{"id":154,"date":"2004-07-11T19:26:50","date_gmt":"2004-07-11T17:26:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ufftour.de\/?p=154"},"modified":"2015-05-16T20:15:14","modified_gmt":"2015-05-16T18:15:14","slug":"survival-wochenende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ufftour.de\/?p=154","title":{"rendered":"Survival-Wochenende"},"content":{"rendered":"<p>10. und 11.07.04, geschrieben von Juliane<\/p>\n<p>Der Survial-Kurs war ein Weihnachtsgeschenk, da\u00df Heike und ich unseren M\u00e4nnern machten. Wir mussten mitkommen, damit sie uns danach nicht das Blaue vom Himmel erz\u00e4hlen konnten.<\/p>\n<p>Dieser Text ist die Erz\u00e4hlung \u00fcber die beiden Tage, detailgetreue Beschreibungen \u00fcber die einzelnen Stoffe und Abl\u00e4ufe stehen am Ende.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Samstag 10.07.04<\/strong><br \/>\nAnkunft gegen 9.30 Uhr im Siegerland Rudersdorf. Treffpunkt war ein Parkplatz im Wald, wo wir die Augen offen halten sollten. Wir suchten nat\u00fcrlich nach sachdienlichen Hinweisen. Um Punkt 10 Uhr erschien unser Hinweis in Gestalt von Andreas Hartmann, der uns durch dieses Wochenende f\u00fchrte.<br \/>\nAu\u00dfer uns Markus, Heike, Stefan und ich, waren auch eine Familie mit 2 Kindern (8 + 12 Jahre) und ein junges Paar mit von der Partie.<\/p>\n<p>Unser \"Trainer\" gab uns eine kurze Wegbeschreibung zu unserem Lagerplatz, zu dem wir nun wandern sollten und ihn dort wiederfinden w\u00fcrden. Er fuhr nat\u00fcrlich mit dem Wagen, na Gott sei Dank, den dort waren viele n\u00fctzliche Dinge, die wir f\u00fcr das Wochenende brauchten drin. Wir selbst hatten wie uns gehei\u00dfen, ein Schlafsack, Isomatte, L\u00f6ffel, Becher, Wasserflasche und Messer dabei. Ansonsten h\u00e4tte jeder mitbringen k\u00f6nnen, was er glaubt zum \u00dcberleben zu brauchen. Drogen und Alkohol ausgeschlossen, so habe ich mich auch  nicht getraut meinen Flachmann mitzunehmen.<\/p>\n<p>Um sich besser an die Namen der einzelnen zu erinnern stellten wir uns am Lagerplatz erst einmal kurz vor.  Danach ging es gleich los. Feuer, wir brauchten Feuer, ein Feuerplatz war vorhanden, also los zum Holzsammeln. Wir bekamen 2 Streich\u00f6lzer, damit sollte es funktionieren. Markus traute sich die Verantwortung zu \u00fcbernehmen und schaffte es tats\u00e4chlich mit dem 1. Streichholz das Feuer zu entfachen. Sofort stellten wir einen Topf mit Wasser ins Feuer, um erst einmal Tee oder Kaffee zu kochen. Einige von uns sammelten Brennessel und Holunderbl\u00fcten, die am Lagerplatz wuchsen und brauten daraus Tee. Andreas, unser Teamf\u00fchrer, hatte noch Instantkaffee, der auch dankend angenommen wurde. Und dann mussten wir auch beginnen unser Nachtlager zu bauen. Andreas hatte auf dem Platz schon H\u00f6lzer, Planen und Seile gelagert. Damit sollten wir ein Zelt bauen um wenigstens einigermassen trocken zu schlafen, denn der Himmel hatte zu diesem Zeitpunkt alle Schleusen offen.<\/p>\n<p>In Teamarbeit entstand ein \"Zelt\", das laut der Aussage von Andreas sehr gut war. Auch \u00fcber der Feuerstelle wurde ein Regenschutz gebaut, damit dieser unser Feuer nicht l\u00f6schen konnte. Das Feuer sollte wenn m\u00f6glich bis zum n\u00e4chsten Morgen durchbrennen, so musste immer zwischendurch Holz gesammelt werden. Die 8j\u00e4hrige Christin s\u00e4gte ohne Unterlass stundenlang das gesammelte Holz in die richtige Feuerholzgr\u00f6\u00dfe. Auch ihre Verletzungen, die sie sich zwischendurch beif\u00fcgte konnten sie davon nicht abhalten. Ihre Wunden umwickelte sie mit kleingeriebenem Spitzwegerich, der die Blutung stillt und desinfiziert.