{"id":2672,"date":"2016-06-22T19:49:25","date_gmt":"2016-06-22T17:49:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=2672"},"modified":"2016-06-22T20:00:27","modified_gmt":"2016-06-22T18:00:27","slug":"reiseinfo-usbekistan-stand-juni-2016","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ufftour.de\/?page_id=2672","title":{"rendered":"Reiseinfo Usbekistan (Stand Juni 2016)"},"content":{"rendered":"<p>Usbekistan, Reiseinfos f\u00fcr Selbstfahrer, Stand Juni 2016<\/p>\n<p><strong>Einreise<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Usbekistan wird ein Visum ben\u00f6tigt. Man liest hier und da, dass f\u00fcr Wohnmobile eine spezielle Genehmigung erforderlich sei oder eine Geb\u00fchr erhoben w\u00fcrde. Uns hat niemand nach einer solchen Genehmigung gefragt und auch keine Geb\u00fchr berechnet.<br \/>\nWir sind aus Turkmenistan \u00fcber den Grenzeingang Dashoguz\/Urgench eingereist. Die Abwicklung war unproblematisch, die Z\u00f6llner sehr freundlich und hilfsbereit.<br \/>\nDie Fahrzeugkontrolle war auch nicht wirklich g\u00fcndlich. Es wurden zwar so ziemlich alle Schr\u00e4nke und Stauklappen ge\u00f6ffnet, jedoch nichts ausger\u00e4umt.<br \/>\nEs fielen keinerlei Kosten an.<\/p>\n<p><strong>Ausreise<\/strong><br \/>\nWir sind \u00fcber den Grenz\u00fcbergang bei Kokand (Fergana-Tal) nach Tadschikistan ausgereist. Die Abwicklung auf usbekischen Seite dauerte etwa eine Stunde. Das Fahrzeug wurde noch umfangreicher untersucht, wie bei der Einreise. Thema Registrierung: siehe \"Reisen im Land\"<\/p>\n<p><strong>Fahrzeugversicherung<\/strong><br \/>\nDiese ist obligatorisch. Wir haben in Chiwa, unserer ersten Station eine Versicherung abgeschlossen. Diese hat f\u00fcr 4 Wochen etwa 2 EUR gekostet. Ich glaube allerdings nicht, dass diese Versicherung im Schadensfall irgend etwas bezahlt h\u00e4tte. Aber wir hatten immerhin einen Schein, um diesen bei Polizeikontrollen vorzuzeigen. Wir sind aber nie danach gefragt worden. In unserem Fall hat die Versicherung \u00fcbrigens 8 EUR gekostet: Das Auto l\u00e4uft auf meine Frau und ich bin auch Fahrer. Daf\u00fcr den vierfachen Preis! Okay, bei 6 EUR lohnt es sich nicht wirklich, sich dar\u00fcber zu \u00e4rgern...<\/p>\n<p><strong>Tanken<\/strong><br \/>\nEntgegen vieler Darstellungen im Netz, gibt es in Usbekistan frei verk\u00e4uflichen Diesel. Allerdings gibt es sehr wenige Dieselfahrzeuge (selbst die meisten LKWs fahren mit Gas), fast nur in der Landwirtschaft. Deshalb ist der Diesel \u00f6fters knapp. Im Juni war das kein Problem, an fast allen Tankstellen, an denen wir gefragt haben, konnten wir Diesel tanken. An einer allerdings nur 80 Liter. Der Preis betrug jeweils um die 47 Euro-Ct. Wir sind mit vollen Tanks aus Usbekistan ausgereist. Im Herbst w\u00e4hrend der Erntezeit kann das vielleicht anders aussehen...<\/p>\n<p><strong>Geld<\/strong><br \/>\nGeld muss man unbedingt auf dem \"Schwarzmarkt\" tauschen. Der Kurs ist dort fast doppelt so hoch, wie bei den Banken. Geldwechsel findet man praktisch immer im\/beim Basar. Einfach nach Leuten mit gro\u00dfen Geldb\u00fcndeln schauen. Euro und Dollar kann man problemlos tauschen. Man erh\u00e4lt immer dicke Geldb\u00fcndel. Der gr\u00f6\u00dfte Schein ist 5000 Sum. Dies entspricht weniger als einem Euro (Schwarzmarktkurs im Juni: 1 EUR = 6400 Sum). Oft gibt es auch nur 1000er Scheine. Also die Geldb\u00f6rse reicht hier nicht, eine Tasche oder T\u00fcte ist notwendig...<\/p>\n<p><strong>Sicherheit<\/strong><br \/>\nWir haben uns immer sicher gef\u00fchlt. Es gibt immer mal wieder Polizeikontrollen (Checkpoints) an den Ausfall- und Eingangsstra\u00dfen, aber kein Vergleich zu Turkmenistan oder Tadschikistan.<\/p>\n<p><strong>Kleidung<\/strong><br \/>\nUnproblematisch. F\u00fcr Frauen ist kein Kopftuch notwendig. Kurze Hosen bei M\u00e4nnern gibt es praktisch nicht. Hier sollte man sich der Tradition anpassen.