{"id":3417,"date":"2018-10-17T17:02:26","date_gmt":"2018-10-17T15:02:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3417"},"modified":"2018-10-17T17:02:26","modified_gmt":"2018-10-17T15:02:26","slug":"ausbau-fernreisemobil-lagerung-hilfsrahmen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3417","title":{"rendered":"Ausbau Fernreisemobil &#8211; Lagerung \/ Hilfsrahmen"},"content":{"rendered":"\n<p>Eines der wichtigsten, aufwendigsten und mitunter kostenintensiven Themen bei der Konzeption eines Fernreisemobils, ist der verwendete Hilfsrahmen und dessen Lagerung.\u00a0 Zu diesem Thema gibt es ellenlange Diskussionen in Foren und stundenlange Diskussionen auf Treffen. Und leider zeigen sich immer wieder Probleme mit gebrochenen Hilfsrahmen oder gar - durch den Hilfsrahmen - besch\u00e4digte Fahrzeugrahmen. Etliche dieser Probleme schaffen es nicht in die \u00d6ffentlichkeit, sei es aus falscher Scham oder \"Vertuschung\" durch die Fahrzeug-Aufbauer. Denn leider auch im \"Profi-Bereich\" werden immer wieder \"schlechte\" Rahmen gebaut. Vielleicht sogar h\u00e4ufiger, als man vermutet. Nur selten wird damit in die \u00d6ffentlichkeit gegangen. Peter K\u00fcck hat dies 2017 in einem Bericht im Allradler mal getan. Mein Eindruck ist, dass diese Problematik in den letzten Jahren mit dem \"Boom\" des Fernreisesegmentes wieder zugenommen hat. Hierbei sind etliche Firmen entstanden, die ihre Erfahrungen beim Rahmenbau wohl erst noch sammeln m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"Infobox1\"><p><em>Sarkasmus on:<\/em> Wie gut, dass viele \"Fernreisemobile\" nur in Deutschland zu Treffen bewegt werden oder mal einen Urlaub in Europa erleben d\u00fcrfen. Wahrscheinlich g\u00e4be es bei mehr \"artgerechter Benutzung\" noch viel mehr \u00fcber Rahmenprobleme zu h\u00f6ren... <em>Sarkasmus off<\/em><\/p><\/div>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Gerade der Hilfsrahmen, als zentrales Glied in der Funktion eines Fernreisemobils, muss ordentlich geplant und handwerklich gut gearbeitet sein. Wir k\u00f6nnen aus eigener Erfahrung berichten, dass es unterwegs nicht wirklich prickelnd ist, den Bruch des Hilfsrahmens festzustellen (siehe weiter unten).<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ein Koffer (egal ob selbsttragender Shelter oder \"normaler\" Wohnkoffer) auf einen Allrad-LKW gesetzt wird, ist dazu eine Lagerung notwendig: Ein Hilfs- oder Zwischenrahmen. Das liegt daran, dass sich LKW-Fahrgestelle im \"Gel\u00e4nde\" (eigentlich schon beim \u00dcberfahren eines Bordsteines) verwinden, sprich die L\u00e4ngstr\u00e4ger des Fahrgestelles verbiegen sich. Immer dann, wenn eines oder mehrere R\u00e4der h\u00f6her als die anderen sind (z. B. beim \u00dcberfahren von Hindernissen, Durchfahren von Gr\u00e4ben, ...) findet diese Verwindung statt. W\u00e4re der Wohnkoffer nun einfach starr auf den Fahrzeugrahmen aufgeschraubt, w\u00fcrden zwei Dinge passieren: Erstens w\u00fcrden sich die bei der Verwindung auftretenden Kr\u00e4fte (die auch f\u00fcr das Verbiegen der L\u00e4ngstr\u00e4ger verantwortlich sind) in den Koffer \u00fcbertragen. Die meisten Wohnkoffer sind (im Gegensatz zu den Sheltern) nicht selbsttragend und stabil und w\u00fcrden durch diese eingeleiteten Kr\u00e4fte sehr schnell zu Bruch gehen. Aber auch an den \"stabilen\" Sheltern, w\u00fcrde diese stetige Krafteinleitung langfristig nicht spurlos vorbeigehen. Bei den Sheltern kommt jedoch noch der zweite Punkt besonders zum Tragen: Durch ihre Stabilit\u00e4t w\u00fcrden sie die Verwindung des Fahrgestelles behindern, bzw. ganz einschr\u00e4nken. Das wiederum w\u00fcrde dazuf\u00fchren, dass in solchen Fahrsituation viel eher als sonst, eines oder zwei R\u00e4der den Bodenkontakt verliert, weil das Fahrgestell quasi fest am Koffer h\u00e4ngt. Somit w\u00e4ren die Gel\u00e4ndeeigenschaften des Fahrzeuges deutlich eingeschr\u00e4nkt. Mitunter kann sogar der Fahrzeugrahmen selbst brechen, wenn sein Bewegungsdrang zu sehr eingeengt wird.