dfe sein.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nAuch Samarkand hat nat\u00fcrlich eine abwechslungsreiche Geschichte, deren F\u00fclle hier den Rahmen sprengen w\u00fcrde. Nur ein paar Eckdaten. Schon Alexander der Gro\u00dfe nahm die Stadt im Jahre 329 ein. Danach stand sie immer wieder unter der Herrschaft verschiedener Eroberer. Nat\u00fcrlich kam auch Marco Polo hier vorbei. Auch Dschingis Khan mit seinen Mongolen zog hier durch, zerst\u00f6rte vieles und unterwarf die Bev\u00f6lkerung. Ende des 14. Jahrhunderts revoltierte das Volk unter Timur gegen die Mongolen und Timur (Tamerlan) gr\u00fcndete eine neue Dynastie mit Samarkand als seiner Hauptstadt. Mit ihm begann eine neue Epoche, die von Kunst, Handwerk und Wissenschaft gepr\u00e4gt war. Praktisch alle erhaltenen historischen Bauwerke entstanden in dieser Zeit. Unter Timur und seinem Enkel und Nachfolger Ulug'bek erlebte Samarkand eine nie gekannte Bl\u00fcte. Ende des 15. Jahrhundert regierte der letzte der Timariden, danach ging es mit Samarkand bergab. Im 18. Jahrhundert ver\u00f6dete es regelrecht und wurde dem russischen Reich angegliedert (im Gegensatz zu Buchara, das sich noch l\u00e4nger tapfer wehrte).<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nHeute ist Samarkand eine recht moderne Stadt mit reichem historischen Erbe. Kein geschlossenes Ensemble wie Buchara oder gar Chiwa, die Sehensw\u00fcrdigkeiten wollen etwas mehr \"erlaufen\" werden.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110926-3.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110926.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110926-3.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Der Registan ist der zentrale Platz. Er ist umrahmt von 3 Medresen (Religionsschulen), die heute jedoch nicht mehr betrieben werden. Im Innern befinden sich Souveniergesch\u00e4fte.<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110323-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110323.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110323-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nDie mittlere der drei Medresen hei\u00dft Tillakori, die &quot;Goldbedeckte&quot;. Sie diente einst als Freitagsmoschee. Die im Innenraum liegende Moschee ist reichlich mit Gold verziert.<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110322-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110322.jpg\" class=\"alignnone size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110322-1.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110319-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110319.jpg\" class=\"alignnone size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110319-1.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110308-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110308.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110308-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nRechts neben dem Eingang des Platzes steht die &quot;L\u00f6wentragende&quot;, die Sherdor-Medrese.<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110313-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110313.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110313-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nAuf ihrem Portal sind l\u00f6wenartige Tiger abgebildet, die die Sonne tragen und wei\u00dfe Antilopen jagen.<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110351-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110351.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110351-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nDie gr\u00f6\u00dfte Moschee Mittelasiens - Bibi Xanom - lie\u00df Timur in nur 5 Jahren errichten. Dabei wurden sowohl handwerkliche F\u00e4higkeiten, als auch das damals zur Verf\u00fcgung stehende Material \u00fcberansprucht. So zeigten sich schon wenige Jahre nach Fertigstellung erste Sch\u00e4den.<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<p>Ein echtes Kleinod hat sich mit der Nekropole Shohizinda erhalten. Eine Grabanlage, die entlang eines Korridors 16 Geb\u00e4ude, Moscheen und Mausoleen beherbergt, die im Laufe mehrerer Jahrhunderte errichtet wurden. Alle sind gut erhalten und das Ensemble strahlt echte Erhabenheit aus.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110382-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110382.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110382-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nNekropole Shohizinda<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110393-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110393.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110393-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nAchja, sinnvoll ist es, wenn man morgens zeitig an ist. Am Vormittag f\u00fcllt sich der Bereich deutlich<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110363-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110363.