<\/p>\n<p><strong>Telefon\/Internet<\/strong><br \/>\nSim-Karten gibt es wohl nicht f\u00fcr Ausl\u00e4nder. Im dritten Shop, in dem wir nachgefragt hatten, hat der Verk\u00e4ufer die Karte einfach auf sich registiert. 4 Wochen mit 1,7 GB Volumen haben etwa 6 EUR gekostet.<\/p>\n<p><strong>Reisen im Land<\/strong><br \/>\nIn Usbekistan kann man f\u00fcr wenig Geld in vielen kleinen Stra\u00dfenrestaurants essen. W\u00e4hrend wir sonst meist selbst kochen, haben wir in Usbekistan h\u00e4ufig \"ausw\u00e4rts\" gegessen.<\/p>\n<p>Im Juni war es schon sehr hei\u00df (Buchara \u00fcber 43\u00b0C).<\/p>\n<p>Eine Besonderheit (und problematisch f\u00fcr Wohnmobilfahrer) sind die <strong>vorgeschriebenen Registrierungen<\/strong>. Man muss wohl f\u00fcr jede Nacht, die man in Usbekistan verbringt, eine Hotel-Registrierung vorweisen (die Hotels m\u00fcssen jede \u00dcbernachtung an den Staat melden, t\u00e4glich kommt die Polizei zur Kontrolle). Wenn man also im Auto \u00fcbernachtet, wird es schwierig. Die Registrierungen werden evtl. bei der Ausreise kontrolliert. Einige Reisende (auf dem Landweg) wurden wohl nicht danach gefragt. Wir haben uns in den drei St\u00e4dten, die wir besucht haben (Chiwa, Buchara, Samarkand) registriert. Wir haben dazu jeweils ein Guesthouse angefahren und dort quasi das g\u00fcnstigste Zimmer gebucht. Wir haben dann im Auto vor dem Haus geschlafen, Dusche, Wifi und Fr\u00fchst\u00fcck des Guesthouses mitbenutzt. Auf den Zimmerpreis haben wir noch einen Rabatt bekommen, weil wir ja das Zimmer nicht benutzt haben. So haben wir pro \"Registrierung\" rund 15 EUR bezahlt (f\u00fcr 2 Personen), noch ein paar Annehmlichkeiten genutzt und jeweils sehr zentral gestanden (in Samarkand z. B. nur 250m vom Registan entfernt).<br \/>\nNat\u00fcrlich hat man w\u00e4hrend der ganzen Zeit im Land im Hinterkopf, dass es bei der Ausreise zu Problemen kommen kann. Man liest von mehreren hundert US-$ Strafe. Das beeintr\u00e4chtigt leider das Reisen.<br \/>\nBei der Ausreise wurden wir von einem Beamten dreimal nach den Registrierungen gefragt. Ich habe ihn aber nicht verstanden, denn er konnte ja kein Englisch...  \ud83d\ude09 Ich habe dann immer die St\u00e4dte aufgez\u00e4hlt, in denen wir waren. Beim dritten Mal hat er aufgegeben und unsere Papiere fertig gemacht. Wir mussten also keine Strafe zahlen. Ob man das Risiko eingeht, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Wir w\u00fcrden es beim n\u00e4chsten Mal wieder so machen (zumindest eine Registrierung am Anfang der Reise w\u00fcrden wir machen) und mit dem Restrisiko leben.<\/p>\n<p>Noch ein Wort zum Fergana-Tal: Das Tal im Nordosten Usbekistans bietet wirklich fast nichts, was einen Reisenden interessiert, praktisch keinerlei Sehensw\u00fcrdigkeiten oder Naturerlebnisse. Speziell f\u00fcr Wohnmobilfahrer besteht das Problem, dass man fast keinen Stellplatz findet. Das Tal ist komplett besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. Wir w\u00fcrden diesen \"Umweg\" (rd. 1000km nicht mehr machen).<\/p>\n<hr>\n<p>Anmerkung:<br \/>\nDie hier genannten Informationen stellen unsere Erfahrungen dar. Wir k\u00f6nnen und wollen f\u00fcr die Infos nicht garantieren und haben auch nicht \"die Weisheit mit L\u00f6ffeln gefressen\". \ud83d\ude09<br \/>\nWir geben nur einfach unsere Erfahrungen weiter, vielleicht kann ja jemand etwas damit anfangen...<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Usbekistan, Reiseinfos f\u00fcr Selbstfahrer, Stand Juni 2016 Einreise F\u00fcr Usbekistan wird ein Visum ben\u00f6tigt. Man liest hier und da, dass f\u00fcr Wohnmobile eine spezielle Genehmigung erforderlich sei oder eine Geb\u00fchr erhoben w\u00fcrde. Uns hat niemand nach einer solchen Genehmigung gefragt und auch keine Geb\u00fchr berechnet. Wir sind aus Turkmenistan \u00fcber den Grenzeingang Dashoguz\/Urgench eingereist. 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