<br\/>Aus den genannten Gr\u00fcnden, ist eine vern\u00fcftig gebaute Lagerung unabdingbar f\u00fcr ein Fernreisefahrzeug.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3420\" srcset=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-2.jpg 960w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-2-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-2-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption>Ein Verschr\u00e4nkungstest hilft, sich eine Vorstellung von der Verwindung des Fahrzeugrahmens zu machen. Dabei werden diagonal ein Vorder- und ein Hinterrad angehoben. Die gr\u00f6\u00dfte Verwindung ist dann erreicht, wenn ein weiteres Rad vom Boden abhebt. Das ist hier noch nicht der Fall. Trotzdem kann man deutlich erkennen, wie sich der Fahrzeugrahmen schon \"verbogen\" hat. Das vordere Kantholz lag urspr\u00fcnglich auf dem L\u00e4ngstr\u00e4ger auf. Die gr\u00f6\u00dfte Verwindung befindet sich immer im Bereich hinter den vorderen Federn. Einen solchen Verwindungstest sollte man nicht mit einem unbelasteten Rahmen machen. Deshalb wurden hier die beiden Betonplatten und die beiden F\u00e4sser aufgestellt (zusammen etwa 3,5 to).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese Lagerung wird \u00fcber einen Hilfsrahmen realisiert. Grob gesagt stellt dieser Hilfsrahmen f\u00fcr den Koffer eine absolut starre Basis dar, auf der der Koffer verschraubt wird. Dieser Rahmen selbst wird von der Verwindung des Fahrgestells entkoppelt. Diese Entkoppelung kann auf verschiedene Arten erfolgen. Auf die drei g\u00e4ngigsten Lagerungsarten, m\u00f6chte ich in diesem Beitrag eingehen: Dreipunkt-, Vierpunkt- und \"Federlagerung\" (ein eigentlich falscher Begriff, siehe weiter unten). Gleich vorweg: Ich halte alle drei Arten der Lagerung - wenn sie richtig gemacht sind - als tauglich f\u00fcr Fernreisefahrzeuge. Einen Trial-LKW wird man eher mit einer Dreipunkt-Lagerung bauen, aber zum Reisen sind alle geeignet.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"Infobox1\"><p><strong>Begriffsabgrenzungen<\/strong><br>Vielleicht sollten wir uns vorab begrifflich einigen, denn leider werden in Diskussionen mitunter unterschiedliche Begriffe verwendet oder Begriffe unterschiedlich verstanden. Ich finde es sinnvoll, die gesamte Rahmenkonstruktion, die dem Fahrzeug nachtr\u00e4glich aufgebaut wird, als \"Hilfsrahmen\" zu bezeichnen. Dieser Hilfsrahmen besteht immer aus einem \"Kofferrahmen\" (der Rahmen, auf den der Koffer aufgeschraubt wird) und ggf. noch zus\u00e4tzlich aus einem \"Montagerahmen\". Es gibt also \"Hilfsrahmen\"-Konstruktionen, die aus zwei Rahmen, eben dem \"Koffer-\" und dem \"Montagerahmen\" bestehen (unserer zum Beispiel).&nbsp;<\/p> <\/div>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dreipunkt-Lagerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Dreipunkt-Lagerung wird der Kofferrahmen an drei Stellen mit dem Fahrzeugrahmen verbunden (warum er eigentlich eher mit einem Montagerahmen statt mit dem Fahrzeugrahmen verbunden werden sollte, steht ganz unten): Zwei Punkte bilden das Festlager und der dritte Punkt das Drehlager. Normalerweise geh\u00f6rt das Festlager nach hinten. Das Drehlager befindet sich kurz hinter dem Fahrerhaus. Dieses Drehlager erm\u00f6glicht dem Kofferrahmen ein Abkippen quer zur Fahrtrichtung und entkoppelt so den Kofferrahmen von der Verwindung des Fahrzeuges.