<\/p>\n<p>Es wurde Zeit f\u00fcr das Mittagessen, so mussten wir Haselnussruten schneiden gehen, um einen Rost f\u00fcr das Feuer zu flechten. Mittlerweile war das Wetter besser geworden, die Sonne schaffte es sogar unsere Jacken zu trocknen. Dann wurden die Forellen ausgenommen, die uns Andreas mitgebracht hatte. Gott sei Dank mussten wir sie uns nicht selbst angeln. Zum Ausnehmen bekamen wir eine neue Technik gezeigt. Das klappte bei allen auch sehr gut, ich ekelte mich zuviel vor den Innereien, und konnte nur zugucken. Zu den gegrillten Fischen gab es Brotfladen, die mit einer fertigen Mehlmischung gebacken wurden. Die Teller wickelten wir aus Tannenzweigen. Der Fisch war mit B\u00e4rlauch eingerieben worden um etwas W\u00fcrze an die Forelle zu geben.<br \/>\nZum erstenmal in meinem Leben a\u00df ich einen Fisch, an dem noch Kopf und Schwanz war. Was man nicht alles tut, wenn man Hunger hat. Wir a\u00dfen bis wir satt waren. Die Essensreste und die Teller wurden einfach ins Feuer geworfen, schnell gesp\u00fclt.<\/p>\n<p><em>Eine Portion Fische...<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/dscf0001.JPG\" alt=\"dscf0001.JPG\" \/><\/p>\n<p><em>... ein Grill wird gebaut...<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/dscf0012.JPG\" alt=\"dscf0012.JPG\" \/><\/p>\n<p>... das sieht doch gut aus:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/dscf0004.JPG\" alt=\"dscf0004.JPG\" \/><\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Thema bestand aus der Feuerkunst. Feuer machen mit Naturmaterialen wie Holz, Harz, Rinde und Reisig. Sowie Utensilien die im Outdoor-Bereich g\u00e4ngig sind. Dazu geh\u00f6ren ein Magnesiumz\u00fcnder, Z\u00fcndeisen und Kaliumpermanganat. Dinge, die wie einige andere Sachen, Zubeh\u00f6rsachen sind, die im \u00dcberlebensg\u00fcrtel mitgef\u00fchrt werden sollten. Feuer machen w\u00e4re ein Bestandteil der M\u00e4nnlichkeit, meinte Florian und probierte so lange bis es wirklich entfacht war. Nicht jeder hatte dieses Durchhalteverm\u00f6gen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2007\/07\/dscf0007.JPG\" alt=\"dscf0007.JPG\" \/><\/p>\n<p><em>Feuermachen mit Holz und einem selbstgebauten Bogen<\/em><\/p>\n<p>Wasseraufbereitung ist eine wichtige Sache, wenn es ums nackte \u00dcberleben geht. Ein Gl\u00fcck, hier gab es einen Brunnen, an dem Wasser geholt werden konnte. Das \u00fcbernahm Didie, der 2. Trainer, der mittlerweile unser Lagerplatz erreicht hatte. In unserem Wassertopf holten wir vom Bach richtige Dreckbr\u00fche. So richtig mit Matsch und so. Wir bauten aus einer Colaflasche, die oben aufgeschnitten war, einen Filter. Den Flaschenverschluss stopfen wir mit Stoff aus, darauf wurde kleingeriebene Asche aus dem Feuer gelegt, darauf folgten Sand, Kiesel und Moos. Unser Matschwasser war nach dem 2. Durchlauf richtig sauber. Je l\u00e4nger das Wasser zum Durchlaufen braucht um so reiner ist es, wobei die Pottasche sogar desinfiziert. Was ich sehr interessant fand, ist das destilliertes Wasser frei von chemischen sowie bakteriologischen Stoffen ist. Es w\u00e4re gef\u00e4hrlich destilliertes Wasser in Mengen zu trinken, da es der Zelle Salze entzieht und diese somit zum Platzen bringt. Pottasche in das destillierte Wasser und schon haben wir ein reines Trinkwasser. Zur Destillation wurde der Topf mit Wasser ins Feuer gestellt. \u00dcber einen Schlauch der vom Topf in einen Becher gef\u00fchrt wurde, erhielten wir unser