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110363-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nKuppeln des achteckigen Mausoleum und des Shirinbeka-Oqa-Mausoleum. Und bevor sich die ewiggestrigen zu fr\u00fch freuen: Das in den Ornamenten zu erkennende Fl\u00fcgelrad gab es im Orient schon lange vor Eurem F\u00fchrer...<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110370-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110370.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110370-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Grablegen im Innern<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110371-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110371.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110371-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Verzierungen aussen...<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110387-1.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110387.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110387-1.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">... und Innen.<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nKommen wir noch zum gro\u00dfen Meister selbst. Der Herrscher Timur (Tamerlan), der f\u00fcr die Bl\u00fctezeit Samarkands veranwortlich zeichnete, hat diese nicht unbedingt mit freundlichen Mitteln erreicht. Timur war ein blutr\u00fcnstiger Herrscher und Feldherr. Tausende Feinde lie\u00df er hinrichten, K\u00fcnstler und Handwerker wurden verschleppt, um sein Samarkand zu bauen. Auf einem Feldzug nach Indien lie\u00df er 100.000 Feinde hinrichten, in Bagdad lie\u00df er eine Pyramide aus 90.000 Menschensch\u00e4deln errichten. Also nicht unbedingt einer, den man sich als Nachbarn w\u00fcnscht (Achtung: Aktuelle Anspielung). Sein Nachfolger und Enkel Ulug'bek war da etwas umg\u00e4nglicher und hatte sich selbst der Wissenschaft verschrieben, insbesondere der Astronomie.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110400.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110400.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110400.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Das Mausoleum von Timur\/Tamerlan.<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 540px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110406.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110406.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110406.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Und das Pflichtfoto f\u00fcr alle Touristen in Samarkand: Portal und Kuppel durch das \u00e4u\u00dfere Tor aufgenommen.<br \/>\n<\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<p>Noch etwas f\u00fcr Menschen, die an \u00dcbersinnliches glauben: Auf dem Grab Timurs lastete von jeher ein Fluch, der auch als Grabinschrift aufgezeichnet war: Wenn einst das Grab ge\u00f6ffnet werden sollte, wird gro\u00dfes Unheil geschehen. 1941 \u00f6ffneten sowjetische Wissenschaftler das Grab. Kurz danach begann der \u00dcberfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion. Und nachdem die Gebeine Timurs 1942 wieder in islamischer Tradition bestattet wurden, wendete sich mit der Schlacht von Stalingrad das Kriegsgl\u00fcck. Wer also f\u00fcr sowas empf\u00e4nglich ist, bitte.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nEtwas au\u00dferhalb auf einem H\u00fcgel steht das Observatorium des Ulug'bek. Dieser Nachfolger Timurs war wissenschaftlich gebildet und vor allem der Astronomie verschrieben. Er forschte in diesem Bereich und hielt seine Erkenntnisse in einem Sternenkatalog fest, der \u00fcber Jahrhunderte als eine der wichtigsten astronomischen Arbeiten anerkannt wurde. Beispielsweise gelang ihm die Genauigkeit des Erdenjahrs mit einer Pr\u00e4zision zu bestimmen, die im Abendland erst Jahrhunderte sp\u00e4ter erreicht wurde.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110931.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110931.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110931.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\"><br \/>\nDas Observatorium des Ulug&#039;bek. Hauptbestandteil war wohl ein gemauerter Sextant mit einem Radius von 40,4m und einer durch einen H\u00fcgel gef\u00fchrten und mit Mauern abgest\u00fctzten Mittagslinie.<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110932.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110932.jpg\" class=\"alignnone size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110932.