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Hinweis<\/strong><\/em>: Immer wieder kommt es zu Diskussionen, warum man das Drehlager bei einer Dreipunkt-Lagerung nicht nach hinten baut und das Festlager nach vorne. Insbesondere wenn man einen Durchstieg zum Fahrerhaus realisieren m\u00f6chte, wird die dann vorne geringere Verdrehung zum Fahrerhaus angef\u00fchrt. Gleich vorweg: In allen mir bekannten Aufbau-Richtlinien der LKW-Hersteller wird diese Anordnung verboten (au\u00dfer bei ganzen speziellen Fahrzeugen, z. B. extrem kurzer Radstand und gro\u00dfem Fahrerhaus). Warum? Nun das hat zwei Gr\u00fcnde: Erstens ist die Verwindung des Fahrzeugrahmens vorne, hinter der hinteren Aufnahme der Vorderachsfedern, am h\u00f6chsten. Genau in diesem Bereich w\u00fcrde aber ein stabiles Festlager die Verwindung behindern.<br\/>Viel entscheidender (und mitunter richtig gef\u00e4hrlich) ist jedoch die Auswirkung auf die Fahrdynamik. Betrachten wir eine typische Fahrsituation: Wir fahren z. B. schr\u00e4g bergab und das linke vordere Rad f\u00e4hrt in ein gr\u00f6\u00dferes Schlagloch. Was passiert? Die Vorderachse samt Fahrerhaus kippt nach links. Mit dem Festlager \u00fcber der Hinterachse, \"folgt\" der Aufbau der Hinterachse, d. h. der Koffer bleibt zun\u00e4chst gerade (aus Sicht der Hinterachse). Bei einem Festlager vorne w\u00fcrde auch der Aufbau nach links kippen, noch \"unterst\u00fctzt\" vom hinteren Drehlager. Das gesamte Fahrzeug w\u00fcrde sich also viel st\u00e4rker nach links neigen, ein Kippen passiert deutlich fr\u00fcher.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vierpunkt-Lagerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00c4hnlich der Dreipunkt-Lagerung, ist die Vierpunkt-Lagerung aufgebaut. Auch hier bilden zwei Punkte das Festlager. Dieses befindet sich idealerweise \u00fcber oder zumindest nahe bei der Hinterachse. Auch vorne hinter dem Fahrerhaus gibt es wieder ein Drehlager. Zus\u00e4tzlich kommt ein solches Drehlager auch ganz hinten am Ende des Rahmens zum Einsatz. Die Vierpunkt-Lagerung wird auch gerne mal als Trapez- oder doppelte Dreipunktlagerung bezeichnet. Sie bietet im Vergleich zur Dreipunktlagerung bei nur wenig schlechterer \"Gel\u00e4ndeperformenz\" den Vorteil der geringeren Aufbauh\u00f6he, weil die Kippwege etwa halbiert sind. Au\u00dferdem wankt der Aufbau weniger. Sie gilt als \"beste\" Lagerung f\u00fcr Reisefahrzeuge.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"258\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3421\" srcset=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-1.jpg 960w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-1-300x81.jpg 300w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-1-768x206.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption>Die Lagerpunkte bei einer 4-Punkt- (links) und 3-Punkt-Lagerung (rechts). Die roten Punkte stellen die Lagerpunkte dar, die Drehlager sind mit einem wei\u00dfen X gekennzeichnet.