destilliertes Wasser, das ganze bedarf nur einer Menge Zeit. Auch sogenannte Zeigerorganismen k\u00f6nnen Aufschlu\u00df \u00fcber die Wasserqualit\u00e4t geben. Der Vorkommen des Bachflohkrebses zeigt eine gute Wasserqualit\u00e4t an. Sie findet man auf der Unterseite von Steinen im Wasser. Ebenso sollte man auf die Steine selbst im Bach achten. Glitschige Steine zeigen viele Algen, somit geringer Sauerstoffgehalt. Je rauer die Steine um so besser. Trotz alldem sollte das Wasser immer 10 Minuten abgekocht werden. Nicht immer gibt es B\u00e4che oder \u00e4hnliches, so kann man in unseren W\u00e4ldern Birken finden, die sich sehr gut als Wasserspender eignen. Die jungen Birkenbl\u00e4tter ergeben einen gutschmeckenden Salat oder Tee. Die Birkenrinde ist ein guter Feuerzunder, der auch nass zu verwenden ist. Die Rinde enth\u00e4lt ein \u00d6l, das sehr gut brennt.<\/p>\n<p>Nach soviel neu gelerntem wurde es wieder Zeit Essen zuzubereiten. Die Zeit verging im Flug, es war Abendbrotzeit. F\u00fcr die Suppe wurde L\u00f6wenzahn gesammelt, geschnitten, eine Packung Reis und ein Glas Br\u00fche mit Wasser gemischt und im Topf auf den Rost, den wir wieder aus Haselnussruten geflochten hatten, auf das Feuer gebracht. Dazu gab es wieder Brotfladen.<\/p>\n<p>Andreas hatte Mehlw\u00fcrmer mitgebracht, er schlug vor, wenn wir alle wollten diese in die Suppe zu tun. Wir stimmten ab, wer W\u00fcrmer in der Suppe haben m\u00f6chte, wirft sie sich in seine eigene Suppe. Einige von der Gruppe kosteten von den lebenden W\u00fcrmern. Nat\u00fcrlich stellte sich erst einmal die Frage lebend, oder etwa durch Kopfschuss oder Erw\u00fcrgen get\u00f6tet?  Sie a\u00dfen sie lebend. Nicht jeder von uns hatte so gro\u00dfen Hunger, aber einige liessen sich hinreissen. Nussig w\u00fcrde er schmecken, da lob ich mir doch \u00dcltje.<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen setzten wir uns ums Feuer und genossen den sternenklaren Himmel und den kalifornischen Rotwein, den uns Didie und Andreas mitgebracht hatten. Die Stimmung war gut und mir kam es vor, als w\u00fcrde ich alle schon lange kennen. Florian, einer aus unserem Team war hin und weg, als er aus dem Wald kam, er hatte noch nie Gl\u00fchw\u00fcrmchen gesehen.  Gegen 1 Uhr huschten wir in unsere Schlafs\u00e4cke. Der n\u00e4chste Tag w\u00fcrde anstrengend werden.<br \/>\n<!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Sonntag, 11.07.04<\/strong><\/p>\n<p>Die Nacht war sehr kalt, sch\u00e4tzungsweise 4-6 Grad. Ich hatte fast nicht geschlafen, mir war bitterkalt. Markus war schon um halb sechs am Feuer. Das Feuer gl\u00fchte noch und kurz darauf prasselte es auch schon wieder. Zwischen halb acht und acht standen wir alle nacheinander auf. Es gab, dank unseres Fr\u00fchaufstehers, gleich Kaffee. Danach wurde Fr\u00fchst\u00fcck zubereitet, wieder ein Rost flechten, Brotteig kneten und Fladen zubereiten. Es gab sogar Marmelade und Nutella, ein fast k\u00f6nigliches Fr\u00fchst\u00fcck. Heike fand das nicht, sie konnte das Brot nicht mehr sehen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck wurde das Lager abgeschlagen. Unsere Schlafs\u00e4cke und Isomatten konnten wir ans Auto tragen, damit wir sie nicht auf den Marsch mitnehmen mussten.  Jetzt gab es noch Unterweisung in Himmelsrichtung bestimmen und Umgang mit dem Kompass. Wie heisst es Kompasse oder Kompanten?<\/p>\n<p>Wenn man den Mond und die Sterne sieht kann man den Nordstern, der sich genau im Norden befindet, gut sehen. Am Tag gibt es die M\u00f6glichkeit, wenn man die Sonne sieht, die Himmelsrichtung mit dem allgemein bekannten Spruch ermitteln.