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nEin Punkt sei erw\u00e4hnt, der uns in Samarkand sehr gest\u00f6rt hat: Die Eintrittspreise zu den Sehensw\u00fcrdigkeiten. Als Tourist muss man den 14-fachen Eintrittspreis bezahlen, wie die Einheimischen. Das es h\u00f6here Eintrittspreise f\u00fcr Touristen, als f\u00fcr Einheimische gibt, begleitet uns schon seit dem Iran. Aber diese Unterschiede waren bisher einzigartig. Zwar kann man in der Regel einen Rabatt heraus handeln (sogar mit der Polzei, die teilweise kassiert), aber das System finden wir fragw\u00fcrdig. Pro Person wurden praktisch \u00fcberall 5 US-$ verlangt, zum Fotografieren kommen h\u00e4ufig noch 3 US-$ hinzu. Das mag dem typischen organisierten 3-Wochen-Seidenstra\u00dfen-Tourist, der im besten Haus am Platze \u00fcbernachtet, nicht auffallen, aber f\u00fcr Langzeitreisende mit \u00fcberschaubarem Budget sieht das anders aus. Wir haben dann auch mehrere Sehensw\u00fcrdigkeiten nur von aussen besichtigt. Nicht, weil wir uns die zus\u00e4tzlichen 40$ bis 50$ gar nicht h\u00e4tten leisten k\u00f6nnen, sondern aus Prinzip. Wir haben an der Kasse jeweils unseren Unmut dar\u00fcber auch kund getan.<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nNoch ein Wort zu den Basaren in Mittelasien. Man merkt hier deutlich den Einflu\u00df der Sowjetzeit. Die Basare bestehen seit Turkmenistan in der Regel aus gemauerten kleinen Gesch\u00e4ften, die in langen G\u00e4ngen angeordnet sind. Irgendwie fehlt dabei das orientalische Feeling, es ist zu geordnet. Hier weinen wir dem Iran oder Nordafrika eine Tr\u00e4ne nach...<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110397.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110397.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110397.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Basar Samarkand <\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<figure style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110929.jpg\"><img decoding=\"async\" title=\"P2110929.jpg\" class=\"aligncenter size-full\"  alt=\"image\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/p2110929.jpg\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-caption-text\">Basar Samarkand <\/figcaption><\/figure>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><\/p>\n<hr>\n<\/hr>\n<p><br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nWir sind nun fast durch Usbekistan durch, ein letzter Abstecher ins Fergana-Tal steht an, von dort aus werden wir nach Tadschikistan weiterreisen. Die Menschen in Usbekistan haben wir alle als freundlich erlebt. Es wurde uns wieder h\u00e4ufiger zugewunken. Heute hat uns jemand bei einer kurzen Rast am Stra\u00dfenrand Obst geschenkt. Auch die Beh\u00f6rden waren bisher freundlich und korrekt, bzw. haben sich erst gar nicht f\u00fcr uns interessiert. An allen Stra\u00dfensperren wurden wir durchgewunken. Wenn das die letzten Tage so bleibt und die Ausreise problemlos klappt, war Usbekistan angenehm zu durchreisen. Und f\u00fcr alle Fleischesser: Hier in Usbekistan beginnt die \"Fleischstra\u00dfe\". In den ganzen -stan-L\u00e4ndern wird viel Fleisch gegessen, meist in Form von Schaschlik. \u00dcberall an der Stra\u00dfe bruzzeln die Holzkohlegrills. Hier bin ich also nicht g\u00e4nzlich falsch... \ud83d\ude09<br \/>\n<br class=\u201dclear\u201d \/><br \/>\nMit Samarkand endet nun auch quasi der kulturhistorische Teil unserer Reise. Ab nun steht Natur und Landschaften im Vordergrund und nat\u00fcrlich weiterhin die Menschen am Rande des Weges. Es warten das Parmirgebirge, der Hindukusch und die Bergwelt Kirgisistans auf uns. \u00dcber 4500m hohe P\u00e4sse muss unser tapferes \"Schneggsche\" \u00fcberwinden. Und danach warten die Weiten von Kasachstan und Russland, schlie\u00dflich das diesj\u00e4hrige Fahrziel, die Mongolei. Der nun kommende Teil wird einen anderen Charakter aufweisen, als der erste Teil. Wir freuen uns darauf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder einmal liegt W\u00fcste vor uns. Zwischen uns und den St\u00e4dten Buchara und Samarkand liegen jeweils mehrere hundert Kilometer hei\u00dfe, trockene W\u00fcste. Die Temperaturen werden tags\u00fcber wieder \u00fcber die 40\u00b0-Marke klettern und nachts deutlich \u00fcber 30\u00b0 bleiben. Kein besonders Vergn\u00fcgen in einem Wohnmobil, dass sich immer mehr aufheizt. Der Monat Juni ist schon zu hei\u00df, <a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?p=2630\" class=\"more-link\">...weiterlesen<span class=\"screen-reader-text\"> \"Usbekistan: Buchara und Samarkand &#8211; K\u00f6niginnen der Seidenstra\u00dfe\"<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":{"0":"post-2630","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-reiseberichte","7":"h-entry","8":"hentry","9":"h-as-article"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2630","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2630"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2630\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2635,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2630\/revisions\/2635"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2630"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2630"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2630"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}