<br\/><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\"Federlagerung\"<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderes Konzept verfolgt die \"Federlagerung\". Dieser - eigentlich falsche - Begriff (warum siehe im Kasten unten) hat sich in der Szene etabliert und so wollen wir ihn auch hier verwenden. Bei dieser Lagerung gibt es zwei Lagerpunkte hinten rechts und links, ganz am Ende des Fahrzeugrahmens. Der Kofferrahmen liegt in voller L\u00e4nge auf dem Fahrzeugrahmen auf. Vorne kommt rechts und links je ein Bolzen mit einer oder zwei Federn zum Einsatz (oftmals auch noch mehrere verteilt auf der ganzen L\u00e4nge des Kofferrahmens). Die Entkoppelung findet dadurch statt, dass sich der Kofferrahmen vorne vom Fahrzeugrahmen abheben kann (bzw. der Fahrzeugrahmen unter dem Kofferrahmen \"wegtauchen\" kann). Ganz wichtig sind F\u00fchrungen rechts und links recht weit vorne, die daf\u00fcr sorgen, dass der \"abgehobene\" Kofferrahmen auch wieder den Weg zur\u00fcck auf den Fahrzeugrahmen findet und sich nicht seitlich versetzt. Die Bolzen sind nur dazu da, den Weg zu begrenzen. Und die Federn letztlich nur, damit die Bolzen nicht klappern.\u00a0<br\/>Aus meiner (unma\u00dfgeblichen) Sicht, werden bei der Federlagerung gerne verschiedene \"Fehler\" gemacht, die die Lagerung verschlechtern: H\u00e4ufig werden die Federn zu stark gew\u00e4hlt oder zu stark vorgespannt, damit der Rahmen nicht so stark abhebt. Aber das soll er ja. Je st\u00e4rker die Federn das verhindern, um so st\u00e4rker wird auch das Fahrgestell an den Kofferrahmen gefesselt. Und darunter leidet die Gel\u00e4ndef\u00e4higkeit des Fahrzeuges. Insbesondere wenn mehrere Bolzen-\/Federnkombinationen pro L\u00e4ngsseite verteilt zum Einsatz kommen (den Sinn davon habe ich noch nie verstanden, au\u00dfer vielleicht, dass es dem unbedarften T\u00dcVler besser gef\u00e4llt), ist genaues Arbeiten und Rechnen notwendig. Denn diese Bolzen und Federn m\u00fcssen entweder exakt in L\u00e4nge und Spannung aufeinander abgestimmt sein oder sie hindern sich gegenseitig oder haben keine Funktion. Zur Erinnerung: Der Kofferrahmen ist hinten fest mit dem Fahrzeugrahmen verbunden und hebt vorne ab. Das f\u00fchrt nat\u00fcrlich dazu, dass auf ganzer L\u00e4nge der Abstand der beiden Rahmen zueinander unterschiedich ist (von hinten nach vorne nimmt dieser zu). Wenn nun z. B. die hintere oder eine der mittleren Bolzen-\/Federnkombinationen zu kurz oder \"stramm\" ist, begrenzt diese den Weg des Rahmens. Ist sie hingegen zu lang oder zu \"weich\" hat sie praktisch keine Funktion...<\/p>\n\n\n\n<div class=\"Infobox1\"><p>\"Federlagerung\" - eigentlich ein etwas ungl\u00fccklicher Begriff. Warum?<br>Eigentlich haben die Federn mit der Lagerung nicht wirklich etwas zu tun. Sie verhindern quasi nur ein Klappern der Bolzen, die den Abhebeweg begrenzen. Es gibt allerdings keinen passenden Begriff f\u00fcr diese Art der Lagerung, zumindest ist mir noch keiner begegnet.<\/p><\/div>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vor- und Nachteile der Lagerungsarten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dreipunkt-Lagerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>(+) beste gel\u00e4ndeg\u00e4ngig<\/li><li>(-) schlechte Fahrstabilit\u00e4t, da der Aufbau am st\u00e4rksten schwankt (z. B. bei Kurvenfahrt)<\/li><li>(-) h\u00f6chste \"Aufbauh\u00f6he\" von allen Lagerungsarten<\/li><li>(-) am meisten \"Verdreh\"-Bewegung zwischen Koffer und Fahrerhaus, dies ist ung\u00fcnstig, wenn man einen Durchgang plant, der mit Plane, Faltenbalg oder \u00e4hnlichem realisiert werden soll (warum wir das sowieso nicht gut finden, erkl\u00e4ren wir in der Beschreibung unseres Durchgangs)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Vierpunkt-Lagerung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>(+) hohe Gel\u00e4ndetaulichkeit<\/li><li>(+) bessere Fahrstabilit\u00e4t<\/li><li>(+) Aufbauh\u00f6he meist (und bei guter Planung) nicht oder nicht viel h\u00f6her als