<br \/>\n\"Im Osten geht die Sonne auf, im S\u00fcden steigt sie hoch hinauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen. \"<br \/>\nDas Moos an den B\u00e4umen zeigt Nordost an, diese beiden Methoden sind aber ziemlich ungenau.<\/p>\n<p>Das Auflegen und Bedienen des Kompasses wurde erkl\u00e4rt. Zur Richtungsbestimmung und Ortsbestimmung, an der man sich befindet. Das muss ich noch \u00fcben.<\/p>\n<p>Andreas und Didie erkl\u00e4rten uns das wir zur Dillquelle finden m\u00fcssten, von unserem Lagerplatz aus. Sie w\u00fcrden dorthin gehen, wo wir  hingingen, nur den Weg sagen oder helfen w\u00fcrden sie nicht. Na das kann ja heiter werden, wenn alle so gut Karten lesen k\u00f6nnen, wie ich. Wir erfuhren nur das ein Weg etwa 6 Kilometer w\u00e4ren, nat\u00fcrlich wenn man keine riesigen Umwege machen w\u00fcrde. Haha. Holger, der Familienvater erkl\u00e4rte sich bereit, den Anfang des Weges zu bestimmen. Er nahm die Karte und den Kompass an sich und wir anderen folgten. Petrus meinte es immer noch gut mit uns, es war trocken und ab und zu schien sogar die Sonne. Wir waren seit langem das Erste Team, das nicht durchweg Regen hatte. Auf dem Weg zu unserem Ziel sollten wir Feuerzunder sammeln. So wurde unterwegs Harz aus den B\u00e4umen gekratzt. Birkenrinde an B\u00e4umen abgeschabt und Reisig gesammelt. Holger, unser Wegf\u00fchrer, machte seine Sache supergut, so wurde bestimmt er solle den Weg bis zum Ende bestimmen, wir vertrauten auf ihn. Zwischendurch wurde abgestimmt, ob ein k\u00fcrzerer eventuell beschwerlicherer Weg oder der leichtere Weg genommen werden sollte oder nicht. Wir kamen an, ich wage zu behaupten auf direktem Weg.<\/p>\n<p>An der Dillquelle gab es eine Schutzh\u00fctte und eine Feuerstelle, auf der sogar Feuer brannte. Es w\u00e4re aber nicht unser Feuer, wir m\u00fcssten unser eigenes entfachen. Holz durften wir an der Schutzh\u00fctte nehmen, das dort lagerte. Mit den in Mengen gesammelten Naturmaterialien hatten wir ruck zuck ein Feuer. Wasser von der Quelle und Erbsenwurstkonzentrat ergaben unsere Mahlzeit. Eine Erbsensuppe ohne W\u00fcrstchen. Unsere Beilage waren die Brotfladen, die vom Fr\u00fchst\u00fcck \u00fcbrig waren. Die Suppe schmeckte nicht schlecht, und machte auch alle bis auf Markus satt. Trotzdem glaubte ich in den Gedanken des ein oder anderen,  ein paar Mettw\u00fcrste zu sehen.<br \/>\n<!--nextpage--><\/p>\n<p>Nach dem Essen sollten wir gegen 13.15 Uhr nochmal an der ersten Kreuzung unseres Weges sein. Nachdem alle satt waren, sch\u00fctteten wir den Rest Erbsensuppe in den Wald und versuchten den Topf an der Quelle mit Bl\u00e4ttern zu schrubben. Versuchen Sie einmal mit kaltem Wasser und Farnbl\u00e4ttern einen Topf von eingekochter Suppe innen, und Ru\u00dffett au\u00dfen zu befreien. Es ist Knochenarbeit.<br \/>\nDie Arbeit wurde geteilt. Wie eigentlich von Anfang an alles, ohne Frage.<\/p>\n<p>An der Wegkreuzung fanden wir Andreas und Didie wieder, die vor uns den Rastplatz verlassen hatten. Ein kurzer Weg quer durch den Wald und wir standen vor einer Schlucht. \u00dcber diese hatten die beiden schon ein Seil gespannt. Das letzte Thema stand an: Hindernis\u00fcberwindung. Etwa 10 m lang und 3 m hoch war die Schlucht. Mir schlug das Herz bis zum Hals. Dar\u00fcber? Niemals! Oder doch? Den Oberk\u00f6rper auf das Seil gelegt, das linke Bein \u00fcber das Seil, mit dem Fu\u00df eingehakt, das rechte Bein locker h\u00e4ngen lassen, um auszubalancieren. Dann zieht man sich langsam mit beiden H\u00e4nden zur anderen Seite. Es ist ein Kraftakt, das letzte St\u00fcck ging noch bergauf. Meine Armmuskeln brannten wie Feuer und brauchten noch einige Zeit Erholung. Aber wir schafften es, ich glaube jeder war etwas stolz auf sich.