bei der \"Federlagerung\"<\/li><li>(+) am wenigsten Bewegung zwischen Fahrerhaus und Koffer beim Durchstieg<\/li><li>(-) am aufwendigsten zu bauen (handwerklich)<\/li><li>(-) teuerste Variante<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>\"Federlagerung\"<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>(+) h\u00f6chste Fahrstabilit\u00e4t<\/li><li>(+) Aufbauh\u00f6he am geringsten (wobei diese oft durch die Freig\u00e4ngkeit der R\u00e4der und Abstand zum Tank gr\u00f6\u00dfer sein muss, als es die Lagerung selbst erfordert - insbesondere bei Kofferrahmen f\u00fcr nicht selbsttragende Koffer)<\/li><li>(+) Fertigung am einfachsten<\/li><li>(+) preislich die g\u00fcnstigste Variante<\/li><li>(-) Gel\u00e4ndetauglichkeit am geringsten (aber f\u00fcr ein Reisefahrzeug ausreichend)<\/li><li>(-) Bewegung zwischen Koffer und Fahrerhaus nicht unerheblich (Thema Durchstieg), wenn man auf Gel\u00e4ndeg\u00e4ngigkeit wert legt. Faustformel sind 5cm \"Abhebeweg\" pro Meter Kofferl\u00e4nge. Also sollte der Kofferrahmen vorne bei einem 5m Koffer 25cm abheben k\u00f6nnen. Diesen Weg muss der \"Schlauch\" des Durchganges (wenn man unbedingt einen will) mitmachen.<\/li><li>(-) Eine \"Federlagerung\" neigt zum \"Klopfen\" bei Bodenwellen (Kofferrahmen hebt leicht ab und \"knallt\" wieder auf den Fahrzeugrahmen auf). Dem wird h\u00e4ufig durch st\u00e4rkeres Vorspannen der Federn entgegengewirkt, was aber wiederum das Fahrgestell mehr fesselt und sich negativ auf die Gel\u00e4ndeg\u00e4ngigkeit auswirkt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Nochmal: Alle drei Varianten sind - wenn sie ordentlich ausgef\u00fchrt sind - f\u00fcr ein Fernreisefahrzeug geeignet.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Selbstbau oder \"Fachbetrieb\"<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Selbstbau eines Hilfsrahmens stellt hohe Anforderungen an Verst\u00e4ndnis von Fahrzeugtechnik, Planung und handwerkliches Geschick f\u00fcr die Umsetzung. Am Einfachsten ist hierbei der Bau einer \"Federlagerung\".<br\/>Also doch der Fachbetrieb? Wenn man sich selbst nicht wirklich zutraut, einen brauchbaren Hilfsrahmen zu bauen, ist ein Fachbetrieb sicher die richtige Wahl. Doch dann ist es wichtig, einen Betrieb zu finden, der sich mit Rahmenbau auch auskennt. Leider tummeln sich in diesem Segment auch etliche, die nicht unbedingt wissen, was sie da tun...<br\/>Doch wie findet man den richtigen Betrieb? Nun, das ist eine gute Frage. Erfahrung ist hier alles. Am besten ist es sicherlich, mit anderen Reisenden \u00fcber deren Erfahrungen mit Rahmenbauern zu reden. Aber hier gilt wieder: Es helfen nur die Erfahrungen der Reisenden, die ihr Fahrzeug auch in Regionen und Fahrgebieten bewegen, in denen man selbst aktiv sein will. Die Erfahrung von jemandem, der nur in Deutschland und Europa unterwegs ist oder etwa die Stra\u00dfen und Hauptpisten nicht verl\u00e4sst, ist hier wenig brauchbar. H\u00f6rt sich vielleicht nicht freundlich an, ist aber so.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unsere Erfahrungen - unser Ansatz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der erste Rahmen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei unserem ersten Reise-LKW (MAN G90) kam unter dem Shelter eine Dreipunktlagerung zum Einsatz. Diesen Rahmen haben wir damals von einem Privatmann gekauft, der den Rahmen selbst gebaut, aber sein Fahrzeugprojekt eingestellt hat. Leider stellte sich nach einigen Jahren der Nutzung heraus, dass der Rahmen unseren Anforderungen nicht entsprach. Leider stellte sich das in Zentralasien, kurz nach der Durchquerung des Pamirgebirges, heraus...\u00a0 \ud83d\ude41<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem Check des Fahrzeuges zeigte sich, dass der Hilfsrahmen an mehreren Stellen gebrochen war. Eine notd\u00fcrftige Reparatur in Sibieren - zuschwei\u00dfen der Risse und Aufschwei\u00dfen von Verst\u00e4rkungen - erm\u00f6glichte uns die Weiter- und Heimreise.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"678\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-5.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3422\" srcset=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-5.jpg 960w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-5-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-5-768x542.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption>Mit diesen Br\u00fcchen des Hilfsrahmens wurden wir in Zentralasien konfrontiert. Etwas, was man - rund 10.000km von zu Hause entfernt - nicht unbedingt erleben will.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Nach solchen Erfahrungen wird man f\u00fcr das Thema Hilfsrahmen wohl etwas empfindlicher. Also wurde viel Zeit investiert in Informationsbeschaffung und Planung. Nat\u00fcrlich wurden auch andere gescheiterte Rahmenprojekte betrachtet. Auch die Aufbaurichtlinien des Fahrzeugherstellers wurden zu Rate gezogen (was ich \u00fcbrigens jedem, der an seinem Fahrzeug herumbaut, empfehlen w\u00fcrde). Und an diese haben wir uns auch gehalten. Dort stehen viele sicher sinnvolle Dinge drin, an die sich viel zu selten gehalten wird - habe ich zumindest den Eindruck. Ich habe mir viele Rahmen angeschaut (live und Fotos im Netz). Es ist schaurig, wie oft gegen explizite Vorgaben in den Aufbaurichtlinien verstossen wird - auch von \"Fachfirmen\". Das kann nat\u00fcrlich auch gutgehen, aber eine gewisse Bewandnis sollte man diesen Richtlinien einr\u00e4umen und den Fahrzeugherstellern entsprechende Kompetenz unterstellen...<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"508\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3423\" srcset=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-3.jpg 960w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-3-300x159.jpg 300w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-3-768x406.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption>Zeichnungen wurden angefertigt (links), eines der Drehlager (rechts oben, falsch herum liegend) und eines der Festlager (rechts unten)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3424\" srcset=\"https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-4.jpg 960w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-4-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.ufftour.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/A05-4-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><figcaption>Der Rahmen wurde immer wieder auf dem Fahrzeug angepasst. Geschwei\u00dft wurde nat\u00fcrlich auf einer Richtplatte.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir haben uns f\u00fcr unser jetziges Fahrzeug f\u00fcr eine Vierpunktlagerung incl. Montagerahmen entschieden. Warum? Nun, wir wollten die wenigsten Kompromisse eingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was soll dieser \"zus\u00e4tzliche\" Montagerahmen (der da im Bild auf dem Hauptrahmen aufliegt und den Kofferrahmen tr\u00e4gt)? Nun, bei vielen Fahrzeugen ist er bei Punktbelastungen vom Fahrzeughersteller vorgeschrieben. Bei Punktlagerungen liegt es in der Natur der Sache, dass die Belastungen, die der Aufbau erzeugt (Masse, Beschleunigung) an