<br \/>\nDanach zeigte uns Andreas den Abhang, den wir uns jetzt abseilen sollten. Auf dem Berg \u00fcbten wir erst das Halten im Seil.<br \/>\nBeide Seile zwischen den Beinen durch, \u00fcber die linke H\u00fcfte zur rechten Schulter um den Hals nach hinten. Die Seilenden vom R\u00fccken in die linke Hand, den Arm zur Seite ausstrecken. Die rechte Hand h\u00e4lt das Seil vorne zur Stabilisation. Das Abseilen funktionierte gut. Nur ich fiel auf mein Hinterteil. Verluste gibt es immer.<\/p>\n<p>Nun wurde der R\u00fcckmarsch angetreten und als ob der Himmel es w\u00fcsste fing es wieder an zu regnen und nicht zu wenig. Der R\u00fcckweg war einfach, wir wussten ja den Weg. Unser Lagerplatz war auch bald erreicht. Jeder wurde nach seiner Meinung \u00fcber das Wochenende gefragt und ob es Verbesserungsvorschl\u00e4ge g\u00e4be. Jedem hatte es gut gefallen. Was mir jetzt, nachdem ich dar\u00fcber geschrieben habe, auff\u00e4llt: Die Teamarbeit war klasse. Auch Andreas und Didie haben immer im Team mitgearbeitet. Danke an das Team: Steff, Florian, Karin, Kersten, Christin, Holger, Markus, Heike, Stefan, und ich. Sowie unsere \u201eTrainer\u201c Andreas und Didie.<br \/>\nAuf der Heimfahrt gab es bei uns nur 2 Themen: Duschen und eine anst\u00e4ndige Mahlzeit.<\/p>\n<p>Ein etwas anderes Wochenende, man lernt den Luxus den wir haben, auch auf unseren Campertouren wieder zu sch\u00e4tzen.<br \/>\nWer Interesse an einem solchen Wochenende hat. Unter <a href=\"http:\/\/www.survival-abenteuer.de\" target=\"_blank\">www.survival-abenteuer.de<\/a> findet Ihr die Infos.<\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<p><strong>Hier ein paar Tips in Stichworten: <\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Pflanzen als Heilmittel:<\/strong><\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Spitzwegerich und Breitwegerich blutstillend und desinfizierend kleingerieben oder mit Speichel zerkaut<\/li>\n<li>Rinde des Weidek\u00e4tzchens gut gegen Kopfschmerzen (Rinde kauen)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es viele Pflanzen, die als Heilmittel helfen, diese beiden kamen auf unserer Tour zum Einsatz<\/p>\n<p><em><strong>Technik zum Fische ausnehmen:<\/strong><\/em><br \/>\nDen Fisch an den Kiemen festhalten und leicht  zusammendr\u00fccken. Mit dem Messer die Backen von einer Seite zur anderen durchstechen und aufreissen. Vom After bis zum Kinn aufschneiden. Den Daumen in den ge\u00f6ffneten Hals den Zeigefinger von unten an den Daumen f\u00fchren. Eine Faust bilden und nach unten reissen. Die Lunge mit den Fingern rausreiben und den Fisch sp\u00fclen.<\/p>\n<p><em><strong>Brotteig:<\/strong><\/em><br \/>\nGemahlene Eicheln, Buchecker oder Mais als Mehl, Wasser und Pottasche (als Treibmittel und Salz)<\/p>\n<p><em><strong>Feuer:<\/strong><\/em><\/p>\n<ul>\n<li>mit Magnesiumz\u00fcnder: Harz und Birkenrinde mischen, Magnesium vom Z\u00fcnder abkratzen (Erbsenmenge), mit dem Z\u00fcndstein der sich an der Seite des Magnesiumz\u00fcnder befindet ein Funken mit dem Messer abschlagen, gelingt sehr gut.<\/li>\n<li>mit Z\u00fcndeisen: eine Dose mit gerupftem Papier das schon einmal entz\u00fcndet war- Z\u00fcndfunke abschlagen- versuchen das Papier erneut zu entfachen. Kann m\u00fchselig werden, wenn der Zunder feucht ist oder nicht gen\u00fcgend angebrannt ist.<\/li>\n<li>Kaliumpermanganat: mit Zucker mischen, auf einem Hartholzbrett eine Stelle anritzen, darauf das Zuckergemisch, Zunder drumherumlegen mit Z\u00fcndfunken anz\u00fcnden<\/li>\n<li>mit Naturmaterialien: ein hartes Holzbrett, ein Stock mit d\u00fcnner langer Spitze auf der einen Seite, die andere Seite eine kurze Spitze, ein Stein mit Vertiefung handgro\u00df oder kleiner, ein Flitzebogen. Das Brett als Unterlage eine Stelle nahe am Rand (2cm) anritzen. Den Stock mit der kurzen Spitze ansetzen, nachdem er um den Bogen justiert wurde. Ein Fu\u00df auf das Brett setzen. Den Arm um das Knie, den Stab mit dem Stein festhalten. Dann den Bogen hin und her bewegen, bis der Stab seinen Durchmesser auf dem Brett gebohrt hat. Danach eine Kerbe konisch zum Brettrand schnitzen, den Kreis des Stabdurchmessers nicht zu gro\u00df machen. Die Kerbe fingertief ausschnitzen. Am Au\u00dfenrand der Kerbe nicht in die Kerbe Zunder anlegen. Dann wird der Stab noch einmal angesetzt und solange gebohrt bis die Kerbe mit Bohrstaub voll ist und es raucht. Dann braucht man einen langen Atem nicht zu fest, aber auch nicht zu zaghaft unter den Bohrstaub pusten bis die Glut durchbricht und den Zunder entfacht.<br \/>\nEinige Vorbereitung und viel Energie und Puste notwendig, sowie Durchhalteverm\u00f6gen. Aber wenn es dann klappt ein supergutes Gef\u00fchl.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Wasserfilterbau:<\/strong><\/em><br \/>\nam Boden aufgeschnittene Plastikflasche, oder Hemds\u00e4rmel, oder Hosenbein, an der Auslaufstelle Stoff \u00fcberziehen,damit das Wasser nicht ungehindert wegl\u00e4uft. Darauf kleingeriebene Pottasche (desinfiziert), darauf Sand, dann Kiesel und darauf Moos. Ein Becher unterstellen. Je l\u00e4nger das Wasser zum Durchlaufen braucht um so besser.<\/p>\n<p><em><strong>Destillation:<\/strong><\/em><br \/>\nTopf mit Wasser ins Feuer stellen, ein Schlauch in den Topf, mit Becher den Schlauchauslauf auffangen. Achtung destilliertes Wasser nicht in Mengen trinken. Pottasche zuf\u00fcgen und man erh\u00e4lt ein gutes Trinkwasser.<\/p>\n<p><em><strong>Nordstern finden:<\/strong><\/em><br \/>\nbei klarem Sternenhimmel findet eigentlich jeder den gro\u00dfen Wagen in der f\u00fcnften Verl\u00e4ngerung des 1. Rades findet man den Nordstern, der Anfang der Deichsel des kleinen Wagens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10. und 11.07.04, geschrieben von Juliane Der Survial-Kurs war ein Weihnachtsgeschenk, da\u00df Heike und ich unseren M\u00e4nnern machten. Wir mussten mitkommen, damit sie uns danach nicht das Blaue vom Himmel erz\u00e4hlen konnten. Dieser Text ist die Erz\u00e4hlung \u00fcber die beiden Tage, detailgetreue Beschreibungen \u00fcber die einzelnen Stoffe und Abl\u00e4ufe stehen am Ende.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[21,12],"tags":[],"class_list":{"0":"post-154","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-kurztrips","7":"category-wandern","8":"h-entry","9":"hentry","10":"h-as-article"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=154"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1849,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/154\/revisions\/1849"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=154"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=154"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ufftour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}