wenigen Punkten in den Hauptrahmen eingeleitet werden. Und f\u00fcr diese Punktbelastungen sind die Hauptrahmen nicht gebaut. Die Aufbaurichtlinien sind da recht eindeutig. Der Montagerahmen verteilt diese Belastungen fl\u00e4chig auf den Rahmen. Warum sieht man dann so wenige Rahmen, die einen Montagerahmen haben? Wahrscheinlich, weil sich nur wenige die M\u00fche machen, die Aufbaurichtlinien zu lesen und es selten Punktlagerungen gibt, die direkt vom Fahrzeughersteller gebaut werden. Eine Ausnahme stellt die 4-Punkt-gelagerte Pritsche vom Bundeswehr-1017 dar. Diese - von Mercedes selbst tausendfach gebaute - Lagerung wei\u00dft sehr wohl einen Montagerahmen auf...<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zukunft wird zeigen, ob wir alles, vieles oder wenigstens ausreichendes bei unserem neuen Rahmen richtig gemacht haben...<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n<br clear=all>\r\n<div class=\"post-it-spende\"><u><b>Disclaimer<\/b> \r\n  -  Achtung !!!<\/u><br>Alles was hier steht, ist unsere eigene, ungeschminkte Meinung und kann auch ganz falsch sein. Wir haben weder die Weisheit mit L\u00f6ffeln gefressen - noch glauben wir das. Jeder darf gerne zu ganz anderen \u00dcberzeugungen kommen. Kein Problem. Aber vielleicht findet der ein oder andere hier ja f\u00fcr ihn interessante Punkte oder stolpert \u00fcber Dinge, die er bislang \u00fcbersehen hat.<br><br>\r\nWenn Du der Meinung bist, dass Dich unser Tun hier weitergebracht hat und Du unsere Arbeit und unseren Aufwand honorieren m\u00f6chtest, kannst Du uns gerne virtuell zum Essen einladen. Das geht am einfachsten \u00fcber eine <a href=\"http:\/\/www.paypal.me\/ufftour\" target=\"_blank\">PayPal-Spende<\/a>. Oder mal am Lagerfeuer ein Bier ausgeben. Wenn nicht, dann halt nicht...<\/div><br clear=all><br clear=all>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<div class=\"Inhaltsverzeichnis\">\r\n<p><u><strong>Ausbau Fernreisemobil - Inhaltsverzeichnis<\/strong><\/u><\/p>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3349\">Einleitung<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3360\">Grund\u00fcberlegungen<\/a><br class=\"clear\" \/><br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3375\">Basisfahrzeug<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n---------- <a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3552\">Modifikationen am Fahrgestell<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3402\">Die Wohnung - Koffer oder Shelter<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3417\">Hilfsrahmen \/ Lagerung<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3445\">Energie-Konzept<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3475\">Strom-Konzept<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3375\">Einleitung<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3375\">Einleitung<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3375\">Einleitung<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3375\">Einleitung<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<a href=\"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=3375\">Einleitung<\/a><br class=\"clear\" \/>\r\n<\/div>\r\n<br clear=all>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eines der wichtigsten, aufwendigsten und mitunter kostenintensiven Themen bei der Konzeption eines Fernreisemobils, ist der verwendete Hilfsrahmen und dessen Lagerung.\u00a0 Zu diesem Thema gibt es ellenlange Diskussionen in Foren und stundenlange Diskussionen auf Treffen. 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